24-1-2017 Gedruckt am 24-03-2017 aus www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/17101

Dell EMC Umfrage

Digitale Transformation: Österreich zwischen Zuversicht und Unsicherheit

In einer Umfrage befragte Dell EMC mittels eines digitalen Fragebogens rund hundert Personen in Führungspositionen österreichischer Betriebe zum Status quo der digitalen Transformation in ihren Unternehmen. Der Grundtenor: Trotz Unsicherheit sind Österreichs Unternehmen bereit, sich der Digitalisierungswelle anzupassen und sie als Chance zu nutzen – dennoch gibt es Raum für Verbesserung. Dabei stellen Informationsflut, Angst vor mangelndem Datenschutz und sich schnell veränderndem technologischen Standard Hürden dar.

Rudolf Felser

(Bild: CC0 Public Domain - pixabay.com)

 Die Ansprüche der Kunden steigen stetig und Features wie schneller barrierefreier Zugriff auf gespeicherte Informationen, Always-on Services und Kompatibilität mit einer weiten Bandbreite an smarten Devices sind inzwischen grundlegende Erwartungen der Konsumenten. Dass immerhin drei Viertel aller Befragten angaben, diese Ansprüche teilweise bis vollständig erfüllen zu können, zeugt davon, dass Digitalisierung trotz allem auch als Chance gesehen wird. Die meisten Unternehmer wenden mittlerweile zwischen 10 und 30 Prozent ihres Abteilungsbudgets für digitale Transformation auf. Kontroverse dazu bilden 25 Prozent, die angaben, nicht über das für Digitalisierung aufgewendete Budget Bescheid zu wissen. Unter anderem wurden Informationsflut und Datensicherheitsbedenken als Grund angeben, sich nicht mit Digitalisierung zu beschäftigen.
 
"Ein weiter Weg liegt zwischen dem Silicon Valley und Wien. Innovationen wie die Digitalisierungswelle erreichen uns daher oft mit Verzögerung", kommentierte Christian Rupp, Sprecher der Plattform digitales Österreich, die Ergebnisse der Umfrage. "In der starken Veränderung sehen Österreichs Top-Unternehmer allerdings nicht nur eine durch Kunden-Wünsche angetriebene Notwendigkeit. Entstandene Konzepte werden als Chance für neue Business-Möglichkeiten gesehen. Treibende Kräfte dafür sind neben den Kundenwünschen auch die Mitarbeiter der Unternehmen selbst, die bereit für den Schritt in ein neues System sind."
 
Dennoch geben rund zwei Drittel der Befragten an, dass Digitalisierung in Form einer ausgefeilten Technologie-Strategie eine größere Rolle in ihrem Unternehmen spielen sollte. Die größte Hürde für weitere Modernisierung stellt neben dem nötigen Budget meist eine fehlende Strategie und Vision dar. In Zusammenarbeit von unternehmensinterner IT und dem Know-how externer Partner ist hier vor allem Aktivität des Top-Managements gefragt. Ebenfalls ein großer zu überwindender Stein im Weg der Digitalisierung sind eben jene Prozesse, die für traditionelle Unternehmensstrukturen essentiell sind und für deren Überwindung die Entwicklung eines vollständig neuen Modells nötig ist – ein Schritt der Risikobereitschaft erfordert. Immerhin 40 Prozent aller Befragten gaben diese althergebrachten Prozesse als Hindernis für die Digitalisierung an, was in weiterer Folge für die Benchmark-Erfahrung eines verlässlichen IT-Partners spricht.
 
Einen sich bereits in naher Zukunft abzeichnenden Trend stellt laut der Dell EMC Umfrage die zunehmende Implementierung von datengeschützten Entscheidungsprozessen dar. Besonders großen Spielraum für weiteren Ausbau bietet sich bei innovativen Feldern wie der Einbindung von Artificial Intelligence oder Multisensorik-Devices.