In den über 100 Jahren seines Bestehens hat sich der Familienbetrieb in Rankweil von einer Motoren-Reparaturwerkstatt zu einem High-Tech-Unternehmen gewandelt. Weltweit gefragte kundenspezifische Mechatronik-Lösungen und die Entwicklung kompletter Antriebssysteme samt zugehöriger Leistungselektronik katapultierten Thien auf eine Top-Position unter den heimischen F+E-Firmen.
Kampf den Insellösungen
Um eine noch raschere und effizientere Kundenbetreuung zu gewährleisten, begann man vor rund zwei Jahren bei Thien, ein Konzept zur betriebsinternen Optimierung auszuarbeiten. "Fast Man"(ufacturing) wurde installiert. Es sollte helfen, die Lieferzeiten von drei auf ein bis zwei Wochen zu reduzieren, die interne und externe Kommunikation zu straffen und den Workflow weiter zu verbessern.
Sehr rasch erkannte die Geschäftsleitung jedoch, dass die bisherige Systemumgebung - ein UNIX-basierendes System mit einer Informix-Datenbank und ein Standard-Netzwerk mit Windows-NT-Fileserver, zahlreiche PCs und Terminals - den ständig steigenden Anforderungen nicht gewachsen sein würde.
Man entschloss sich daher, die gesamte IT-Umgebung zu erneuern und zukunftssicher zu machen.
Die Suche im IT-Heuhaufen
Mit der Planung, Umsetzung und Koordination dieses Vorhabens betraute man eine externe Beraterfirma. Eine Betriebswirtschafterin und IT-Spezialistin aus Deutschland erhielt dazu eine Fülle von Vorgaben, die das neue System erfüllen musste:
- schnelle Verfügbarkeit aller Daten und überdurchschnittliche Flexibilität
- komfortable, einfache, übersichtliche und bedienungssichere Benutzeroberfläche
- Konvertierung und Portierung des vorhandenen Datenmaterials
- keine Datenredundanzen
- Datenbank mit SQL-Abfragemöglichkeit
- Einbindung von Standard-PC-Anwendungen wie MS-Excel, MS-Word, etc.
- einfache Änderung von Funktionalitäten und Systemabläufen, wenn die Geschäftsgänge dies erfordern
- Steuern und Optimieren der Geschäftsprozesse durch intelligentes Workflow-Management
- nahtlose Integration von Internet-basierenden B2B-Prozessen - insbesonders hohe CRM-Funktionalität - in die betriebliche Datenverarbeitung
- Anpassungen des Systems sollen von einer EDV-Fachkraft eigenständig bewältigbar sein
- Zukünftige Entwicklungen (vor allem im Internet und in der Vernetzung dezentraler Geschäftsstellen) müssen problemlos integrierbar sein.
Man ging bei der Suche nach einem für die spezifischen Bedürfnisse und hohen Anforderungen der Thien GesmbH. geeigneten IT-System den klassischen Weg.
"Wir legten einen budgetären Kostenrahmen fest, fassten die Anforderungen zusammen, spezifizierten sie und erstellten so die Ausschreibung. Nachdem verschiedene Firmen angeboten hatten, gingen wir an die Konkurrenzanalyse."
Schließlich fiel die Entscheidung. Zugunsten des Internet-basierenden Systems P2plus der Firma AP.
AP hat das System, das vollständig im Browser arbeitet, eigens für die komplexen Anforderungen in Handel, Gewerbe und Industrie entwickelt.
"Für P2plus haben wir uns entschieden, weil das System gleich von Anfang an wie maßgeschneidert für die Bedürfnisse von Thien E-Motoren schien. Es ist außerdem eine überaus schlanke Lösung. Wir wollten zwar alle Funktionalitäten - und die sind äußerst zahlreich in einem Entwicklungs- und Produktionsbetrieb - aber wir wollten auch keinen gigantischen "Moloch", der eine umfangreiche Administration nötig macht," fasst die IT-Spezialistin die Beweggründe zusammen, die den Ausschlag gaben.
Erwartungen mehr als erfüllt
P2plus wurde in die neue Rechnerlandschaft integriert. 5 Windows-2000-Server wurden konfiguriert und mit einer MS-Komplett-Lösung bestückt, um die Systemstabilität zu gewährleisten. Während der Implementierungsphase gab es keinerlei Probleme. Das erste und entscheidende Team bei Thien, das P2plus testete, war die Logistik-Abteilung. "Nach drei Monaten Versuchsphase gab es keine Schwierigkeiten bei der Handhabung oder Integration. Bestehende Daten konnten mit den neuen Anwendungen vernetzt werden, und die Vorteile von P2plus wurden von den Usern gleich erkannt und genützt," wird bestätigt.
Alles im Plan
Die verantwortliche Betriebsberaterin bescheinigt P2plus, dass es alle geforderten Bedingungen erfüllt. Das Reengineering liegt voll im Zeit- und Organisationsplan. Wenn die letzten damit verbundenen Arbeiten endgültig abgeschlossen sind, werden alle kundenrelevanten Daten jederzeit abrufbar sein, B2B-Vorgänge werden beschleunigt. Angebotsaufforderungen, Angebote, Aufträge, Rechnungen, Lieferscheine und Bestellungen sind dann umgehend online verfügbar und zur Weiterbearbeitung bereit. Die Dokumentenverwaltung wird erheblich vereinfacht.
Schritt für Schritt näher zum Erfolg
Begonnen hat man bei Thien mit der Einführung von WAWI (Warenwirtschaft), Vertrieb, Einkauf, BDE und PCB. VIS und OLAP sollen demnächst installiert werden. Internetshop und Intranet werden folgen. Hier bewährt sich der modulare Aufbau, denn bei P2plus können die einzelnen Module auch unabhängig voneinander arbeiten und sind - durch ihre zukunftssicheren Technologien - mit allen Microsoft-Anwendungen kompatibel.
In weiterer Folge sollen auch Kunden der Thien GesmbH. in das P2plus-Netzwerk eingebunden werden. Bei Daimler-Chrysler etwa erwartet man, dass man auf unternehmensspezifische Daten jederzeit unkompliziert zugreifen kann. P2plus ermöglicht dies auf ganz einfache Weise durch die Nutzung von Internet-Technologien wie HTML, DHTML, XML, Java, SOAP, Com+ und ASP.
Da es bei den bisherigen Arbeiten mit P2plus keine unerwarteten Hindernisse oder Verzögerungen gab, schätzt man bei Thien, dass bis Anfang 2002 die vollständige Systemumstellung samt Reengineering abgeschlossen ist und P2plus dann sein Können auf allen Funktionsebenen beweisen kann. Die Thien-Erfolgsstory kann dann quasi mit Internet-Geschwindigkeit fortgesetzt werden...
AP Österreich
Die AP Automation+Productivity GmbH. mit Sitz in St.Florian ist eine Tochter der AP-AG in Karlsruhe. 350 AP-Mitarbeiter betreuen mittlerweile mehr als 1000 Kunden in ganz Europa.
Die von AP entwickelte Internet-basierende ERP-Lösung P2plus wurde bereits mit dem Microsoft Server Gold Logo ausgezeichnet. Sie überzeugt durch schlanke Strukturen, modulare Erweiterbarkeit, einfache Anwendung und langfristige Zukunftssicherheit.
AP Automation+Productivity
GmbH
Pummerinplatz 1, A-4490 St. Florian/Linz
Tel. +43/7224-2005130
E-Mail: info@ap-gmbh.at, http://www-ap-gmbh.at




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Alexander Hackl ist freier Journalist in Wien. Er ist Absolvent des Master- Programms „Qualitätsjournalismus“ an der Donau-Universität Krems und spezialisiert auf Technologiethemen. Seit drei Jahren ist er als Autor für den MONITOR und das Wirtschaftsmagazin FORMAT tätig. Das Hauptaugenmerk in seiner Arbeit liegt auf Informations- technologie im Kontext gesellschaftlich-wirtschaftlicher Zusammenhänge. 