23-3-2017 Gedruckt am 27-05-2017 aus www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/17184

Über 100 Teilnehmer, 24 Teams, 48 Stunden

Österreichs größter Hackathon

Die PALFINGER Gruppe veranstaltete am 4. und 5. März 2017 den größten Hackathon, der bisher in Österreich stattgefunden hat. Das Know-How für die Umsetzung brachte der finnische IT-Dienstleister und Industrie-Spezialist TIETO ein, der international bereits unterschiedliche Hackathons erfolgreich umgesetzt hat.

Bild: PALFINGER AG

Bei einem Hackathon, einer Wortschöpfung aus "hacken" und "Marathon", treffen sich Gleichgesinnte, um zusammen innerhalb einer festgesetzten Zeitspanne neue Ideen und Konzepte zu entwickeln - und zumeist wenig oder sogar keinen Schlaf zu finden. Der am am 4. und 5. März bei Microsoft Österreich in Wien stattgefundene Hackathon von PALFINGER (monitor.at hat berichtet) war mit mehr als hundert Teilnehmern in 24 Teams die bislang größte Veranstaltung ihrer Art in Österreich. "Die Veranstaltung war ein großer Erfolg. Die Stimmung an den beiden Tagen war sehr konzentriert und gleichzeitig fröhlich und partnerschaftlich. Ich bin begeistert, welche Konzepte die Teilnehmer entwickelt haben und vor allem, dass diese nach nur zwei Tagen bereits präsentationsreif waren", fasst Martin Zehnder, der für Digitalisierung verantwortliche Vorstand der PALFINGER AG, das Event zusammen.
 
"Wir freuen uns, gemeinsam mit PALFINGER diesen Hackathon umgesetzt zu haben", so Daniel Freiberger, Head of CEM bei TIETO Austria. "Wir erleben derzeit, dass durch Digitalisierung nicht nur die industrielle Produktion, sondern auch der Einsatz von Maschinen – in diesem Fall Kräne und Hebelösungen – revolutioniert wird. Dabei helfen wir unseren Kunden und Partnern, das volle Potenzial durch neue Services und Geschäftsmodelle zu erschließen."
 
Die Teilnehmer kamen aus ganz Österreich, aber auch internationale Teams waren darunter. Die Präsentationssprache war frei wählbar – deutsch oder englisch. Zum Teil meldeten sich bereits formierte Teams an, zum Teil auch Einzelpersonen, die vor Ort Teams bildeten. Studierende von Technischen und Wirtschaftsuniversitäten sowie von Fachhochschulen waren ebenso unter den Teilnehmern wie junge Startup-Unternehmen. Betreut wurden sie an den beiden Tagen von rund 30 Coaches aus den Reihen von PALFINGER und TIETO, die für Informationen und Tipps zur Verfügung standen.
 
PALFINGER gab vier mögliche Themenbereiche für die Ideen vor:
  • Virtual Reality, Augmented Reality, Mixed Reality
  • Teilautonomes Be- und Entladen
  • Digitale Assistenzsysteme
  • PALFINGER als Dienstleister
 
Die anwesenden Vertreter der Unternehmen PALFINGER, TIETO und Microsoft betonten in ihren einleitenden Statements die Bedeutung der Technologien und Daten für das übergeordnete Ziel – einen Mehrwert für die Kunden zu schaffen. Automatisierung und Sharing-Konzepte wurden thematisiert, und die notwendige Vernetzung – von Produkten, Daten, aber allen voran von Ideen. "Nicht die einzelnen Dinge sind relevant, sondern was wir mit den Daten machen können, die wir im Internet der Dinge erhalten", erläuterte etwa Martin Zehnder.
 
Im Anschluss an die Einführung starteten die 24 Teams mit der Erarbeitung ihrer Ideen. Einige von ihnen nutzten die Zeit am ersten Hackathon-Tag bis zur Schließung der Veranstaltungsräume am späten Abend. Am Sonntag stand weiteres Hacken am Programm. In Pre-Pitches konnten sich die Teams auf die Präsentation vor der Jury vorbereiten, die am späten Nachmittag angesetzt war.
 
Für die Präsentation standen jedem Team maximal zwei Minuten zur Verfügung. Zu sehen waren dabei Videos, aber auch schon Praxis-Simulationen und erste Prototypen. Die Jury bewertete die Ideen nach ihrer Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit, Konkretheit, Originalität, Konzeption und Benutzerfreundlichkeit sowie der Ergebnispräsentation.
 
Den drei erstplatzierten Teams winkte jeweils ein Preisgeld. Darüber hinaus erhalten sie die Möglichkeit, ihre Idee gemeinsam mit PALFINGER weiterzuentwickeln. "Die drei Siegerteams haben uns in allen Aspekten begeistert. Wir freuen uns, ihre Ideen und ihren Spirit in die PALFINGER Gruppe zu bringen. Natürlich werden wir uns auch alle anderen Konzepte noch einmal genauer ansehen", fasste ein Sprecher der Jury das Ergebnis zusammen. Mit einem Sonderpreis wurden auch die beiden jüngsten "Rookie"-Teams geehrt – zwei Schüler der HTL Donaustadt bzw. ein Student der TU Wien.
 
"Unser Ziel ist, diese offene Form der Innovation bei PALFINGER zu etablieren – mit externen Talenten, aber auch intern werden wir dies forcieren und Strukturen dafür schaffen", betont Herbert Ortner, Vorstandsvorsitzender der PALFINGER AG, die Bedeutung. Noch im Jahr 2017 ist die Gründung einer Niederlassung in Wien geplant – ein agiles Team, das sich neuen Ideen und Partnerschaften widmet. PALFINGER will durch den zunehmenden Einsatz digitaler Technologien völlig neue Nutzenaspekte für seine Kunden eröffnen.