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Unternehmensporträt proAlpha

Frischer Wind im ERP-Markt

proALPHA ist eine der funktional und technologisch führenden ERP-Lösungen für mittelständische Unternehmen aus Industrie und Handel und deckt neben den klassischen PPS-Funktionen auch die Bereiche Warenwirtschaft, Finanzwesen, Kosten- und Leistungsrechnung, Dokumentenmanagement und Workflow ab. Das Unternehmen strebt in Österreich die Marktführerschaft im Bereich "ERP für den Mittelstand" an und ist auf gutem Expansionskurs. Rüdiger Maier sprach mit Mag. Helmuth Rath, dem Österreich-Geschäftsführer über die ehrgeizigen Pläne.

"Nachdem ich 1995 die RATH Informatik gegründet hatte, konnte ich mit meinem Team trotz starker Veränderungen im ERP-Markt ein konstantes Wachstum zeigen. Bald wurde uns aber der Markt Österreich zu klein und wir mussten uns einen Partner für die weitere Expansion suchen", erläutert Mag. Helmuth Rath, Geschäftsführer von proALPHA Software Austria.

Seit der Gründung vertrieb das Unternehmen das Produkt proALPHA. "Seit Anfang 2000 konnten wir dank des guten Erfolges 51% der Geschäftsanteile an den Hersteller abtreten, die proALPHA Software AG, eine internationale Software-Gruppe mit Hauptsitz im deutschen Kaiserslautern. Mit unserem Firmennamen wollen wir auch unsere Konzentration auf unsere Kernkompetenz, nämlich proALPHA, dokumentieren."

In den vier heimischen Niederlassungen in Gleisdorf, Wien, Wels und Völs/Innsbruck betreuen bereits über 80 Mitarbeiter mehr als 80 Kundeninstallationen. "Durch diesen Schritt wurde uns der dringend notwendige Ausbau an Mitarbeitern möglich, um Service und Support auch kurzfristig in der von uns erwarteten hohen Qualität sicherstellen zu können", weiß Rath um die hohen Anforderungen seiner Kunden.

Börsengang abgesagt, Expansion bleibt

Obwohl der für Ende November des Vorjahres angekündigte Börsengang des deutschen Stammhauses aufgrund der derzeit schlechten Marktsituation kurzfristig abgesagt wurde, setzt das Unternehmen weiter stark auf Wachstum: "Es wird international sicher einen Schwerpunkt auf die Expansion in den USA geben, aber auch in Europa sollen die Landesgesellschaften und Vertriebspartner weiter wachsen", umreißt Rath die Konzern-Strategie.

Und angesichts der nicht unbedeutenden Mitbewerber - Anbieter wie infor, Bäurer, Brain, intentia, exact oder Navision und Damgaard - vertraut Rath ganz auf die technologischen und die damit einhergehenden funktionalen Besonderheiten des Systems: "Unser System basiert auf dem Entwicklungs- und Datenbanksystem Progress. Dies erlaubt uns die Konzentration auf die Business-Logik sowie eine Entkoppelung von Datenbank und Präsentations-Ebene", so der Geschäftsführer. Und damit ist das System gleichermaßen geeignet für den Webeinsatz wie für die Verwendung unter Windows: "Andere Systeme sind hier starr und können nicht diese Offenheit sowie den einfachen Übergang zwischen Windows und Browser bieten", ist Rath stolz. Das System bietet also sowohl Unabhängigkeit von der verwendeten Datenbank, der Netzwerktechnologie als auch vom eingesetzten Betriebssystem (Unix, Linux, WinNT, AS/400).

Erfolge durch offene Konzeption

Mit dieser Lösung konnte das Unternehmen kürzlich auch den AS/400-Markt erobern und wurde zum IBM Business Partner: "Das IBM AS/400 Marktsegment stellt allein in Österreich eine Größenordnung von rund 3.500 Kunden mit über 5.000 AS/400-Systemen dar. Durch die Portierung auf IBM AS/400 können wir mit unserer ERP-Gesamtlösung nun auch diesen Markt erfolgreich bearbeiten", so Andreas Spieß, Vertriebsleiter von proALPHA.

Dank der erfolgreichen Technologie kann das Unternehmen laufend renommierte Kunden dazugewinnen. So startete im Vorjahr die Austria Mikro Systeme International AG (AMS), Entwickler und Produzent von anwendungsspezifischen integrierten Schaltkreisen für Automobil-, Telekommunikations- und Industrieanwendungen, die Einführung von proALPHA Rechnungswesen. Nachdem das Unternehmen bereits im letzten Jahr die komplette Materialwirtschaft des Herstellers innerhalb von vier Monaten eingeführt hat, wurde nun das Folgeprojekt gestartet. "Nach dem sehr erfolgreichen Projekt im Vorjahr war dies der nächste logische Schritt in Richtung moderner Gesamtlösung für unser Unternehmen. Die flexible Software kombiniert mit dem äußerst kompetenten und engagierten Partner machte uns die Entscheidung einfach", erklärt Mag. Johann Stritzelberger, Finanzvorstand des Unternehmens.

Hoffnungsmarkt e-business

"Wir gehen davon aus, dass die ERP-Anbieter bald den e-business-Markt beherrschen werden, auch wenn jetzt diese Verbindung noch nicht so zu erkennen ist", blickt Rath in die nächste Zukunft. Und er setzt dabei auch ganz auf die gute Basis von Progress: "Progress ist ein starker Entwickler und kümmert sich um die grundlegende Logik im Embedded-Datenbank-System. Darauf können wir aufbauen und unsere Lösungen draufsetzen", so Rath. So sei auch hier das Wissen für die Integration von ERP und e-commerce-Systemen vorhanden und könne erfolgreich genutzt werden: "Auch der Microsoft-Browser hat sich durchgesetzt, da hier das gesamte Know-how vorhanden ist und genutzt werden kann", scheut Rath keinen Vergleich mit den ganz Großen.

Einen ersten Schritt in diese Richtung stellt der "Webshop" dar, ein vollständig integriertes Online-Shop-System. Der ERP-Anwender pflegt hier seine Daten in der normalen Umgebung. Diese Eingaben werden dann automatisch im WebShop entsprechend präsentiert. Auch der Online-Käufer profitiert von der hohen Integration. So kann er sich kundenindividuelle Preise ebenso darstellen lassen wie die Verfügbarkeit von Lagerartikeln in "Echtzeit". Auf Sicherheit wurde großer Wert gelegt. Die Bestellvorgänge erfolgen mittels SSL3.0-Verschlüsselung, die Zahlungsvorgänge über Online-Kreditkarten-Clearingverfahren von WIRE CARD und TeleCash. Darüber hinaus werden automatisch Plausibilitätsüberprüfungen aller Eingaben vorgenommen.

Standardisiert, aber anpassungsfähig

Im nächsten Redesign des Systems werde es mehr in Richtung Objektentwicklung gehen: "So kann etwa die Bestandsverwaltung eines Unternehmens an die Lieferanten ausgelagert werden. Die können über Browser das Lager einsehen und müssen dafür sorgen, dass der Hersteller immer genug Material auf Lager hat", erläutert Rath. Und auch den Kunden soll die Möglichkeit geboten werden, auf die Datenbank zuzugreifen und zu sehen, wie weit ihre Fertigungsaufträge sind.

"Die Kunden wollen solche Systeme gemeinsam mit uns entwickeln. Daher ist es wichtig, dass wir einen schlanken Standard zur Verfügung stellen können, der sich an die Wünsche des jeweiligen Kunden anpassen lässt. In anderen Worten: Die Grundkonzeption muß releasefähig bleiben aber trotzdem maximal kundenfreundlich sein", lässt sich Rath in die Entwicklungs-Strategie blicken. So seien selbstverständlich auch alle heimischen Installationen releasefähig: "Während uns das deutsche Stammhaus den internationalen Standard liefert, müssen wir länderspezifische Änderungen einarbeiten und auch die jeweils geltenden gesetzlichen Regelungen schnell einbeziehen", so der Geschäftsführer.

Klares Ziel: Marktführer

"Unser klares Ziel heißt: Wir wollen bei jeder Überlegung in Richtung ERP-System dabei sein und so führender Anbieter für den Mittelstand in Österreich werden. Und dafür werden wir alle Anstrengungen unternehmen, die notwendig sind", gibt sich Rath angriffslustig. Zielgruppe dafür sind die heimischen Industrie- und Handelsbetriebe (nicht die Prozessindustrie) sowie die öffentliche Verwaltung und halböffentliche Institutionen (z.B. Caritas, Wasserwirtschaftsverbände).

Die Größe der Installationen reicht dabei von etwa acht Arbeitsplätzen bis zu 400-500: "Es ist klar zu erkennen, dass auch die Anforderungen der kleineren Unternehmen immer weiter wachsen. Daher sehen wir hier ein hohes Marktpotential", sieht Rath eine arbeitsreiche Zukunft vor sich. Während in Deutschland gerade auch für die Zielgruppe der kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) ein ASP-Konzept (application service providing) bereits aktiv vermarktet wird (das Stammhaus wird dafür extra ausgebaut), sieht Rath hierzulande dafür die Zeit noch nicht gekommen: "Wir haben hier auch schon ein fertiges Konzept, sehen aber noch viel Skepsis bei den Unternehmen, ihre Daten außer Haus zu geben". Auch sei nicht unbedingt ein Kostenvorteil von ASP zu erwarten, vielmehr vereinfache sich durch solche Angebote die Handhabung durch das Unternehmen: "Der ASP-Anbieter ist für die gesamte Abwicklung verantwortlich, der Kunde kann sich ganz auf die bestmögliche Nutzung in seinem Unternehmen konzentrieren", so Rath. Der ERP-Markt ist jedenfalls weiter in Bewegung und wird wohl noch für einige Überraschungen gut sein. Und davon werden sicher welche von proALPHA kommen.

(Mehr über die von proALPHA auf der exponet vorgestellten Produkte und Lösungen lesen Sie in unserem exponet-Teil.)

Technik-Hintergrund: proALPHA auf der AS/400

Der Grundsatz, dass es für alle Plattformen nur einen Sourcecode geben darf, wurde bei der Umsetzung auf die AS/400 strikt eingehalten. Dies funktionierte nur deshalb so einfach, da proALPHA auf dem Entwicklungs- und Datenbanksystem PROGRESS basiert und dieses seit Jahren die AS/400-Plattform sehr erfolgreich unterstützt. Die proALPHA Software Austria fungiert für diese Plattform als Competence Center und verfügt über entsprechend ausgebildete AS/400-Spezialisten.

Die Daten wurden bei dieser Konstellation direkt in der IBM DB2/400 gehalten, so dass diese auch von anderen Systemen genutzt werden können. So können beispielsweise ILE-RPG-Programme direkt auf proALPHA-Daten zugreifen und diese verarbeiten. Die proALPHA Programme laufen am PC unter einem 32bit-Windows-System (Win9x oder Windows 2000). Die Oberfläche ist - da "nur" der Datenbankserver ausgetauscht wird - ident mit den bisher eingesetzten UNIX- und NT-Systemen. Da das System eine mehrstufige Client-Server-Technologie mittels PROGRESS AppServer (Application Server) unterstützt, können viele Programmteile direkt auf dem Application Server - also auch auf der AS/400 - laufen und bewirken daher eine massive Performanceverbesserung bzw. eine große Reduktion der Netzwerkbelastung.

Grenzenlose Kommunikation

proALPHA XMQ basiert auf zwei Elementen - zum einen auf XML, zum anderen auf SonicMQ, einem Java Message Server des proALPHA Plattformlieferanten Progress. XML als universelles Datenformat gewährleistet, dass die auszutauschenden Informationen auf nahezu jedem künftigen System verstanden und weiterverarbeitet werden können. SonicMQ ist dafür verantwortlich, dass die Daten zuverlässig und sicher über das Internet als Transportmedium verteilt werden. Und zwar asynchron, so dass es keine Rolle spielt, ob der Nachrichtenempfänger gerade online ist oder nicht. Durch vielfältige Bridges zu anderen Message Servern ist gewährleistet, dass nahezu alle Gegensysteme die übermittelten Daten empfangen können.

Beide Technologien werden in proALPHA XMQ vereint. Dadurch ist künftig für die Anwender eine Kommunikation mit Applikationen verschiedener Hersteller über unterschiedliche Systeme zu jeder Zeit und an jedem Ort möglich, und zwar in der Regel ohne Benutzerinteraktion.

Damit ist eine wichtige Voraussetzung im Hinblick auf die neuen Anforderungen mittelständischer Kunden geschaffen worden. Themen wie Supply Chain Management, Supply Chain Network Planing, Multi Site Planing, Advanced Planing & Scheduling oder eProcurement erfordern eine universelle, organisationsübergreifende Kommunikationstechnologie.

http://www.proalpha.at

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MONITOR-Autoren
Mag. Christoph Weiss

Mag. Christoph Weiss, i2s consulting, Leiter Büro Österreich: Magister und Textil-Fachingenieur. Führungserfahrung als IT-Leiter im Bereich technischer Grosshandel. Mehrfach Linien- verantwortlicher für ERP-Einführungen. Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Technikum Wien. Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) ..mehr..

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