20-2-2017 Gedruckt am 25-03-2017 aus www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/17134

Datenschutz-Problemzonen - Jürgen Kolb, iQSol

Datenschutz mal vom Ende her gedacht

Das Thema Datenschutz war seit jeher eines, das mit Kosten/Nutzen-Überlegungen begann und mit Nichtaktivität endete. Diese Zeiten sind definitiv vorbei.

Bild: CC0 Public Domain - pixabay.com

 Dafür gibt es unter anderem folgende Gründe:
  • Hohe Strafen bei Verstößen
  • Nur Maßnahmen/Security schützen vor Sanktionen
  • Nicht-monetäre Pflichten, die erfüllt werden müssen 
  • Hoher sozialer Druck, vor allem aus den Social Medias ("Shitstorms")
  • Viele Datenquellen ermöglichen Profiling und Big-Data Analysen
  • Neuerungen durch die EU-DSGVO ab Mai 2018
  • Konkrete Handlungsvorgaben bereits im DSG 2000 ersichtlich
  • Ein "Leak" oder Datendiebstahl kann existenzgefährdend sein
 
Es ist mittlerweile jedem Haftenden (Geschäftsführer, Vorstand, Datenschutzbeauftragte) bekannt, dass die zu verhängenden Strafen bis zu 20 Millionen betragen können oder 4 Prozent vom Umsatz umfassen können. Im Fall der Fälle können wirksame und nachweisbare Maßnahmen im Sinne des Datenschutzes eine Milderung bewirken.
 
Weiters gibt es auch Pflichten, die bereits seit langem bestehen, und praktisch jederzeit akut werden können: Ob dies nun Auskunftsrechte von Betroffenen betrifft, Meldepflichten bei Vorfällen, Listen für Datenanwendungen oder die Bestellung eines Datenschutz-beauftragten, um für 2018 gewappnet zu sein.
 
Jürgen Kolb, Managing Director des IT-Security-Anbieters iQSol, geht dieses Jahr in der Serie "Datenschutz-Problemzonen" regelmäßig kurz und prägnant auf einzelne Aspekte des Themas Datenschutz ein, die als Denkanstoß dienen sollen.
 
Bisher veröffentlicht: