"Wir sehen darin eine ideale Möglichkeit, einen großen Schritt in neue Gebiete zu tun, den zweifellos auch der gesamte Konzern in nächster Zeit vollziehen wird. So wird es in nächster Zeit noch viele Veränderungen geben und wir wollen hier einen bereits erreichten Vorsprung nützen und schnell und mit neuer Aggressivität in den Markt hineingehen", so DI Franz Schiller, Vorstand in der österreichischen Niederlassung der Software AG. An seiner Seite ist seit dem Jahreswechsel auch Michaela Stöckli im Vorstand des Unternehmens. Dies nahm unser Autor Adolf Hochhaltinger zum Anlass, um mit dem neuen Führungsteam über die Pläne des expandierenden Unternehmens zu sprechen. Das Interview finden Sie ab Seite 36.
Aber nicht nur Unternehmen, sondern auch der ganze Bereich elektronischer Geschäftsbeziehungen ist in dauernder Bewegung, die natürlich auch Verunsicherung in sich birgt. Daher ist Dominik Troger der einfachen Fragestellung nachgegangen: Wem kann ich vertrauen? Das Internet wird nämlich die Art und Weise wie "Business" passiert, stark verändern. Bisher fanden Handelsbeziehungen in eng definierten Bereichen statt. Auch die EDV war bis vor kurzem rein auf das eigene Unternehmen bezogen und somit - bis zu einem gewissen Grad - immer noch kontrollierbar. Sicherheitstechnologien konnten sich meist darauf beschränken, den Zugang zu diesen Bereichen zu begrenzen. Durch das Internet und die Hereinnahme von elektronischen Business-to-Consumer-Beziehungen sowie den Aufbau elektronischer Wertschöpfungsketten werden aber diese herkömmlichen Strukturen aufgesprengt. Mehr dazu ab Seite 39.
Und auch im öffentlichen Verkehr Wiens sind in letzter Zeit einige Veränderungen festzustellen: "Das neue Verkaufssystem sollte den Wiener Linien ermöglichen, ihren Fahrgästen sämtliche im Verkehrsverbund Ost-Region geltende Fahrausweise anzubieten. Durch die Neugestaltung der Fahrausweise wurde auch den Kundenbedürfnissen Rechnung getragen", so Harald Grabmaier, Projektleiter von WILIPOS bei den Wiener Linien. Die von IBM und Partnerunternehmen realisierte WILIPOS-Lösung ersetzt nämlich das seit 1984 existierende Verkaufssystem der Wiener Linien in den Vorverkaufsstellen. Lesen Sie mehr über die technischen Hintergründe dieser Umstellung in den "Lösungen" ab Seite 22.
Im "Thema" dieses Heftes präsentieren Ihnen Ilse und Rudolf Wolf die neuesten Entwicklungen im Bereiche Archivsysteme, Dokumentenmanagement und Workflow. Und sie haben dabei herausgefunden, dass sich der Begriff Dokumentenmanagement-System grundlegend gewandelt hat. Er ist zu einem Sammelbegriff für die zunehmend vermischten Systemkategorien von Document-Imaging, Groupware, Workflow und elektronischen Archivsystemen mit digitalen optischen Speichern geworden. Während bis in die 80er-Jahre hinein der Computereinsatz vornehmlich der Rationalisierung von Einzeltätigkeiten gegolten hat und seitdem verschiedene Systeme häufig unverbunden nebeneinander existierten, versprechen die neuen Systeme die Arbeitsorganisation selbst zu übernehmen. Das "Thema" beginnt auf Seite 24.
Und nicht zuletzt wird auch der neue Mikroprozessor Crusoe von Transmeta im Markt für mobile Computer für Unruhe und Veränderung sorgen. Achim Scharf hat sich seine Features bei günstigem Preis genauer angesehen und war beeindruckt. Transmeta hatte nämlich die Vision, einen softwarebasierten Prozessor zu entwickeln, der zunächst einfacher zu entwickeln ist, der eine einfachere Fehlerbeseitigung ermöglicht, dessen Abwärtskompatibilität in Software realisiert wird, dessen Komplexität sowie Transistorzahl daher geringer und schließlich dessen elektrische Leistungsaufnahme weitaus kleiner ist. "Crusoe ist der erste Mikroprozessor überhaupt, dessen Befehlssatz komplett in Software realisiert ist", erläutert der Gründer und CEO von Transmeta, David Ditzel. "Ich denke hierbei nicht an ein Betriebssystem oder eine Anwendung, die auf dem Prozessor läuft, sondern an die Basisfunktionalität. Und das gibt dem Crusoe eine Reihe von Vorteilen, die durch reine Hardware nicht erreichbar sind". Mehr dazu im "Moniskop" ab Seite 78.
Angesichts dieses beständigen Wandels will Ihnen das Monitor-Team aber auch in Zukunft eine sichere Quelle hochwertiger Information sein, meint Ihr



1/2012
8/2011
7/2011


Dunja Koelwel ist freie Journalistin in München. Die studierte Juristin arbeitet für Verlage und Agenturen und betreut vor allem die Themen Internet und Business-Software aus einem strategisch- wirtschaftlichen Blickwinkel. 