Grund für die günstigen Aussichten sind neben dem Internet-Boom die dynamische Entwicklung im IT- und Telekommunikationsbereich. Positiv wirkt sich auch die robuste Nachfrage aus dem Finanzsektor und der zunehmend automatisierten Prozessindustrie aus.
Empfindliche Computersysteme tolerieren keine Beeinträchtigungen der Energiequalität wie Spannungs- oder Frequenzausschläge oder gar kurzzeitige Netzausfälle und werden deshalb mit USV-Anlagen ausgestattet. Ein wichtiger Einsatzbereich ist auch die Stromversorgung in Städten wie London, Dublin und Amsterdam: Hier sind die Stromversorger bisher nicht in der Lage, für den Bedarf von Rechenzentren und Internet-Servern sofort eine Leistung zu liefern, die der notwendigen Grundlast entspricht. Zu einer steigenden Nachfrage nach USV-Anlagen mit mehr als 50kVA trägt außerdem der erhöhte Energiebedarf für die Mobilfunk-Infrastruktur der dritten Generation und für Glasfaserkabelanlagenbei.
Die zunehmende Verbreitung von Telefon- und Onlinebanking, Kreditkartennutzung und E-Commerce haben die Installation von USV-Systemen zwingend erforderlich gemacht. Netzausfälle würden hier Verluste in der Größenordnung von mehreren Millionen Dollar pro Stunde verursachen.
Statische USV-Anlagen dominieren
Alle Unternehmen im Markt haben von der hohen Nachfrage profitiert. Die größten Zuwächse konnte dabei die Hersteller von statischen USV verbuchen, die mit 97 Prozent der ausgelieferten Einheiten auf dem Markt weit überwiegen. Die meisten statischen Anlagen werden für den Leistungsbereich von 50-150kVA gebaut. Die verbleibenden drei Prozent entfallen auf die rotierenden Anlagen. Sie sind zuverlässiger und haben eine höhere Lebensdauer. Hier dominieren Anlagen mit Leistungen zwischen ein und drei MVA.
Internetboom führte zu Lieferengpässen
Nach Ian French, Branchenanalyst bei Frost & Sullivan, haben die Marktteilnehmer die Nachfrage aus dem Internet-Bereich trotz des explosionsartigen Web-Wachstums gründlich unterschätzt. Ende 1999 und in den ersten drei Quartalen des Jahres 2000 wurden die Unternehmen mit Bestellungen geradezu überschwemmt, denen sie nicht entsprechen konnten. Insbesondere erschweren Engpässe bei Komponenten wie Batterien und Kupplungen die Einhaltung von Lieferterminen.
Die fünf Marktführer MGE, SOCOMEC, Piller, Chloride und Liebert haben den europäischen Markt fest im Griff. Sie werden ihre Positionen konsolidieren und den Prognosezeitraum für weitere Übernahmen nutzen. Zu den Marktteilnehmern, die bestimmte nationale Märkte beherrschen, gehören Hitec, Powerware, IMV und AVK/SEG.
Die Studie lautet: "Der europäische Markt für unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) mit einer Leistung über 50kVA" (Report 3637)



1/2012
8/2011
7/2011


bekannt durch zahlreiche Veröffentlichungen, war nach dem Studium der Wirtschafts- wissenschaften, Organisation und Informatik zunächst mehrere Jahre als Gruppen- und Projektleiter an einem Institut für angewandte Informatik beschäftigt. Heute ist er in vielfältiger Form als freiberuflicher Management- und Organisationsberater sowie in der Weiterbildung tätig. Schwerpunktmäßig geht es dabei um die Einführung, Entwicklung und Beratung für den praxisgerechten Computereinsatz. 