Adolf Hochhaltinger
Das bedeutet der Name "BroadVision" eigentlich: die weite Vision. Und diese ist ein Merkmal der neuen Release 6 vor BroadVisions Software "One-to-One Enterprise". Vollständige Java-2-Fähigkeiten (J2EE) und vollständige lineare Skalierbarkeit sind einige ihrer hervorstechendsten Merkmale.
Als Anbieter von personalisierten E-Business-Anwendungen hat BroadVision kürzlich mit seiner neuen Generation von "One-to-One Enterprise" eine hochentwickelte und flexible Anwendungsplattform für das E-Business präsentiert.
Die neue Version ist erstmals J2EE-konform - J2EE ist das Kürzel für "Java 2nd Enterprise Edition" - und unterstützt Enterprise Java Beans (EJB), Java Server Pages (JSP) und Java-Servlets. Mit diesen neuen Features wird die schon vorher grundsätzlich vorhandene Unterstützung offener Standards durch die Software weiter verbessert. Zu den nun unterstützen Standards zählen unter anderem JavaScript, C++, COM, CORBA, XML, XSL, LDAP, WML und WAP.
Ein weiteres Merkmal von Ono-to-One Enterprise ist, dass für diese E-Business Suite aus der gleichen Quelle auch umfassende E-Business-Anwendungen, Content Management, Personalisierung, Analytik und Unterstützung von drahtlosen Anwendungen zu haben sind.
Mit diesen werden Anwender in Zukunft in der Lage sein, ihre auf BroadVision-Produkten basierenden E-Business Anwendungen durch den Einsatz populärer J2EE-Technologien an ihre Bedürfnisse anzupassen, auszuweiten und zu modifizieren. Die Unterstützung von JSP erleichtert es den Kunden, Anwendungen von BroadVision individuell zu gestalten. Die EJB-Connectivity wiederum ermöglicht eine schnellere Integration von BroadVision-Anwendungen mit anderen Systemen. Durch die Nutzung der reichlich vorhandenen Programmierfähigkeiten in Java kann die Enterprise Edition sowohl die Entwicklungskosten verringern als auch die Zeitspanne bis zur Markteinführung für maßgeschneiderte Lösungen verkürzen.
Die neue Version 6.0 unterstützt auch J2EE-konforme Application Server anderer Anbieter. Sämtliche APIs, also alle Schnittstellen für die Anwendungsprogrammierung (API - Application Programmer Interface) sind in J2EE-Form ausgelegt und können somit vom J2EE-Server eines Dritten aus aufgerufen werden. Auch können andererseits die Anwendungen von BroadVision das J2EE-Protokoll verwenden, um beispielsweise fremde Komponenten aufzurufen, die auf dem Server eines anderen Anbieters entwickelt wurden.
Mit diesen neuen Eigenschaften kann BroadVision die erste vollständige Anwendungssuite im Bereich des E-Business anbieten, welche eine unbeschränkte Interoperabilität zwischen den Anwendungen von BroadVision und Anwendungsservern von Dritten gewährleistet, darunter BEA WebLogic, IBM WebSphere, IOMA iPortal und Sun's iPlanet.
Die neue Version enthält überdies neue Eigenschaften, welche Entwurf, Aufbau und Unterhalt leistungsfähiger Debugging-Tools und Verbesserungen in der Systemverwaltung vereinfachen. Sie verfügt außerdem über einen leistungsfähigen Persistant-Cache Mechanismus (PCM) und damit über unerreichte Leistungsfähigkeit und Skalierbarkeit.
Die neue Version 6.0 von BroadVision One-to-One Enterprise ist derzeit in der Betaversion für die Betriebssysteme Sun Solaris und HP-UX erhältlich. Sie ist vollständig binär abwärtskompatibel mit der aktuellen Version 5.5. Die Kunden werden alle bestehenden BroadVision-Anwendungen der Version 5.5 ohne Veränderungen auch mit der Version 6.0 betreiben können.
Ebene 02 Stand 49
http://www.broadvision.com



7/2011
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Christian Henner-Fehr schreibt als freier Autor für den MONITOR und arbeitet als Trainer und Berater in den Bereichen Projektmanagement und Kommunikation. Sein Interesse gilt dem Web 2.0 und den Einsatzmöglichkeiten von Social Media in Organisationen und Unternehmen. 