Obwohl die meisten modernen Notebooks die Möglichkeit vorsehen, das Bild nicht nur auf TFT auszugeben, sondern auch einen externen Monitor oder Projektor bedienen können, möchte man auch hin und wieder "mehr Bildschirm" zur Verfügung zu haben. Mit Appian Traveler können auf dem Notebook-Display und auf dem externen Bildsschirm unterschiedliche Applikationen angezeigt werden.
Beim Traveler von Appian handelt es sich um eine ganz normale PCMCIA-Karte, die in allen Notebooks unter Windows 98 oder 2000 zum Einsatz kommen kann. Mit Hilfe der Lynx 3D Grafik unterstützt der Traveler sowohl analoge als auch digitale Ausgabe. Durch das 32-Bit Card-Bus-Interface, einen 200 MHz RAM-DAC, 4 MB eingebetteten, schnellen Speicher und beschleunigte 2D- und 3D-Funktionen liefert das kleine Teil eine ordentliche Leistung.
Dockingstation im Scheckkartenformat
Der Inhalt der gelieferten Schachtel passt in meine Jackentasche: Die PCMCIA-Karte und ein Anschlusskabel. Erst bei der Installation, als ich nach Treibern auf CD-ROM suche, fällt mir auf, dass sich im doppelten Boden ein dünnes Kuvert verbirgt. Dieses enthält dann auch die gesuchte CD, eine Registrierkarte und eine achtseitige Kurzinstallation. Das Handbuch selbst befindet sich - wie so oft unartig üblich - als PDF-Datei auf der CD.
Die Installation der Karte selbst verläuft dank Plug & Play schmerzfrei. Der Anschluss eines "normalen", also analogen VGA-Kabels benötigt einen Zwischenstecker, der sich aber ebenfalls im Lieferumfang befindet. Appian empfiehlt natürlich die direkte digitale Ansteuerung, wie sie die meisten Flachbildschirme und gute Projektoren heute bereits beherrschen.
Nach einem Neustart kann die zweite Bildschirmkarte angesprochen und wie üblich im Anzeigemodul der Systemsteuerung eingestellt werden. Natürlich können beide Bildschirmkarten völlig unabhängig voneinander arbeiten, also unterschiedliche Auflösungen, Farbtiefen und Bildwiederholfrequenzen zugewiesen erhalten. Der Appian Traveler bietet hier volle VGA- und SVGA-Kompatibilität. Auch die Position der beiden Bildschirme zueinander kann frei gewählt und der Startbildschirm vom primären zum sekundären verschoben werden.
HydraVision
Zusätzlich zur reinen Treibersoftware lässt sich - wie in der Kurzanleitung beschrieben - Hydravision 98 installieren. Mit Hilfe dieser Software kann der Anwender die Arbeit mit mehreren Bildschirmen ideal anpassen, was das Verhalten beim Maximieren betrifft oder verhindern, dass Dialogboxen zwischen den Schirmen auftauchen.
Leider kommt HydraVision die Fähigkeit der meisten modernen Notebooks in die Quere, zusätzlich zum LCD einen externen Monitor ansteuern zu können. Was im Klartext bedeutet, dass diese erweiterten Möglichkeiten bei der Appian Traveler für den Test nicht nutzbar waren, weil das von Appian bereits in Aussicht gestellte Software-Upgrade erst in der zweiten Maihälfte erhältlich sein wird.
Appian selbst ist ein amerikanischer Hersteller, der wie Microsoft in Redmond sitzt. Die Firma stellt ausschließlich Grafikkarten für Mehrschirm-Lösungen her. Anwender sind primär Banken und Broker, die jedes Fleckerl Platz benötigen, aber trotzdem möglichst viele Infos auf dem Bildschirm haben wollen.
Fazit
Die Traveler-Karte von Appian ist eine sehr interessante Lösung überall dort, wo mobile Anwender viel Bildschirm benötigen. Ideal ist sie zum Beispiel bei Präsentationen: Während am Projektor, der über die Traveler-Karte angeschlossen ist, die Präsentation läuft, können Sie auf dem Notebook beispielsweise in Word Notizen ablesen oder schreiben.
Omega Handelsges.m.b.H.
Tel: 01/615 49 00-12
http://www.omegacom.at
http://www.appiangraphics.com





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8/2011
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Dr. Manfred Wöhrl ist Geschäftsführer der R.I.C.S. EDV-GmbH (Research Institute for Computer Science, www.rics.at), spezialisiert auf Securitychecks und Security-Consulting. 