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Hochspannung im USV-Markt

Unterbrechungsfreie Stromversorgung wird auch in Österreich immer brisanter

Torsten Wolf

Der USV-Markt ist in zweierlei Hinsicht in Bewegung: Einerseits erkennen immer mehr Unternehmen die Notwendigkeit von USVs (Unterbrechungsfreie Stromversorgung) an, um die dauerhafte EDV-Verfügbarkeit zu gewährleisten. Die Folge ist ein auch für den Handel vielversprechendes Marktwachstum in zweistelliger Höhe. Andererseits setzt sich die Konsolidierung der Branche fort - mit wenigen internationalen, marktbestimmenden Herstellern.

Stundenlange Stromausfälle sind in Österreich eher selten. Viel häufiger sind es Unregelmäßigkeiten im Stromfluss, die schnell EDV-Netze oder auch Produktionsprozesse zum Erliegen bringen. Typische Störfaktoren sind vor allem kurzzeitige Spannungseinbrüche und Überspannungen. Ausgelöst werden diese vor allem durch eine hohe Grundlast im Netz, Schaltvorgänge oder durch das Anlaufen oder Abschalten großer Verbraucher.

Mit der bald kommenden Liberalisierung auf dem Strommarkt in Österreich wird von Fachleuten erwartet, dass sich die Stromqualität - wie dies auch in Deutschland geschehen ist - weiter verschlechtert. Der Zukauf von Strom aus den verschiedensten Quellen und der aus Kostengründen meist nicht realisierte Einbau von Stromfiltern wird eine deutlich feststellbare Zunahme von Spannungsschwankungen, Formfaktorstörungen und Stromausfällen mit sich bringen. Ganz schnell kommt es dann zu einem erheblichen Produktivitätsverlust und es entstehen Kosten, die den Anschaffungspreis entsprechender Schutzeinrichtungen bei weitem übersteigen.

Dabei kann sich jeder die Folgen einer instabilen Stromversorgung plastisch vorstellen: Der Rechner stürzt ab, ungespeicherte Daten sind verschwunden; die ISDN-Telefonanlage muss in stundenlanger, mühevoller Kleinarbeit neu programmiert werden; die Arbeit war umsonst oder kann gar nicht erst begonnen werden. Insbesondere steigende E-Commerce-Aktivitäten erfordern kontinuierlich funktionierende Rechnersysteme. Immer mehr Versicherungen zahlen bei Datenverlusten nur noch dann, wenn die Installation mit einer USV abgesichert war. Trotzdem geht man in davon aus, dass erst 20 % aller Server in Österreich mit einer USV abgesichert sind.

Also sollte doch ein großes Betätigungsfeld für USV-Hersteller vorhanden sein. Wenige große internationale USV-Anbieter sowie einige kleinere USV-Hersteller kämpfen bereits heute um Marktanteile in einem wachsenden österreichischen Markt. Nach Firmenzusammenschlüssen in den letzten Monaten geht man davon aus, dass in wenigen Jahren nur noch wenige große USV-Hersteller den Markt bestimmen werden. Derzeit agieren in Österreich vor allem APC, Best Power, Powerware und MGE. Alle Hersteller arbeiten mit wenigen, großen Distributoren in Österreich zusammen.

Der Handel in Österreich profitiert nicht nur von einem wachsenden Markt, sondern auch von interessanten Margen. Zudem zeichnen sind USV-Systeme durch eine im IT-Markt außergewöhnliche Preisstabilität aus. Um die für den jeweiligen Anwendungsfall passende USV - z.B. Standby- oder Online-Technologie, Rackmount- oder Tischmodell - auswählen zu können, empfiehlt es sich, mit einem USV-Hersteller zusammen zu arbeiten, der ein Vollsortiment mit allen Technologien anbieten kann. Auch wenn Defekte an USVs von Markenherstellern äußerst selten sind, sollte der USV-Partner ein schlüssiges Servicekonzept anbieten. Best Power bietet diesbezüglich beispielsweise bereits 3 Jahre Gewährleistung, einen 24-Std.-Vorort-Austausch sowie eine kostenlose Servicehotline.

Mit einer kompetenten Beratung kann sich der Handel bei seinen Kunden profilieren. Anders als bei vielen anderen IT-Produkten ist der Wissensstand des USV-Anwenders über Stromversorgung und USV meist nur unzureichend - eine Beratung wird gerne angenommen.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass der USV-Markt zukünftig ein Markt sein wird, in dem sich viele als Gewinner und nur wenige als Verlierer wiederfinden werden. Als Gewinner darf man vor allem den Anwender ansehen, der seinem Ziel nach Höchstverfügbarkeit seiner Systeme durch richtig eingesetzte USVs wieder ein Stück näher kommt. Aber auch der Handel, der jetzt noch rechtzeitig auf den bereits fahrenden Zug aufspringt, sowie die Hersteller, die mit Leistung und Konzept überzeugen, werden profitieren. Verlieren können nur jene Hersteller, die sich nicht im jetzt entstehenden Verdrängungswettbewerb durchsetzen.

Torsten Wolf, Vertriebsleitung Distribution, Best Power Technology GmbH

http://www.bestpower.at/

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Dr. Manfred Wöhrl

Dr. Manfred Wöhrl ist Geschäftsführer der R.I.C.S. EDV-GmbH (Research Institute for Computer Science, www.rics.at), spezialisiert auf Securitychecks und Security-Consulting. ..mehr..

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