11-10-2016 Gedruckt am 25-03-2017 aus www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/16986

Open Data aus dem Orbit

bmvit und FFG starten Satellitendaten-Hackathon

Was würden Sie tun, wenn Sie Zugriff auf aktuelle Satellitendaten hätten? Beim ersten Copernicus Earth Observation Data Hackathon können Sie Ihre Ideen in die Tat umsetzen. Auch, oder gerade, Entwickler ohne "Weltraum-Erfahrung" sind dabei gefragt, um frischen Wind in die Nutzung der offenen Daten aus dem Orbit zu bringen.

Rudolf Felser

Satellit Sentinel-1 (c) ESA - P. Carril

 Im Rahmen des europäischen Copernicus-Programms wurden bereits mehrere Satelliten im Orbit positioniert, die eine komplexe Erdbeobachtung ermöglichen – der neueste in diesem Jahr. Ihre Daten können für Bereiche wie beispielsweise Umwelt, Verkehr, Wirtschaft und Sicherheitspolitik eingesetzt werden. Um die österreichische Forschungs- und Entwicklungscommunity zu unterstützen wurde ein nationaler Datenzugang eingerichtet. Über diesen werden die Daten der Sentinel-Satelliten des Copernicus-Programms zur Verfügung gestellt.
 
Diese Informationen sollen natürlich sinnvoll genutzt werden. Um die Entwicklung innovativer Anwendungen und Ideen in diesem Zusammenhang zu fördern haben das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) und die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) den Copernicus Earth Observation Data Hackathon initiiert. Bei einem Hackathon – eine Wortschöpfung aus "Hack" und "Marathon" – geht es darum, in einem vorgegebenen Zeitraum in Teamarbeit an Projekten, Ideen bzw. App-Prototypen zu arbeiten. Genau das soll am 4. und 5. November mit den Sentinel-Daten ebenfalls geschehen. Als Austragungsort für den "Hack-Marathon", bei dem voraussichtlich viel Platz für Kreativität, aber nur wenig Zeit für Schlaf bleibt, wurden die Räumlichkeiten des INiTS - Universitäres Gründerservice Wien in der Wiener Maria-Jacobi Gasse gewählt. Das INiTS ist auch der Organisator des Events.    
 
Es geht dabei nicht nur um Ruhm, Ehre und das Gefühl, die Welt vielleicht ein kleines Stückchen besser gemacht zu haben, sondern auch um Preise im Gesamtwert von 7.500 Euro für die besten Teams. Nicht nur Entwickler mit "Weltraum-Erfahrung" sind gefragt. Die Initiatoren suchen besonders Software-Profis ohne Erdbeobachtungs-Hintergrund, um frischen Wind in die Nutzung der offenen Daten aus dem Weltraum zu bringen. Insgesamt stehen 70 Plätze zur Verfügung, zur Anmeldung geht es hier.