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Lösungen

Neuson Baumaschinen / Infoniqa

Stückzahlen in die Höhe geschossen

Bei der Neuson Baumaschinen GmbH in Linz wurden mit FRIDA die Weichen auf Wachstum gestellt. Der Hersteller von Baggern, Forstmaschinen und Allrad-Dumpern hat mit Hilfe des ERP-Systems von command, Ettlingen, in wenigen Jahren seine Stückzahlen annähernd um den Faktor sechs steigern können.

Richard Läpple

Mitte der 90er Jahre war bei Neuson noch eine PC-Lösung auf einem Novell-Server im Einsatz, ein Warenwirtschaftsprogramm mit angehängten Modulen. In einer starken Wachstumsphase befindlich, bereitete dieses System dem Baumaschinenhersteller mit der Zeit erhebliche Probleme.

"Wir hatten einen regelrechten Crashzustand", berichtet Johannes Mahringer, Einkaufsleiter bei Neuson und zuständig für die FRIDA-Einführung. "Daten haben gefehlt, Angaben über Lagerbestände waren nicht mehr verlässlich. Hinzu kamen regelmäßige Programmabstürze. Von diesem System mussten wir uns nach knapp vier Jahren ganz schnell wieder trennen."

Bei Neuson machte man sich die Entscheidung bei der Suche nach einem neuen System nicht leicht, alle Möglichkeiten wurden abgewogen, Präsentationen wurden angeschaut und Funktionsweisen unter die Lupe genommen. Dabei konnte man frühere AS/400-Erfahrungen einbeziehen. In Zeiten vor der PC-Lösung tat nämlich schon einmal der bekannte Mittelstandsserver von IBM seinen Dienst in Linz. Nur war die Software auch damals nicht mehr für die Prozesse der Baggerhersteller geeignet; folglich stieg man auf eine Novell-Lösung um.

Nichtsdestotrotz, bei der jüngsten Entscheidung für ein neues Komplettsystem, im Jahre 1995, hieß es zurück zur AS/400. Bei der Softwareauswahl kam neben weiteren namhaften ERP-Paketen auch FRIDA von command in die engere Wahl; am Ende machte das Produkt aus Ettlingen das Rennen.

"Bei FRIDA haben uns Funktionalität und Übersichtlichkeit auf Anhieb sehr gut gefallen. Ein wichtiges Kriterium war auch die schnelle Einführung, die uns zugesagt wurde. Man hat uns damals nicht zuviel versprochen, wir haben die Umstellung auf FRIDA mit den Modulen Einkauf, Vertrieb und Produktion in zwei Monaten durchgezogen", meint der inzwischen zum EDV-Fachmann gewordene Einkaufsleiter. "Jetzt haben wir ein durchgängiges ERP-System, das sich an unsere Aufgaben hervorragend anpassen lässt", so seine Bilanz. Und er verweist dabei auch auf das Verdienst des österreichischen command-Partners Infoniqa (vormals Infocom) aus Wels, der für die reibungslose Systemumstellung sorgte.

Der kurzen Implementierungzeit schloss sich eine etwa halbjährige Optimierungsphase an, denn von heute auf morgen ließen sich die alten Daten nicht ohne weiteres im Verhältnis 1:1 übernehmen. Zunächst arbeitete man bei Neuson mit "Notstücklisten". Johannes Mahringer: "Den Altdaten konnte niemand mehr trauen, daher haben wir eine Inventur gemacht und die Inventurdaten ins neue System eingegeben."

EDV-Abstract

  • IBM AS/400 Baureihe 720, P20-Prozessor
  • ERP-Software FRIDA von command Release 5.1
  • 90 PC-Clients, 10 Terminals (ca. 100 Anwender)

IT als Basis des Wachstums

Die schon rasant zu nennende Entwicklung, welche das Unternehmen in wenigen Jahren machte, illustrieren einige Produktionszahlen: Als das Altsystem noch im Einsatz war, waren rund 2.000 Artikel am Lager; im Jahr wurden 500 bis 600 Maschinen produziert. Heute, mit FRIDA, werden 8.000 Artikel im Lager verwaltet und etwa 4.000 Maschinen verlassen jährlich die Produktionshallen.

"Dieses schnelle Wachstum war nur durch den Umstieg auf FRIDA möglich", betont Johannes Mahringer, "wir waren vorher gar nicht in der Lage, diese Mengen mit unserer EDV abzuwickeln." Dokumentiert wird dieser Umstand auch dadurch, dass die Anzahl der EDV-Anwender von früher dreißig Mitarbeitern auf heute annähernd hundert angebundene Benutzer gestiegen ist.

FRIDA-Partner Infoniqa

Der stark expandierende IT-Dienstleister Infoniqa (vormals Infocom) aus Wels ist seit 1997 FRIDA-Partner in Österreich. 1988 gegründet, wurde Infoniqa bereits mehrfach als IBM-Vertriebspartner des Jahres in Österreich ausgezeichnet. Zum Leistungsspektrum gehört der Vertrieb und die Implementierung der Standardsoftware FRIDA von command. Das Unternehmen erwirtschaftete 1999 mit 28 Mitarbeitern einen Umsatz von 28 Mio. Schilling. Im Jahr 2000 konnte ein Umsatzwachstum von mehr als 100 Prozent verzeichnet werden. Die aktuelle Mitarbeiterzahl ist inzwischen auf 70 Mitarbeiter angestiegen.

Tool für Variantenfertigung

Die Optimierung geht indessen weiter. Bagger, Forstmaschinen, Allrad-Dumper - das sind typische Maschinen für eine Variantenfertigung. Die Baumaschinenspezialisten in Linz interessieren sich daher besonders für den Variantengenerator von FRIDA.

"Um künftig die steigenden Stückzahlen bearbeiten zu können, wird es bald eine neue Abteilung für die Auftragsabwicklung geben", erklärt Johannes Mahringer, "Aufgabe dieser Abteilung wird es sein, die Aufträge ins System zu bringen. Das ist schon deshalb notwendig, weil wir viele Komponenten mit langen Vorlaufzeiten haben. Planung und Disposition machen daher das Kernstück der Auftragsabwicklung aus. Mit FRIDA lassen sich diese Aufgaben problemlos bewältigen."

Da von den unterschiedlichen Maschinentypen um die 200 bis 300 Stück im Jahr produziert werden, diese wiederum verschiedenen Ausprägungen unterliegen, dürfte der Variantengenerator alsbald schon zum Standardtool bei Neuson werden. Denn dann können Kundenwünsche noch gezielter bearbeitet und technische Fragen schnell und detailliert beantwortet werden. Um die Auftragserfassung noch weiter zu erleichtern, werden in absehbarer Zeit die Interessenten auf der Internetseite von Neuson einen Online-Katalog vorfinden beziehungsweise ihre Anfragen direkt dort eingeben können. Auch hier bringt die AS/400-Lösung FRIDA geeignete Web-Tools mit.

Die Auftragslage ist weiterhin gut. Die Kleinbagger, Dumper und Forstmaschinen von Neuson sind weltweit gefragt. Inzwischen arbeitet auch das Werk in Wien mit FRIDA. Geplant ist zudem der Einsatz des Moduls FRIDAseller, um die Händler und Lieferanten besser anzubinden und die Garantieabwicklung abzubilden. Im Garantiefall übernehmen die Lieferanten die Reparatur; für diese Prozesse ist eine entsprechende Erfassung in der EDV unumgänglich.

Der zukünftigen Expansion sieht Projektleiter Mahringer heute gelassen entgegen. "Mit FRIDA brauchen wir uns in dieser Hinsicht keine Sorgen mehr zu machen. Da wir jetzt verläßliche Daten haben, können wir künftigen Aufgaben, beispielsweise der Optimierung unseres Logistikkonzepts unter SCM-Aspekten gelassen entgegensehen", ist er überzeugt.

http://www.infoniqa.at

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MONITOR-Autoren
Mag. Christoph Weiss

Mag. Christoph Weiss, i2s consulting, Leiter Büro Österreich: Magister und Textil-Fachingenieur. Führungserfahrung als IT-Leiter im Bereich technischer Grosshandel. Mehrfach Linien- verantwortlicher für ERP-Einführungen. Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Technikum Wien. Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) ..mehr..

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