25-4-2017 Gedruckt am 29-05-2017 aus www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/17230

Rückblick - 1984 im Monitor

Computer im Klassenzimmer

Schon 1984 war das Thema der Ausbildung des IKT-Nachwuchses in den Medien. In der Ausgabe März/April des Monitor ging es deshalb um "Computer im Klassenzimmer". Auf monitor.at finden Sie unter "Print-Archiv" diese und viele weitere Ausgaben zum Durchblättern.

Rudolf Felser

Für den Artikel wurde auch der damalige Unterrichtsminister und spätere Wiener Bürgermeister Helmut Zilk vom Monitor interviewt. (Bild: monitor.at)

Es ist schon mehr als 30 Jahre her, könnte in dieser Form aber auch heute noch in der Zeitung stehen. 1984 wurde im Monitor (hier zum Durchblättern) der Artikel "Computer im Klassenzimmer" eingeleitet mit: "Die Thematik des EDV-Unterrichts ist zwar nicht brandneu, aber dennoch in ihrer Aktualität ein heißes Eisen, das gerne hin- und hergereicht wird, an dem sich doch keiner die Finger verbrennen will."
 

200 Millionen Schilling

Untätig war man damals aber nicht. So wurden bis zum Zeitpunkt des Erscheinens des Artikels bereits 200 Millionen Schilling in die Ausstattung von Österreichs Höheren Schulen investiert – umgerechnet rund 14,5 Millionen Euro. 60 Millionen Schilling sollten in kurzer Zeit folgen. Die angeschafften Geräte mussten natürlich gewissen Kriterien entsprechen. Laut damaligen Angaben des ­Unterrichtsministeriums sollten die Computer es den Schülern erlauben, zwei höhere Programmiersprachen zu erlernen, in der HTL zum Beispiel Pascal und Cobol, sowie natürlich Basic. Standardisiert waren die Geräte nicht, es war vor allem wichtig, dass die Rechner eine "gewisse wirtschaftliche Verbreitung haben", damit die Schüler ihr erworbenes Wissen später im Berufsleben auch anwenden können.
 
Zusätzlich wurde auf die BTX-Fähigkeit (Bildschirmtext) der angeschafften Geräte Wert gelegt. Über BTX würden "weltweit, und natürlich auch in Österreich, mannigfaltigste Informationen ausgetauscht, die auch den Schulen nicht vorenthalten werden dürfen", so ein Ministeriumsvertreter.
 
1984 war übrigens auch das erste Jahr, in dem es möglich war, Informatik als Maturafach zu wählen – vorausgesetzt, dass das Wahlfach drei Jahre lang ­besucht wurde.
 

Helmut Zilk im Interview

Außerdem wurde für den Artikel auch der damalige Unterrichtsminister und spätere Wiener Bürgermeister Helmut Zilk vom Monitor interviewt. Er zog im Gespräch unter anderem Parallelen zwischen Philosophie und Informatik. Außerdem zeigte er sein persönliches Engagement für die EDV-Ausbildung des Nachwuchses. "Wenn beispielsweise ein Volksschullehrer einen Förderkurs mit Computern halten will, ist er eingeladen, sich direkt an mich zu wenden. Wir werden solche Vorhaben tatkräftig unterstützen", versprach Zilk.
 
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