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Internet-Journalismus

Der rasende computer-assisted Reporter

Der Computer hat das Image des "Investigativen Journalisten" für immer verändert. Der Prototyp des investigativen Journalisten drehte sich in den alten Tagen um einen Typen (es war immer ein Mann), der schmierige Unterweltcharaktere aufsucht und furchtlos in Welten eintaucht, die gesetztere Reporter aus Sicherheitsgründen meiden - all das, um einen zündenden Knüller auf der Titelseite Ihrer Lieblingszeitung zu landen.

Evan Mahaney - Aus dem Amerikanischen von Reinhard Gantar

Heutzutage ist so ein investigativer Reporter im Prinzip ein Computerschlumpf. Und es gibt ebensoviele Frauen wie Männer, die diesen Job ausüben. Tatsächlich hat sich sogar der Name ziemlich geändert. In den Newsrooms der Welt sagt man zu diesen Schreibtischtätern inzwischen fast so oft "CAR reporter" wie "investigativer Journalist".

CAR steht für Computer-Assisted Reporting. CAR hat die Art und Weise verändert, wie Nachrichtenleute arbeiten, wie sie denken, wo sie ihre Information herbekommen, und, nicht das unwesentlichste, wieviel Zeit Reporter für eine Story aufwenden müssen. Im Grunde genommen hat CAR im Nachrichtengeschäft alles verändert. Auch hat sich die Basis für Enthüllungsgeschichten verbreitert. Heute können Radiostationen, Fernsehstationen, kleine Magazine und sogar kleine Zeitungen mit den selben Chancen für das erste Bringen eines Knüllers rechnen wie große Blätter und Nachrichtenmagazine.

Der Output an wirklich guten Stories, also detailliert recherchierten Reports mit stichhaltigen Fakten, ist exponentiell gewachsen. Daneben gab es bedeutende Veränderungen in der Art, wie diese Geschichten der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Ein ausgezeichnetes Beispiel dafür ist eine Story, die das Atlanta Journal letztes Jahr in Georgia in den USA herausbrachte. Sie handelte von Sporttrainern in Mittelschulen, wie sie bezahlt werden (und wieviel) und vom Mangel an Gleichberechtigung von Frauen in Sportprogrammen. Eins führte zum anderen, bis die Zeitung drei große Geschichten veröffentlicht hatte, die auf diesem ersten Report basierten.

Zwei Reporter, Mike Fish und David A. Milliron, entschlossen sich dem Geld nachzugehen, das von der Regierung an High School Football-Trainer gezahlt wird. High School Football ist in den USA mehr als bloß ein Sport; praktisch jede Kleinstadt hat eine regelrechte Obsession damit. Freitagabende werden von vielen Jugendlichen zwischen 16 und 18 damit verbracht, Schulter- und Knieschützer zu tragen und einander zu Boden zu werfen, um ein "Tochdown" zu erzielen. Für viele ist es eine Art Staatsreligion, besonders in kleineren Ortschaften.

Was Milliron und Fish beim Sichten des Materials diverser Datenbanken herausfanden, war, dass eine Reihe von High School-Trainern mehr bezahlt bekamen als der Vizegouverneur von Georgia. Und sie kassierten das doppelte, manchmal sogar das dreifache dessen, was ihre Lehrerkollegen im Klassenzimmer lukrierten.

Der Hauptgrund dafür, dass so eine Geschichte überhaupt geschrieben werden konnte, dreht sich um zwei Punkte. Das Wissen der Reporter, wie man die erforderlichen Daten aus öffentlich zugänglichen Datenbanken extrahiert, und den Umstand, dass diese Datenbanken eben öffentlich zugänglich sind. Diese Öffentlichkeit ist wahrscheinlich der wichtigere dieser beiden Punkte. Ohne ungehinderten Zugang keine aufdeckende Story.

Milliron und Fish schrieben über ihren Artikel: "Dies wäre ohne den Freedom of Information Act nicht möglich gewesen." In den USA wird dieser Erlass oft als FOIA abgekürzt. Obwohl die FOIA-Gesetze von Bundesstaat zu Bundesstaat variieren (und noch mehr zwischen anderen Ländern variieren), geht die Idee "öffentlicher Daten" gerade um die ganze Welt. Die Öffentlichkeit fordert und gewinnt in den meisten Fällen Gesetze, die Aufzeichnungen und Statistiken der Regierung für alle zugänglich machen. Ausnahmen gibt es nur für sehr intime Daten, wie etwa landesweit verwendete Identifizierungsnummern. Offene Datenbanken sind der erste und wichtigste Schritt auf dem Weg zu einer CAR-Story.

Der nächste Schritt ist die Möglichkeit, die Daten auch systematisch zu verwerten - durch "Data Mining". Reporter auf der ganzen Welt müssen neue Tricks lernen. Journalismus, wie er an den Universitäten gelehrt wird, ist heute wesentlich anstrengender und komplizierter als noch vor 10 Jahren. Heute lernen Nachrichtenleute wie man Datenbankprogramme, das Internet und Tabellenkalkulationen verwendet. Das Internet ist natürlich das meistverwendete Werkzeug im Newsroom. Ganze Bibliotheken wurden schon darüber geschrieben, wie man das Internet zum Finden von Daten nutzt.

Diese Bücher, die sich speziell an Reporter richten, die sich am Internet schlau machen wollen, gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Eine allgemeine Suche bei einem beliebigen Online-Buchhändler wird sehr viele verschiedene ins Netz gehen lassen. Ich selbst hielt intensive, sechsstündige Seminare für Reporter und Redakteure in North Carolina. Das Buch, das ich als Grundlage verwende, ist günstig, hochwertig, heißt Computer-Assisted Research: A Guide to Tapping Online Information for Journalists und wurde von Nora Paul geschrieben.

Auf die Beliebtheit des Internet als Quelle für Nachrichten wurde vor kurzem auch durch die Erhebung hingewiesen, die den Titel trägt Seventh Annual Middleberg/Ross Survey of Media in the Wired World. Diese Studie wurde von Don Middleberg durchgeführt, Vorsitzender und CEO der Kommunikationsfirma Middleberg Euro RSCG. Maßgeblich beteiligt war Steve Ross, außerordentlicher Professor an der Columbia University School of Journalism. Über das Internet sagten die beiden: "Journalisten verwenden das Internet heute so selbstverständlich wie das Telephon, was die Summe an Möglichkeiten noch vergrößert, wie Information die Presse erreichen kann." Sehen Sie sich das Pressematerial an: http://www.middleberg.com.

Mehr als alles andere verwendeten die beiden Reporter aus Atlanta für ihre Stories eine Datenbankapplikation. Die drei unter Journalisten populärsten Datenbankprogramme sind Microsoft Access und/oder Visual FoxPro und Corels Quattro Pro. Sie alle bieten die Möglichkeit, die meisten Datenbankformate zu importieren. Dieser Import von Information macht den Journalisten die meisten Probleme. Die Behörden verwenden eine große Menagerie an Datenbankprogrammen, einige von ihnen verwenden noch immer uralte DB1 ASCII-Programme. Einige verwenden Programme, von denen noch niemand etwas gehört hat. Der Trick ist, einen Weg zu finden, auf dem man in Text und von dort weiter nach Access formatieren kann, um die Daten im verwendeten Datenbankprogramm weiterverarbeiten zu können.

Der Erwerb dieser Kenntnisse ist dabei das größte Hindernis, mit dem man im Newsroom und unter Redakteuren in Zukunft zu kämpfen hat. Es war früher so, dass man am Schalter einfach nach dem offiziellen Budgetbericht seiner Stadt fragte und ein kleines Buch mit einigen Seiten ausgehändigt bekam, das das Budget erklärte und in Diagrammen darstellte. Diese Zeiten sind vorbei. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie einem in diesen modernen Zeiten am Schalter eine CD-ROM aushändigen.

Nach Aussage von mehreren Dozenten der University of Missouri School of Journalism - die als die beste Schule für Journalismus in Amerika geführt wird - haben die Behörden die Verantwortung für profundes Wissen und die Interpretation der Daten der Regierung von der Regierung auf jeden abgewälzt, der sie übernehmen will. In anderen Worten: Mit dem Aushändigen der CD-ROM an den Reporter enden die Pflichten der Behörde. Pech für ihn, wenn er nicht weiß, wie er die benötigte Information extrahieren soll. Daher ist die kenntnisreiche Handhabung von Datenbankprogrammen von höchster Wichtigkeit - Bildungslücken auf diesem Gebiet sind ein entscheidender Nachteil im Wettbewerb um die Story. In so einem Rennen um die Schlagzeile zu verlieren, ist wohl die peinlichste Aussicht für Leute im Nachrichtengeschäft, daher bemüht man sich nach Kräften, Datenbankprogramme zu beherrschen und SQL-Abfragen formulieren zu lernen, um mit einer Datenbank zu kommunizieren.

Ende April hielt ein großes Konsortium für Investigativen Journalismus eine riesige, vier Tage dauernde Konferenz in Kopenhagen ab. Es gab Seminare für Computer-Assisted Reporting, Document Management, Sammeln von Hintergrundmaterial über Personen, Projektmanagement und sogar über die eine oder andere altmodische Grundlage, wie etwa das Führen von Interviews. Das Meeting wurde von folgenden Institutionen organisiert:

  • FUJ - Die dänische Organisation für Investigativen Journalismus
  • FCJ - Die dänische Organisation für Computer-Assisted Reporting
  • DJE - Das dänische Mid-Career Institute for Journalism
  • DJH - Die dänische Schule für Journalismus
  • IRE - Investigative Reporters and Editors, USA
  • EJC - European Journalism Centre
  • Gräv - Grävände Journalister, Sweden
  • S.K.U.P - The Association for a Critical and Investigative Press, Norwegen
  • IJA - Investigative Journalists, Bulgarien

Mehr Informationen über CAR und investigativen Journalismus finden Sie auf der Website der Investigative Reporters and Editors, unter http://www.ire.org . die Organisation ist unabhängig und ein enger Partner der University of Missouri School of Journalism.

Das am meisten verwendete Werkzeug nach dem Internet ist das immer zuverlässige Spreadsheet. Obwohl man keine komplexen Abfragen wie bei Datenbank absetzen kann, gibt es doch eine Vielfalt an Möglichkeiten zur Extraktion von Information, die man nach einem Import der Daten aus einer Datenbank nutzen kann. Alleine die Leistungsmerkmale für das Sortieren geben einem Reporter eine Menge Aufschluss in kürzester Zeit.

Eines der Probleme bei CAR im Newsroom ist das Anlernen neuer Leute. Im Newsroom ist es ganz ähnlich wie in allen übrigen Berufen: Die Personalfluktuation bei jüngeren Mitarbeitern ist zu hoch. Trotz all der guten Vorkenntnisse, die junge Leute heute mit Computern haben, ist der Gebrauch von Datenbankprogrammen oder Tabellenkalkulationen im College keine Vorrangigkeit.

Redakteure und Verlage verlassen sich daher auf Learning by Doing und die Unterstützung erfahrenere Kollegen. Dieser Art der Kenntnisvermittlung wird durch die vielen Organisationen nachgeholfen, die auf Investigativen Journalismus spezialisiert sind. In den USA beispielsweise ist das beste deartige Institut die IRE. Investigative Reporters and Editors, Inc. Es sponsert jedes Jahr mehrere "Boot Camp"-Seminare in Columbia, Missouri. Sie halten auch Seminare ab, die von Stadt zu Stadt tingeln und intensive, eintägige Workshops abhalten. IRE bietet auch umfassende Unterstützung auf ihrer Website.

Der Evolutionsdruck in Richtung Beschäftigung CAR-erfahrener Reporter auf die Redaktionen ist so groß, dass in den USA mehrere Universitäten und Bildungsinstitute sich dieser neuen Disziplin angenommen haben. Nora Paul beispielsweise, deren Buch über den richtigen Gebrauch des Internet ich verwende, erhörte vor kurzem das Institute for New Media Studies der University of Minnesotas School of Journalism und nahm die Position des Direktors der Fakultät an. Diese neue Abteilung lehrt unter anderem das Recherchieren mit CAR. Bisher war Nora Paul beim Poyntner Institute, eine Stiftung in Florida mit Schwerpunkt Journalismus, die ebenfalls Seminare und Workshops für Reporter abhält - http://www.poyntner.org . Die meisten amerikanischen Universitäten bieten heute CAR-Ausbildungen an.

Einige der unabhängigen Weiterbildungsinstitute, die vom Internet aus erreicht werden können:

Die gemeinnützige Heritage Foundation hilft Journalisten beim "computergestützten Recherchieren und Berichten über wichtige politische Belange." Von dort weg gibt es eine Reihe von Links zu den Top-Sites Europas, die viele potentielle Stories und News anbieten. Richten Sie Ihren Browser auf: http://www.heritage.org/media_center/carr.html

Das Freedom Forum, ebenfalls eine gemeinnützige Site, bietet Training für Journalisten direkt über das Internet an. Man klickt auf die verschiedenen Interessensgebiete wie "Newsroom Training", "Technology" oder "Managing Ressources". Die einzelnen Lektionen stammen von Top-CAR-Reportern und -Lehrern, die ihre Zeit und Erfahrung unentgeltlich zur Verfügung gestellt haben. Das Link dazu lautet: http://www.notrain-nogain.org

Die folgende Site hat über 100 Links zu allem, was man zu CAR und CARR nur wissen kann. (CARR steht für "Computer-Assisted Research and Reporting" und ist mit CAR synonym). Die Site wird von Dean Tudor, emerierter Professor des Ryerson Instituts für Computer-Assisted Reporting von Toronto unterhalten. Gehen Sie nach http://www.ryerson.ca/journal/mega11.htm

Zeitungen, Radio und Fernsehstationen haben ein Problem gemeinsam, das jedem im Nachrichtengeschäft den Nerv zieht: Mangel an Sendezeit oder Mangel an Spaltenplatz, um sich einem Thema ausführlich zu widmen. Und hier zeigt das Internet für jeden im Nachrichtengeschäft seine größte Stärke.

Ein Beispiel für die kunstgerechte Nutzung des Internet wurde im April von der Seattle Times vorgeführt. Es ging um eine Story, die Seattle in helle Aufregung versetzte - kein geringerer als das Fred Hutchinson Forschungszentrum für Krebs stand im Mittelpunkt. Am ersten Tag der neuen Serie konnte man in der Seattle Times lesen: "Einige Patienten starben in zwei fehlgeschlagenen klinischen Tests, bei dem es für das Hutch und seinen Ärzten um viel Geld ging. Die Patienten und ihre Familien wurden über den finanziellen Filz nie informiert, auch nicht über die Risken des Experiments."

Die Story war das Resultat einer intensiven Recherche in Datenbanken, intensiven Recherchen mittels gutem altem Schuhleder, langen Interviews und jeder Menge e-Mail. Die Redakteure erzählen: "Wir untersuchten 10,000 Seiten in Bundes-, Landes- und medizinischen Dokumenten. Wir interviewten Dutzende von Leuten, darunter Experten für Medizin, Patienten und ihre Familien. So weit wir nicht auf Widerstand stießen, interviewten wir auch Sprecher des Hutchinson-Instituts."

Das Problem mit der Präsentation der Story im Druck waren die vielen Ordner mit belastendem Material, das natürlich den Rahmen einer Zeitung sprengte. An dieser Stelle kam das Internet ins Spiel, und die ganze Geschichte erschien komplett am Internet: http://seattletimes.nwsource.com/uninformed_consent/ Für die belastenden Ordner verwendeten sie winzige Piktogramme mit "PDF", die innerhalb der Geschichte vorkamen und wie Fussnoten auf das ergänzende Material verwiesen. Wenn man auf so ein Symbol klickt, öffnet es ein Adobe Portable Document File und präsentierte das eigentliche Originaldokument und belegte, was da in der Geschichte behauptet wurde.

Nichts wurde dem Zufall oder willkürlicher Deutung überlassen. Alles war dokumentiert. Es war also eine perfekte CAR-Story und wurde sowohl im Druck als auch am Web als Serie präsentiert, in der jede Behauptung und jedes Zitat belegt und beweisbar waren.

In Unterhaltungen zwischen Reportern und Journalisten taucht häufig die Frage auf, ob die USA mehr Wert auf CAR legen als andere Gebiete der Welt, speziell mehr als Europa. Die einfache und ehrliche Antwort lautet Ja. Zunächst einmal ist schon die schiere Dichte an Zeitungen, Fernsehstationen und Websites in den US praktisch unvorstellbar. Es gibt 50 Staaten, jeder davon hat mindestens drei oder vier, in manchen Fällen sogar 20 bis 30 lokale Zeitungen. Schon aus diesem Grund bringt die USA mehr Redakteure, Reporter, Publizisten und Journalisten hervor als jedes andere Land der Erde. Der zweite Grund ist, dass der Druck auf die Regierung staatlich kontrollierte Information völlig offenzulegen in den USA seit 220 Jahren ausgeübt wird. Freedom of Information ist ein altes, gut eingebürgertes Grundrecht, das immer noch zu Spannungen zwischen den Quellen und den Journalisten führt - oft werden sie in spektakulärer Weise vor Gericht ausgetragen. Das System ist dem anderer Länder aber weit überlegen.

Nichtsdestoweniger versteht das Nachrichtengeschäft rund um den Planeten aber sehr gut, dass das Internet und der Computer sehr viel Wert stiftet, wenn es darum geht, eine "Story zu kriegen". Was amerikanische Reporter im Augenblick bemerken, ist die Zunahme an europäischen Teilnehmern an CAR-Diskussionen in spezialisierten Mailinglisten, wie etwa CARR-L ( http://www.jmk.su.se/dig/guide/listservs/carr-l.html , GOV-L ( http://www.reporters.net/gov-l/ ), NICAR-L ( http://www.ire.org/membership/subscribe/nicar-l.html ) und einigen anderen Gruppen von Reportern, die sich selbst als CAR-Reporter bezeichnen. (Wichtig: Wenn Sie einer Mailingliste beitreten, stellen Sie sicher, dass Sie die erste Nachricht aufheben. Sie erklärt, wie man die Liste wieder abbestellt und erspart einem peinliche Rückfragen, wenn man weiß wie man sich graziös wieder verabschiedet.) Und Sites wie http://www.demon.co.uk/eurojournalism/general.html beginnen gerade erst abzuheben. Diese Site wird von Tovin Hayter (England) unterhalten, Editor von Revolution Magazine. Sein Kommentar dazu: "Die Leute beschwerten sich, dass die meisten journalistischen Ressourcen am Internet die USA und Nordamerika zum Schwerpunkt hatten, so entschloss ich mich zur Einrichtung einer Ressource, die für Journalisten mit Arbeitsplatz Europa nützlicher ist." Eine weitere Hayter-Site finden Sie unter http://radawana.cg.tuwien.ac.at/~jwf/euroi.html .

Das News-Business ist ein langwieriges, und, so merkwürdig das klingen mag, wimmelt von Technikmuffeln - Leuten, die am glücklichsten sind, wenn sie ihre Stories in alte mechanische Schreibmaschinen hämmern können und die hoffen, dass Computer wieder vom Erdboden verschwinden werden. Das wird natürlich nicht geschehen. Langsam aber sicher werden alle neuen Reporter auf den Zug des Computer-Assisted Reporting aufspringen und die Methoden weiter verfeinern. Die Regierungen lernen Tag für Tag, dass sie ihre Information der Öffentlichkeit zugänglich machen müssen.

Es mag noch 10 Jahre dauern bis die Nachrichtenstudios der ganzen Welt der Welt des CAR erschlossen sind, aber dann wird bereits eine weitere Revolution im Nachrichtengeschäft im Gange sein. Der Gewinner - jetzt und in Zukunft - ist der Leser, Hörer oder Zuseher. Und das Internet. Vergessen Sie nicht die Bedeutung des Internet sowohl bei der Aneignung als auch bei der Verbreitung von Information!

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MONITOR-Autoren
Lothar Lochmaier

Lothar Lochmaier studierte nach einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann Sozial-und Wirtschaftsgeschichte sowie Politikwissenschaft in München, Madrid und Berlin. Heute arbeitet er als freiberuflicher Fach- und Wirtschaftsjournalist für diverse Print- und Online-Medien. Seine Schwerpunkte sind die Bereiche Informationstechnologie, Energiefragen und Managementthemen. ..mehr..

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