Gerhard Fiala ist als Partner für Akquisition und Verhandlungsführung zuständig, betreut aber auch Beteiligungsunternehmen bis zum Exit. "Wir streben eine unternehmerisch partnerschaftliche Zusammenarbeit an, sprechen über die weitere strategische Unternehmensentwicklung und treffen gemeinsam Personalentscheidungen im Managementbereich." Aber auch wenn es um die Suche nach Kooperationspartnern oder um das Knüpfen neuer Kontakte geht, steht Go Equity als Risikokapitalgeber unterstützend zur Seite.
"An der Internet-Suchmaschine AustroNaut haben wir uns als Zweitrundenfinanzier beteiligt. Als wir auf eine Beteiligung angesprochen wurden, konnte das Unternehmen bereits auf zwei erfolgreiche Geschäftsjahre zurückblicken, was im Internetbereich nur selten vorkommt", erzählt Fiala. Suchmaschinen gibt es mittlerweile viele, "aber die Vision, dass Regionalität bei gleichzeitiger Globalisierung im Internet enorm wichtig ist, hat uns überzeugt und war mit ein Grund für eine Beteiligung. So haben wir uns zusammengesetzt, sind das Konzept im Detail durchgegangen und haben uns nach erfolgter Due Diligence auf einen Businessplan und eine Bewertung geeinigt", beschreibt Fiala. "Dabei ging es nicht so sehr um große Strukturveränderungen, sondern eher um den Feinschliff", so Fiala weiter. Nach drei Monaten wurden dann Anfang 2000 die Verträge unterschrieben.
Der AustroNaut, der sich zu diesem Zeitpunkt auf dem österreichischen Markt bereits als Nr.1 etabliert hatte, war für Go Equity interessant, "denn natürlich sahen wir die Möglichkeit, regionale Suchmaschinen auch in den mittel- und osteuropäischen Ländern anzubieten", kommt Fiala auf einen wichtigen Punkt zu sprechen. Denn "letztlich ist die Internationalität unserer Beteiligungen von besonderer Bedeutung", fährt Fiala fort. Die Idee, nach Osteuropa zu expandieren, hat man aber einstweilen zurückgestellt, "da wir zu dem Ergebnis gekommen sind, dass der osteuropäische Markt für regionale Suchmaschinen derzeit noch nicht reif ist". Statt dessen konzentriert man sich zur Zeit auf einen komplementären Geschäftsbereich, den "B2B Guide", einer Internet-Plattform, die auf dem AustroNaut aufbaut und bereits jetzt mehr als 13000 registrierte Business User (v.a. Unternehmen aus dem KMU-Bereich) zur Geschäftsabwicklung im Offline-Bereich zusammenführt. Fiala ist davon überzeugt, dass hier eine Business-Plattform aufgebaut wurde, die wie der AustroNaut keine Konkurrenz zu scheuen braucht und so an die Erfolge der Suchmaschine anknüpft.




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8/2011
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Dunja Koelwel ist freie Journalistin in München. Die studierte Juristin arbeitet für Verlage und Agenturen und betreut vor allem die Themen Internet und Business-Software aus einem strategisch- wirtschaftlichen Blickwinkel. 