8-11-2016 Gedruckt am 24-03-2017 aus www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/17022

Modernisiertes Logistik-Management bei Ottakringer

Neue ERP-Lösung fürs 16er-Blech

Für Unternehmen des produzierenden Gewerbes sind eine bedarfsgerechte Ressourcen-Planung sowie eine effiziente Auslastung ihrer Lagerräumlichkeiten von essenzieller Bedeutung. Aus diesem Grund hat sich die Ottakringer Getränke AG für die Einführung eines modernen SAP ERP-Systems entschieden. Für die Umsetzung des Mammut-Projektes wurde der österreichische IT-Dienstleister unit-IT, übrigens auch SAP Platinum-Partner, an Bord geholt.

Rudolf Felser

Georg Reich, IT-Leiter der Ottakringer Getränke AG (c) Ottakringer Getränke AG

 Die mehrheitlich in Familienbesitz befindliche Ottakringer Getränke AG mit Sitz in Wien beschäftigt 874 Mitarbeiter und ist Österreichs einziger börsennotierter Getränkekonzern. Unter seinem Dach vereint der Konzern die Tochterunternehmen Ottakringer Brauerei AG, Vöslauer Mineralwasser AG, Brauerei Pécsi Sörfőzde Zrt (Ungarn), Kolarik & Leeb GmbH, Del Fabro Gesellschaft mbH sowie die Trinkservice GmbH. Mit einem Jahres-Getränkeausstoß von rund vier Millionen Hektoliter sind die Anforderungen an die interne Logistik des Unternehmens enorm. Um dem aktuellen Marktanspruch gerecht zu werden, galt es daher, das veraltete IT-System abzulösen. Im Rahmen eines großen SAP-Einführungsprojektes wurde eine neue ERP-Lösung implementiert. Dabei setzt der österreichische Traditionsbetrieb für die Spezialbereiche Lagerorganisation und Zustelllogistik auf die Expertise des SAP-Systemhauses unit-IT.
 

Restrukturierung der Lagerorganisation 

Bei Vöslauer und Ottakringer wurde ein modernes Warehouse Management System (WMS) zur elektronischen Erfassung aller prozessabhängigen Daten für den Warenfluss eingeführt, um ihre Lager effizient zu organisieren und einen genauen Überblick über ihren Bestand zu behalten. Im Depot der Ottakringer Brauerei sowie bei dem Getränkefachgroßhändler Kolarik & Leeb mit Standorten in Wien, Graz, Telfs und Wals wurde ein Lean-WMS, eine schlanke Variante des WMS, implementiert. Die hohen Produktionsmengen und das enge Platzangebot erforderten akribische Lösungen in der Lagerorganisation. Hierfür wurden Gabelstapler mit mobilen Terminals ausgestattet. Sobald ein Posten bereit zum Verladen ist, erscheint auf diesen Displays eine Meldung. Zugleich werden entsprechende Etiketten für die einzelnen Verladeeinheiten, wie etwa Bierfässer, automatisch ausgedruckt. Aufgrund der genauen Kontrollmöglichkeiten aller disporelevanter Daten lassen sich Fehler und Verzögerungen vermeiden und interne Prozesse beschleunigen. Durch die Umstellung auf WMS können die zur Verfügung stehenden Lagerräumlichkeiten nun bestmöglich genutzt werden. Mithilfe einer von unit-IT implementierten Lösung für das Qualitätsmanagement werden zudem die Freigabe sowie die Sperre einzelner Paletten einer Charge bzw. eines Mindesthaltbarkeitsdatums im System ermöglicht.
 
Als Resultat der umfassenden Systemumstellung werden erstmals sämtliche internen Prozesse der einzelnen Ottakringer-Betriebe – von der Bestellung über die Produktion bis hin zur Lieferung – in einem ERP-System abgebildet. "Dank der erfolgreichen Zusammenarbeit mit unit-IT ist es uns gelungen, die Ressourcen-Planung unserer Häuser auf ein state-of-the-art Niveau zu heben. Somit sind wir auch künftig in der Lage, der stetig steigenden Nachfrage unserer Kunden gerecht zu werden", zeigt sich Georg Reich, IT-Leiter der Ottakringer Getränke AG, begeistert. Dass der Einsatz neuester Technologien erheblich zum wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens beiträgt, steht für Karl-Heinz Täubel, den Geschäftsführer der unit-IT Dienstleistungs GmbH & Co KG, fest: "Gerade für Unternehmen des produzierenden Gewerbes ist die Verschränkung von Logistik und IT wettbewerbsentscheidend."