Rüdiger Maier
"Wir könnten uns heute eine Geschäftsabwicklung ohne Internet und Homepage gar nicht mehr vorstellen", resümiert Roman Scherzer, Geschäftsführer der Logico Smart Card Solutions und Gesellschafter beider Logico-Unternehmen. Angefangen hat alles Ende 1998 mit dem Consulting-Angebot, dass Scherzer gemeinsam mit Ing. Oliver Harisch in ein Unternehmen einbrachte. "Schon beim Einzug in unser erstes Büro war der Internet-Zugang ein entscheidendes Kriterium. Denn nur so können wir uns selbst darstellen und gleichzeitig sehr viele Marktinformationen gewinnen", weiß Scherzer.
Ein Jahr später wurde dann mit einem weiteren Partner die Logico Smartcard Solutions gegründet, die heute der wichtigere Geschäftszweig ist und etwa zwei Drittel der insgesamt 50 Mitarbeiter beschäftigt. Das Unternehmen entwickelt Smartcard-basierte Anwendungen, die auf flexible und sichere Technologie aufsetzen. Anwendungsbereiche sind Netzwerk- und Einzelplatzlösungen. "Gerade als derart spezialisierter Software-Anbieter ist die Weitergabe von Informationen an die interessierte Öffentlichkeit ein zentraler Baustein zum Markterfolg. Über die Homepage können ständig aktuell und einfach Neuigkeiten und Veranstaltungshinweise, aber auch Hintergrundinformationen etwa über elektronisches Signaturen oder ISO-Normen verbreitet werden", erklärt Scherzer.
Daneben gibt es noch einen gesperrten Bereich für Premium-Partner, der etwa gleich umfangreich wie der öffentliche Bereich ist. Da der Vertrieb der Smartcard Solutions ausschließlich über Partner und Distributoren läuft, werden diese natürlich mit sehr detaillierten Informationen versorgt. Hier liegen etwa Verträge, Preislisten, zweisprachige Vertriebspräsentationen, Datenblätter, Angebotsmodelle, Informationen über Mitbewerber und ähnliches. Und sogar Beta-Testversionen werden hier für die Partner bereitgehalten. Während die Homepage für den Consulting-Bereich auch selbst konzipiert wurde, bediente man sich für die Smartcard-Site eines professionellen Webdesigners. Betreut wird jetzt aber der gesamte Web-Auftritt von den eigenen Spezialisten im Haus.
Smartcards sind heute meist proprietäre single-application-devices, welche von den meisten Applikationen bei weitem nicht in vollem Funktionsumfang ausgenutzt werden. Dieser Ansatz hat allerdings den entscheidenden Nachteil, dass damit keine herstellerübergreifenden Multi-Applikations-Karten möglich sind. Außerdem muss der Applikationshersteller über die gesamte Funktionalität der bestimmten Karte Bescheid wissen, um eine sichere Implementierung realisieren zu können. "Wir haben hier einen anderen Ansatz gewählt: Wir bieten mit unserem Secure Smartcard Interface eine völlige Abstrahierung einer Smartcard, ohne irgendwelche Einschränkungen in Bezug auf Sicherheit oder Funktionalität", erläutert Scherzer. Es können beliebig viele Smartcard Reader mit beliebig vielen unterschiedlichen Karten gleichzeitig und transparent bedient werden, ohne dass die übergeordneten Applikationen darauf Rücksicht nehmen müssen. Die Karten verwalten die auf ihnen befindlichen Applikationen selbständig. "Darüber hinaus bieten wir Zusatzfunktionen, die kryptographische Funktionalitäten der Karte bereitstellen", so Scherzer. Über das Secure Smart Card Interface können Systemhäuser aber auch ganz einfach und sicher die für ihre Software nötige Lizenzierung realisieren.
"Unser Ziel für das nächste Jahr ist es, einen umfassenden Web-Shop zu installieren, über den der Bezug der Softwarelizenzen automatisch abgewickelt werden kann", blickt Scherzer in die Zukunft. Hier kann sich der Kaufinteressierte die Software direkt auf die Smartcard laden und stößt damit gleichzeitig den Zahlungsvorgang an. "Wir stellen die Lizenzinformationen zum Herunterladen nur dieser einen Person zur Verfügung, danach löscht sich der e-mail-Link automatisch. Auch die Rechnung soll dann per E-Mail verschickt werden", spricht Scherzer über die Pläne. Dabei nutzt das Unternehmen den großen Vorteil des Softwaregeschäfts: Braucht es zur Auslieferung anderer Produkte eine Logistikkette, so lässt sich Software ganz einfach auf Datenträger laden.
Kürzlich hat etwa Citrix
Systems, als Anbieter von Application Server Software, einen Vertrag zur weltweiten
Zusammenarbeit mit Logico geschlossen. Damit ist das Unternehmen Mitglied im
ISV (Independent Software Vendor) Programm von Citrix. Die Entscheidung zur
Zusammenarbeit gründet auf einer Anwendung, die das österreichische Unternehmen
speziell für sicheres Anmelden an MetaFrame Servern entwickelt hat: Das SSC
Thin Client Logon Modul. Es ermöglicht das Anmelden an einer Session an Citrix
MetaFrame Servern ausschließlich jenem Besitzer einer Smartcard, auf deren Chip
das Secure Smartcard Modul implementiert ist. Nach Einstecken der Smartcard
in das Lese/Schreibgerät und der optionalen Eingabe eines PIN-Codes erfolgt
die Anmeldung schnell und automatisch, da Benutzername und Passwort bereits
- sicher verschlüsselt - auf der Karte gespeichert sind.
http://www.logico.at




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