Die Medizintechnik & Analytik der M.R.Drott KG in Wien ist unter anderem Distributor für die dänische Firma Radiometer Copenhagen, Hersteller von Messgeräten im medizinischen Bereich - speziell für die Blutanalyse. Mit der Einführung von Axapta hat Drott nun die Anforderungen an ein modernes softwaregestütztes Kundenservice realisiert und gleichzeitig die "Altlasten" einer über die Jahre gewachsenen und inhomogenen IT-Struktur behoben.
"Die Vereinheitlichung unserer IT-Struktur war uns ein wichtiges Anliegen", erläutert dazu Ing. Thomas Hora, zuständiger Projektverantwortlicher bei Drott. "Das wesentliche Ziel war eine durchgängige Plattform für alle Vorgänge im Bereich Medizintechnik & Analytik. Alle zur Durchführung des Geschäftsbetriebes notwendigen Programmteile sollten unter einem Betriebssystem laufen und die entsprechenden Daten auch in anderen Programmteilen zur Verfügung stehen."
Die Anforderungen
Die Geschäftstätigkeit von Drott entwickelte sich in den letzten Jahren immer mehr zum Angebot eines umfassenden Dienstleistungsportfolios für Spitäler, Universitäten, Pharmaunternehmen. Dazu zählen die Gerätewartung, der Aufbau analytischer Messumgebungen, Service, Verkauf und Kundenschulung. Österreichweit decken derzeit elf Außendienstmitarbeiter diese Anforderungen vor Ort bei den Kunden ab.
Aus diesem Aufgabenbereich ergaben sich - neben der schon genannten Vereinheitlichung des IT-Systems - weitere wichtige Anforderungen an eine neue Softwareplattform. Sie musste ein modernes CRM (Customer Relationship Management) unterstützen, die Anbindung der Außendienstmitarbeiter erleichtern und - besonders im medizinischen Bereich wichtig - eine Qualitätssicherung und Chargenverfolgung unterstützen.
Gleichzeitig sollte die neue Software ein komplettes Warenwirtschaftssystem, FIBU, Kostenrechnung und CAS umfassen, die Vereinfachung des Dokumentenflusses Richtung digitaler Archivierung unterstützen, den Einsatz von Barcode-Lesern im Lagerbereich ermöglichen und Euro-Umstellung ohne Datenkonvertierung erlauben.
Die Entscheidung
"Zu Beginn wurde eigentlich Concorde XAL präferiert", beschreibt Ing. Thomas Hora den Entscheidungsprozess. "Nach eingehenden Beratungen, unter anderem mit Herrn Zimmermann von der Firma Philosoft, entschieden wir uns dann doch für das neueste Mitglied der Produktlinie der Firma Damgaard - Axapta."
Die Entscheidung Concorde XAL beziehungsweise Axapta einzusetzen war Drott zwar nicht vorgegeben, wurde aber sicher davon beeinflusst, dass der wichtigste Lieferant, die Firma Radiometer Copenhagen, ebenfalls auf diese Software setzte. "Alle anderen, in die engere Wahl gekommen Produkte schieden aus den verschiedensten Gründen aus", so Hora.
Realisiert wurde die Lösung von Philosoft, die von ihren Niederlassungen in Graz und Wien österreichweit die ERP-Lösungen von Damgaard implementiert. Für Drott war das Philosoft-Angebot vor allem aus zwei Gründen maßgeblich: Es handelte sich um ein Komplettangebot, das Hardware, Betriebssystem, Axapta und die Schulungen inkludierte - und außerdem konnte Philosoft durch kompetente Beratung überzeugen.
Philosoft ist seit zehn Jahren um ERP-Bereich tätig und zählt zu den wenigen Komplettlösungsanbietern im mittelständischen Bereich, die auch aufgrund von unterstützenden Eigenentwicklungen und einem umfassenden Know-how betrieblicher Abläufe für eine rasche Implementierung sorgen können. Dazu kommt, das Philosoft bereits auf einige Referenzinstallationen im Medizintechnik-Bereich verweisen konnte.
Axapta wiederum bietet durch die moderne Konzeption, die leichte Erweiterung Richtung Internet und die einfache modulare Struktur eine zeitgemäße Basis für die neuen Anforderungen wie CRM, Web-Einbindung und E-Business. "Axapta transferiert die Concorde XAL-Funktionalität in eine moderne Software, die eine umfassende Kommunikation mit den modernen Medien ermöglicht", beschreibt Gerhard Zimmermann, Philosoft Geschäftsführer, die ERP-Lösung. "Sie kann aufgrund des modularen Aufbaus sowohl für Handel/Großhandel, Projektgeschäft , Produktion eingesetzt werden und bereits die ersten Projekte haben uns die Effizienz dieser ERP-Lösung bestätigt."
Die Lösung
Bei Drott wird eine Client Server Architektur verwendet. Ein dedizierter Server ist verantwortlich für zentrale Dateidienste, Drucken über das Netzwerk, E-Mails, Groupware-Programme, Zugangsschutz, Archivierung, Dateiverwaltung und Internetzugang. Die Applikationen werden auf den Clients gelagert. Als Topologie ist Ethernet 10/100 vorhanden und wird weiter eingesetzt beziehungsweise ausgebaut. Als Server wird ein Raid Server PIII/600 MHz DualProzessor mit Raid 5 Controller verwendet. Die Datensicherung erfolgt über einen DAT-Streamer. Als Arbeitsstationen kommen sowohl normale PIII/500 PCs als auch an das Netzwerk angeschlossene Notebooks PII/400 zum Einsatz.
Als Betriebssystem wird Windows NT 4.0 verwendet. Der Server und alle im Wiener Raum verwendeten Clients wurden mit Windows SBS 4.5 ausgestattet. Da diese Version alle notwendigen Anwendungsprogramme (SQL 7.0, Proxyserver, Exchange, ...) enthält, wurde diesem Aufbau der Vorzug gegenüber der Back-Office-Variante beziehungsweise den Einzelkomponenten gegeben. Im Außendienst wird Windows NT 4.0 Workstation zusammen mit IE 5.0 inklusive Outlook eingesetzt.
Die kurzfristige Zielsetzung sah eine möglichst reibungslose Integration der neuen Hard- und Software in die Ablauforganisation vor. Das mittelfristige Ziel ist der Einstieg in den Online-Verkauf bestimmter Produktgruppen. Derzeit nutzen die Außendienstmitarbeiter bereits die Möglichkeit, per Notebook Daten abzufragen. Zukünftig sollen diese auch mit Marktanalysen und CRM-Daten versorgt werden. Axapta ermöglicht grundsätzlich auch den Einstieg ins Unternehmens-ERP über Web-Browser.
Als sehr produktiv hat sich inzwischen auch die Zusammenarbeit mit dem dänischen Lieferanten Radiometer erwiesen, weil die Geschäftsprozesse hier aufgrund der gemeinsamen Softwareplattform um ein vielfaches effizienter abgewickelt und abgestimmt werden können. (dat)
Philosoft GmbH
Tel. 0316/577 455, 01/798 03 13
http://www.philosoft.co.at/




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