Nach dem erfolgreich abgeschlossenen Integrationsprojekt setzt sich das Führungsteam von Cap Gemini Ernst & Young (CGEY) in Österreich wie folgt zusammen: Mag. Peter Laggner, Vorsitzender der Geschäftsleitung, bekleidet die Position des Country Managers, Dr. Michael Büttner zeichnet für die Strategieberatung, DI Wolfgang Baumgartner für Industrie, Public und e-Business, Dr. Josef Matulka für Financial Services und DI Peter Weiss für Enterprise Ressource Planning verantwortlich.
Mag. Eduard Bugelnig - bisher Geschäftsführer der Ernst & Young Unternehmensberatung GesmbH - wird künftig für die gesamte Region Deutschland, Schweiz und Österreich den Bereich Risk Management leiten. Das Unternehmen betreut die bedeutendsten Firmen in den Branchen Banken, Versicherungen, Telekommunikation, Industrie, Handel, Tourismus & Freizeit sowie Öffentliche Verwaltung.
Alles aus einer Hand
"Wir sehen es als unsere spezielle Stärke an, dass Kunden bei uns nicht nur die Strategie sondern auch die Umsetzung einkaufen können. Denn ein Projekt ist erst fertig, wenn der gesamte Kreislauf - Strategie, Umsetzung, Betrieb - auch abgeschlossen ist", so Matulka. Das Ziel sei es, mit gemischten Teams alle Anforderungen des Kunden abdecken zu können. "Oft dauern solche Projekte ja ein bis zwei Jahre, und da treten viele offene Fragen zu Tage, die wir behandeln müssen. Und heute zählt im Gegensatz zu früher auch bei den Beratern der sichtbare Erfolg."
Weltweit beraten 57.000 CGEY-Berater führende Unternehmen bei der Identifikation von Wachstumsstrategien und der Sicherung von Wettbewerbspositionen. Ganz gleich, ob es sich dabei um Konzepte für traditionelle Märkte oder um innovative Modelle für e-Business handelt. Die Gruppe, die - pro forma - einen Umsatz von 7,7 Mrd. Euro erwirtschaftet, bietet Strategie- und Managementberatung, Business Transformation, System Development & Implementation sowie Information Systems/Management & Outsourcing.
Starkes Wachstum
Von Österreich aus werden auch die Aktivitäten in den Reformstaaten Kroatien, Slowenien, Slowakei, Tschechien und Ungarn gesteuert. "Wir können in Österreich auf ein jährliches Wachstum von mindestens 25-30% verweisen. Das heißt, dass wir entsprechend weiterempfohlen werden und unsere Herangehensweise den Unternehmen Vorteile und Nutzen bringt", so Matulka. Er begann 1993 beim Unternehmen und berät schwerpunktmäßig über den effektiven Einsatz von IT im Finanzdienstleistungsbereich sowie bei IT-orientierten Großprojekten. "Wir stellen uns zunächst immer die Frage: Was braucht dieser Kunde wirklich ?", weiß Matulka. "Und dann beurteilen wir die IT-Fragen immer von der wirtschaftlichen Seite aus. Denn unsere Auftraggeber wollen ja auch sicher gehen, dass wir die Wirtschaftlichkeit in ihrem Unternehmen verbessern".
Dazu ist es natürlich notwendig, die eingesetzte oder einzusetzende IT-Technologie zu kennen. Um über die ganze Bandbreite des heutigen IT-Angebots auch beraten zu können, müsse man jedoch eine gewisse Größe erreichen, um entsprechende Spezialisten bei der Hand zu haben. "Die Experten in unseren Teams sprechen dieselbe Sprache und anerkennen ihre jeweiligen Kompetenzen. Nur so kann das Wissen auch erfolgreich umgesetzt werden", weiß Matulka aus eigener Erfahrung. Im Mittelpunkt steht eine partnerschaftliche, umsetzungsorientierte Beratung. Dabei stehen unter Einsatz des lokalen Know-hows die gesamten internationalen Ressourcen der Gruppe (best-of-breed Lösungen) zur Verfügung.
Think-Build-Operate
Die Meilensteine der Arbeitsweise der Berater sind Professionalität, Flexibilität, Geschwindigkeit und Internationalität. "Wir bilden unsere Berater ständig in internationalen Ausbildungsprogrammen weiter und haben auch eine interne Know-how-Börse, in der erfolgreiche Projekte als Beispiele dargestellt werden", gibt Matulka Einblick in das Innenleben des Unternehmens. Aufbauend auf diesen Grundlagen gilt dann die "Think-Build-Operate-Strategie" im jeweiligen Projekt. Der Ansatz bestimmt den Weg:
- Think. "Schon den Ansatz eines Projekts erarbeiten wir in engem täglichen Kontakt mit dem Kunden. Das ist nicht immer einfach, garantiert uns aber die Praxisnähe", unterstreicht Matulka.
- Die Umsetzung bestimmt die Veränderung: Build. "Gerade bei der Umsetzung müssen wir zeigen, dass die Konzepte auch dabei helfen, die Geschäftsziele des Kunden besser zu erreichen. Hier liegt gerade im Vergleich mit manchen Mitbewerbern unsere besondere Stärke, da wir die Umsetzungsphase nicht scheuen, sondern aktiv gestalten", so Matulka. Das Beratungsunternehmen transformiert dabei sämtliche Geschäftsprozesse stets im Rahmen eines Gesamtkonzeptes und immer in engster Zusammenarbeit mit dem Kunden. "In dieser Phase gilt es auch, dass IT und Geschäftsführung eines Unternehmens zusammenfinden und gemeinsam ein Ziel verfolgen." Gerade im e-commerce sei es besonders wichtig, dass die IT-Abteilungen in das Unternehmen stärker mit einbezogen werden. "Hier gilt es, Gesprächsfähigkeit herzustellen und wirtschaftliche Zusammenhänge klar zu machen", so Matulka.
- Im letzten Schritt "Operate" unterstützt das Beratungsunternehmen den Kunden beim effizienten Einsatz wertvoller Ressourcen. "Hier schließt sich der Kreis vom Konzept über die Umsetzung bis zum täglichen Betrieb. Da wird dann sichtbar, wie gut die Konzepte wirklich waren", weiß Matulka.
Fokus auf e-Business
In einer gemeinsam mit Oracle erstellten Studie zeigte das Unternehmen auf, dass die Mehrheit der heimischen Unternehmen in der Effizienz und Effektivität ihrer Internetaktivitäten noch Defizite haben. Wesentliche Barriere für die Einführung des Internets ist oft die interne Ressourcenknappheit. Daher setzt man nun auch einen verstärkten Fokus auf die zweite Generation von e-Economy Services. Das gesamte Portfolio umfasst die Bereiche e-Commerce, e-Business und e-Markets. Mit der hohen Kompetenz des Unternehmens in den Bereichen B2B-Digital Marketplaces, B2C & User Experience und Mobile Commerce will man ein professioneller Berater für den Einstieg und Erfolg der Kunden im e-Economy Bereich sein.
Gemeinsam mit den Partnern Basler Versicherung und Yline wurde etwa die Maklerplattform www.FirstInEx.at aufgebaut. " Wir konnten dem Startup FirstInEx sämtliche Dienstleistungen aus einer Hand anbieten: von der Erstellung des Business-Plans über die Definition der Prozesse und die Entwicklung der Organisation bis hin zu einer gemeinsam entwickelten Lösung", erläutert Matulka. Die große Anzahl von technischen und branchenspezifischen Ressourcen - hier speziell aus dem Versicherungsbereich - mache es leicht, den hohen Anforderungen der New Economy Rechnung zu tragen.
In den letzten Monaten wurde mit Partnern aus den Disziplinen Wirtschaftsprüfung und Rechtsberatung ein umfangreiches Netzwerk aufgebaut. "Heute können wir gemeinsam mit unseren Partnern von der e-Strategy über die Entwicklung der Organisation bis zur technischen Lösung auch rechtliche und steuerliche Themen abdecken", weiß Matulka. Durch die Zusammenarbeit mit Venture Capitalists wird nicht zuletzt auch die Finanzierung von Startups sichergestellt.




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Alexandra Riegler arbeitet als freie Journalistin in den USA. Zu ihren Spezialgebieten zählen die Themen Technologie und Forschung. 