12-10-2016 Gedruckt am 24-03-2017 aus www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/16989

Mehr Usability heißt mehr Erfolg

Sieben Tipps für benutzerfreundliche Websites

Absatz von Produkten steigern, Mitarbeiter enger an das Unternehmen binden, die Öffentlichkeit positiv beeinflussen: Die Ziele, die Unternehmen mit ihren Internetauftritten verfolgen, sind sehr unterschiedlich. Eines haben die Websites aber alle gemeinsam: Den gewünschten Erfolg können sie nur erzielen, wenn sie benutzerfreundlich sind. Der Digital-Business-Experte ARITHNEA gibt sieben Tipps für die optimale Usability von Unternehmens-Websites.

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1. Gestaltgesetze einhalten. Die Grundlage für eine hohe Benutzerfreundlichkeit liefern die Gestaltgesetze der visuellen Wahrnehmung. Dazu zählen beispielsweise die Gesetze der Nähe, der Ähnlichkeit, der Geschlossenheit, der einfachen Fortsetzung oder das Prägnanzgesetz. Besonders wichtig ist ihre Einhaltung für die kleinen Bildschirme von Mobilgeräten.
 
2. Erwartungskonformität beachten. Im Lauf der Jahre haben sich bei den Nutzern bestimmte Erwartungen gefestigt: der Warenkorb ist immer oben rechts, das Logo oben links und die Navigation oben oder in der linken Spalte. Davon sollten die Unternehmen nicht abweichen, denn das würde die User verunsichern und irritieren.
 
3. Für Konsistenz sorgen. Ein Web-Auftritt muss immer ein klares und stringentes Bild vermitteln. Inhalte und Funktionen sollten deshalb wenn möglich nur an einer Stelle auftauchen. Müssen bestimmte Funktionen zwangsläufig mehrfach angeboten werden, ist sicherzustellen, dass sie immer dieselben Ergebnisse liefern. 
 
4. Aufs Wesentliche konzentrieren. Für Websites gilt: Weniger ist mehr. Menschen können nicht sehr viele Informationen in ihrem Kurzzeitgedächtnis speichern und nur ganz wenige von ihnen sind in der Lage, in kurzer Zeit komplexe kognitive Aufgaben zu lösen. Websites dürfen deshalb nicht überfrachtet sein und sollten durch Reduzierung optimiert werden.
 
5. Feedback bieten. Website-Besucher möchten über laufende Vorgänge Bescheid wissen. Kommt es zu Wartezeiten, ist für sie aber häufig nicht erkennbar, ob gerade ein Prozess im Gang ist oder ein vorübergehend schlechter Mobilfunknetz-Empfang der Grund dafür ist. Eine simple Meldung über einen laufenden Vorgang kann das verhindern.
 
6. Die Sprache der Nutzer sprechen. Nutzer müssen verstehen können, was ihnen auf einer Website angeboten wird, allerdings wollen sie auch nicht unterfordert werden. Unternehmen sollten deshalb genau analysieren, mit welchem Vorwissen die Besucher auf ihre Websites kommen und die passende Ansprache wählen. Es ist schließlich ein gewaltiger Unterschied, ob ein kleiner Fachkreis oder ein großes Publikum ohne fachlichen Background angesprochen wird.
 
7. Ladezeiten nicht vernachlässigen. Die Ladezeiten sind ein Usability-Aspekt, der oft vergessen wird. Die Geschwindigkeit der Websites ist aber ein ganz entscheidender Erfolgsfaktor, da lange Ladezeiten die Besucher vergraulen. Gezielte technische Optimierungen können die Geschwindigkeit ebenso deutlich erhöhen wie der Einsatz eines Content Delivery Network.
 
"Setzen sich Unternehmen mit der Usability ihrer Website auseinander, schauen sie dabei oft nur auf das Design", sagt Christian Weckopp, Bereichsleiter Digital Marketing bei ARITHNEA am Standort Dortmund. "Die richtige Gestaltung ist enorm wichtig, keine Frage. Sie ist aber nicht alles. Auch die Inhalte und die Geschwindigkeit spielen für die Benutzerfreundlichkeit eines Internetauftritts eine große Rolle und entscheiden maßgeblich über seinen Erfolg oder Misserfolg."