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Sun-Schulungsproject bei Nokia Austria

Highway to Java

Das Sun-Schulungs-Projekt bei Nokia Austria lief unter dem Motto "Nokia goes Java" und dauerte fast ein Jahr. Ziel des Projektes war es, die Mitarbeiter der Nokia-Entwicklungsabteilung in intensiven Schulungen auf die neuesten Entwicklungen sowie auf anstehende Projekte rund um Java, Solaris und I-Planet maßgeschneidert vorzubereiten.

Harald Hornacek

"Nokia" - diese fünf Buchstaben sind in den letzten Jahren zum "Stammcode der Mobiltelefonie" mutiert. Das finnische Unternehmen zählt heute zu den bedeutendsten Lieferanten von GSM-1800-Systemen, ist weltweit der größte Hersteller von Handys, und verkauft in mehr als 120 Ländern überaus erfolgreich Netzwerktechnologien.

Alle Aktivitäten im Bereich der Entwicklung von UMTS-Diensten und -Anwendungen werden bei Nokia in einer neuen Division für mobile Internet Applikationen koordiniert, der MIA (Mobile Internet Applications). In einem eigens zu diesem Zweck errichteten "Mobile Internet Center" in Eisenstadt stellt Nokia Anwendungsentwicklern künftig alle benötigten Produkte und Technologien zur Verfügung, um Mobilfunk-Dienste der 2. und 3. Generation im Markt anbieten zu können. Im Mobile Internet Center werden innovative Lösungen für Netzwerke entwickelt, um High Speed Breitbandübertragungen für den Transfer großer Datenmengen zu ermöglichen.

Projektinhalt "Nokia goes Java", Schulungsprojekt Nokia Networks Österreich:

  • I-Planet: Einführung in die Server-Infrastruktur für eCommerce-Anwendungen
  • Java
  • Java-Developer: Trainingsvorbereitung, Coaching Objektorientierung, Java Programmierung
  • Java-Distributed Applications Developer: Trainingsvorbereitung und Unterlagen, Entwicklung von Java-Servlets (Wshop), Entwicklung von Cobra-Application (Wshop)

Sun Education Consulting Services übernahm das komplette Projektmanagement. Wesentlicher Vorteil für Nokia Networks: Gebündeltes Trainingsangebot von Solaris/I-Planet/Java aus einer Hand, damit auch ein zentraler Ansprechpartner Projektkoordination.

Von diesen Serviceleistungen profitieren Unternehmen wie Privatkunden gleichermaßen, denn dazu zählen Sprachdienste ebenso wie Videokonferenzen und Multimedia-Anwendungen - und künftig auch das Nützen der weitreichenden neuen Möglichkeiten von UTMS. Für den Geschäftsreisenden sind die Nokia-Lösungen also die Basis dafür, stets auf dem letzten Stand zu sein, mobil binnen Sekunden alle für ihn wesentlichen Infos abrufen und damit auch entscheidende Wettbewerbsvorteile umsetzen zu können. Möglich wird das freilich nur durch eine ausgeklügelte Hintergrundarchitektur. Genau dafür ist Nokia Networks zuständig.

Perfektes Netzwerk-Management

Die Nokia-Division in Österreich - mit den Standorten Wien und Eisenstadt/Burgenland - bietet kundenindividuelle Full-Service-Lösungen für Netzwerke, von der Konzepterstellung über die Implementierung bis hin zum Online-Betrieb. Doch ohne das Know-how von Sun wären diese Leistungen nicht denkbar, denn die Basis für das Nokia-Service ist der Einsatz der Java-Technologie.

Diese Anforderung - optimaler Know-how Transfer für die Mitarbeiter von Nokia - wurde an die Sun Schulungsabteilung herangetragen und mit Hilfe eines ausgefeilten Ausbildungskonzeptes umgesetzt: Von April 2000 bis Februar 2001 wurde die Mitarbeiter der Nokia-Entwicklungsabteilung von Sun Educational Services im Rahmen eines Ausbildungsprojektes unter dem Motto "Nokia goes Java" in den neuesten Internet-Technologien ausgebildet. Roland Holzbauer, bei Nokia Networks zuständig für Support & Maintenance: "Wir hatten zu Jahresanfang 2000 zu wenig qualifiziertes IT-Personal und brauchten dringend Mitarbeiter mit speziellem Know-how." Vor allem in den Bereichen Programmierung und Softwareentwicklung mit Schwerpunkt Systemintegration suchte man nach weiteren Experten. Irgendwie auch kein Wunder, denn die Nokia-Anforderungen sind von höchster Komplexität: Von reinen Netzwerk-Produkten abgesehen, geht es beispielsweise auch um die Umsetzung von Billing-Lösungen.

Die Suche nach dem geeigneten Schulungspartner war schnell beendet, Sun Educational Services (SES) ging als eindeutiger Sieger hervor. Und zwar, weil "Sun das durchgängigste Ausbildungskonzept anzubieten hatte" (Holzbauer). Vor allem die Schulungsprogramme für i-planet und Java waren es letzten Endes, die den Ausschlag für SES gaben.

Lauter Meisterschüler

Die beteiligten Unternehmen

Nokia ist weltweiter Marktführer in der mobilen Kommunikation und einer der führende Anbieter von Mobiltelefonen sowie mobilen, festen und IP-Netzwerken. Nokia ist an den sechs wichtigsten Börsen notiert und gehört somit weltweit zu den Unternehmen mit dem größten Aktienstreubesitz. http://www.nokia.at

Sun Educational Services: Der Bereich Educational Services von Sun trainiert weltweit mehr als 150.000 Teilnehmer in 200 Schulungszentren in über 50 Ländern. In den deutschen Standorten Berlin, Frankfurt, Hamburg, Hannover, München, Ratingen, Stuttgart und Wien schulen mehr als 150 Trainer durchschnittlich über 10.000 Teilnehmer pro Jahr. Das Sun Educational Services Seminarangebot gliedert sich in die Bereiche Standard Trainings (z.B. Java/Jini Technologie, Solaris System-Administration), individuelle Firmentrainings, Technology Based Trainings (z.B. Online Trainings) sowie Education Consulting Services für die gesamte Generalunternehmerschaft von IT- Ausbildungsprojekten.

Sinn und Zweck des Schulungsprogramms war es, neue qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und erfahrene IT-Mitarbeiter auf die neuesten Technologien einzuschwören. Im Mittelpunkt standen nicht nur die neuesten Entwicklungen rund um Java, sondern auch ein klarer Fokus auf E-Commerce Lösungen. Vermittelt wurden somit die erweiterten Grundlagen von Java, objektorientierte Programmierung als Vorfeldlösung von Java - bis hin zu Interfaces und Datenbankanbindungen. Im Schnitt nahmen jeweils 6-7 Teilnehmer an den hochintensiven, exakt auf die Bedürfnisse von Nokia maßgeschneiderten Seminaren teil. Unterrichtet wurde in eigens dafür bereitgestellten Schulungsräumen. Die Kursteilnehmer bewegten sich so auch in "ihrer" vertrauten Arbeitsumgebung.

Beim Nokia-Projekt gelangten die Teilnehmer zu folgenden Ausbildungsstufen:

  • Solution Architect (Consultant)
  • Technical Architect (Analyse, Design, Implementierung)

sowie

  • Software Engineerer (Entwicklung, Codierung).

Jeweils nach einer Kurseinheit, dessen Dauer in Abhängigkeit von dem Know-how der Teilnehmer stand, gab es ein Monat Praxisumsetzung des Gelernten; in dieser Phase konnten die neuesten Erkenntnisse umgesetzt und intensiv geübt werden. Nach Durchlaufen der diversen Ausbildungsmaßnahmen konnten die Teilnehmer die oben genannten Stellenbeschreibungen einnehmen und am Arbeitsplatz verantwortungsvoll umsetzen. Gleichzeitig bieten die Ausbildungsmaßnahmen in Verbindung mit der Praxiserfahrung die Voraussetzung für den nächsten Schritt auf der Karriereleiter.

Das Projekt mit Sun Educational Services betrachtet Nokia-Manager Holzbauer durchaus auch als Mitarbeiterbindungsprogramm: "Wir sehen darin schon ein gewisses Retention-Prinzip - und Nokia ist auch bekannt dafür, gemäß dem Prinzip "continous learning" einen Fokus auf die Weiterbildung seiner Mitarbeiter zu legen."

Die rasante Weiterentwicklung der Nokia-Angebote wird es wohl auch notwendig machen, diesen Weg fortzuschreiten. "Die Produkte werden natürlich die Schulungen beeinflussen", ist Wolfgang Zethner, Testbed Manager bei Nokia Networks, überzeugt. Denn für den nächsten "Mega-Step" steht man bereits höchst angespannt in den Startblöcken: "Wir arbeiten natürlich bereits an der Lösung von UMTS-Problemstellungen", so Zethner. "Dazu müssen wir nicht nur die richtigen Antworten finden, sondern auch extrem flexibel sein."

Ein Weg zu maximaler Flexibilität ist sicherlich E-Learning. Roland Holzbauer kann dieser Thematik auch einiges abgewinnen, schränkt jedoch ein: "E-Learning macht Sinn, wenn jemand schon lange programmiert und auf neue Technologie umgeschult wird." Der Bedarf sei aber sicherlich gegeben und werde sich künftig noch verstärken.

Zukunftsweisendes Projekt

Projektleiterin Saja Schubert, Account Manager Education und Bernhard Mayer, Principal Consultant bei Sun, sind sich einig: "Die Kooperation mit Nokia ist nicht nur aufregend, sondern auch lehrreich. Im Nokia Projekt ist besonders die positive Zusammenarbeit hervorzuheben. Die reibungslose Abstimmung sowohl in der Projektkonzeptionsphase wie auch beim Umsetzen einzelner Schulungsmodule wurde von beiden Seiten gelebt und war für den Projekterfolg entscheidend. Die nächsten Projekte im Bereich E-Learning sowie Ausbildung der Mitarbeiter zu konzeptionellen Themen wie beispielsweise Überblicksseminare im IT-Serverbereich stehen an und wir freuen uns darauf, aufbauend auf dem "Nokia goes Java"-Projekt diese hervorragende Zusammenarbeit weiter auszubauen."

http://www.sun.at

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MONITOR-Autoren
Dipl.-Hdl. Ing. Ernst Tiemeyer

bekannt durch zahlreiche Veröffentlichungen, war nach dem Studium der Wirtschafts- wissenschaften, Organisation und Informatik zunächst mehrere Jahre als Gruppen- und Projektleiter an einem Institut für angewandte Informatik beschäftigt. Heute ist er in vielfältiger Form als freiberuflicher Management- und Organisationsberater sowie in der Weiterbildung tätig. Schwerpunktmäßig geht es dabei um die Einführung, Entwicklung und Beratung für den praxisgerechten Computereinsatz. ..mehr..

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