23-2-2017 Gedruckt am 25-03-2017 aus www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/17139

Gastkommentar - Robert Schmitz, Qlik

Ebola, Masern oder Zika-Viren: klassisches Big-Data-Szenario?

Hilft Technologie im Kampf gegen Viruskrankheiten? Wie lässt sich die Ausbreitung des Virus mittels Technologie besser verfolgen? Fragen, die zu einem klassischen Big-Data Szenario passen.

Robert Schmitz, Country Manager DACH von Qlik (Bild: Qlik)

 "Some things aren't meant to go viral" – eine Erkenntnis, die bereits seit dem Ausbruch der hoch ansteckenden, gefährlichen Viruserkrankung Ebola im Jahr 2014 von Qlik, Pionier in Sachen Analyse und Visualisierung von Daten, ausgerufen wurde. Wie wichtig es ist, sich bei einer Vielzahl an Informationsquellen einen raschen Informationsvorsprung zu sichern, zeigte sich auch im Februar 2015, als in Berlin die Masern grassierten. Und das von der Gelbfieber - und Tigermücke übertragene Zika-Virus sorgte 2016 rund um die Olympischen Spiele in Brasilien für Schlagzeilen.
 
Hilft Technologie im Kampf gegen Viruskrankheiten? Wie lässt sich die Ausbreitung des Virus mittels Technologie besser verfolgen? Fragen, die zu einem klassischen Big-Data Szenario passen. Zusammen mit Cloudera und dem Systemintegrator Bardess entstand beim Business-Intelligence-Anbieter Qlik eine App, die sich auf Grundlage von Daten auf die Fährte des gefährlichen Zika-Virus macht. Berücksichtigt wurden etwa die weltweite Populationsdichte der virustragenden Mückenarten, Wetterdaten aus 10.000 Stationen, vermutete und bestätigte Krankheitsfälle sowie Flugverbindungsdaten internationaler Flughäfen.

 

(Bild: Qlik)

 Die Verfügbarkeit geeigneter Medikamente in ländlichen Regionen und Ballungsräumen wurde in die gemeinsame Datenoberfläche integriert, ergänzt um unstrukturierte Informationen aus Social-Media-Kanälen, Newsfeeds oder WHO-Statistiken zu neuen Ausbruch-Hotspots.

 

Die Erkenntnisse dank der Qlik Technologie? Antworten in kürzester Zeit zu Zusammenhängen, Verbreitung, Rückschlüssen und Szenarien:

  1. Es besteht ein Zusammenhang zwischen Wetterdaten und Mückenpopulation. Die lange Trockenperiode erlaubte eine ungestörte Brut-Periode, an deren Ende eine immense Mückenpopulation stand.
  2. Durch die Verknüpfung der Insekten-Populationsdaten mit registrierten Krankheits- beziehungsweise Verdachtsfällen entstand eine detaillierte und bis auf Ortsebene deklinierbare Verbreitungs-Landkarte.
  3. Es bestehen Verbindungen zwischen Flugrouten und Ansteckungspotential. Die Integration von Flugverbindungsdaten ließ darüber hinaus Rückschlüsse darauf zu, wo Reiserückkehrer aus betroffenen Regionen das Virus unter Umständen selbst weiterverbreiteten.

Durch das Zusammenführen und Auswerten von strukturierten und unstrukturierten Daten sowie die Datenvisualisierung wurde nicht nur Wissen neu verknüpft, sondern auch riskantes Nichtwissen aufgedeckt. Im "Change Their World Programm" können NGOs die Analyse-Software kostenfrei nutzen.

 

 
Hören Sie dazu auch das Video auf Youtube: "Using Big Data Analytics to Monitor Zika" - Die Applikation zeigt, wie es gelingt, komplexe Daten aus unterschiedlichsten Quellen zu integrieren und in eine einzige, optisch visualisierte Ansicht zu bringen, die für jedermann verständlich ist.
 
Robert Schmitz ist General Manager Central & Eastern Europe von Qlik.