16-8-2016 Gedruckt am 29-05-2017 aus www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/16920

Gastartikel - Michael Hack

Olympia: Goldkurs keine Niederlage für Netzwerk

Nach der Fußball-Europameisterschaft beherrschen nun die Olympischen Spiele in Rio die Konversation am Kaffeeautomaten. Während berühmte Sportlerinnen und Sportler gegeneinander antreten, müssen IT-Teams den Kampf gegen die Folgen aufnehmen, die große Sportereignisse auf das Unternehmensnetzwerk nach sich ziehen.

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Die Wettkämpfe werden per Live-Streaming auf verschiedenen Websites übertragen und Nachrichtenagenturen veröffentlichen die Ergebnisse in Echtzeit. Es ist naheliegend, dass die Sportereignisse auch von Mitarbeitern auf Streaming-Sites mit ihren persönlichen Mobilgeräten oder Rechnern live verfolgt werden.
 
Derartige zusätzliche Aktivitäten durch einen Großteil der Belegschaft könnten sich negativ auf die Performance des Unternehmensnetzwerks auswirken. Streaming benötigt viel Bandbreite, was das Netzwerk erheblich verlangsamen kann. Dies wiederum führt zu einer Beeinträchtigung geschäftskritischer Aufgaben, was letztlich der Produktivität und der Rentabilität des Unternehmens schadet. Die Mitarbeiter des Unternehmens sind sich dieser Risiken in der Regel nicht bewusst. Insbesondere vor dem Hintergrund von BYOD (Bring Your Own Device) werden schlecht vorbereitete Unternehmen die Nebenwirkungen noch deutlicher zu spüren bekommen. Um es vor den Folgen einer Netzwerküberlastung zu schützen, müssen IT-Administratoren gerüstet sein. Doch es gibt für sie einfache Lösungen, die es den Beschäftigten erlauben, sich über die Wettkämpfe auf dem Laufenden zu halten und doch das Netzwerk nicht aus den Augen verlieren.
 
Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, vorauszuplanen und einen Ausweichplan zu erarbeiten. IT-Teams sollten sicherstellen, dass die Benutzer sich über die Folgen im Klaren sind, die das Streaming für das Unternehmen haben kann und eine alternative Möglichkeit anbieten, um die Netzwerklast zu reduzieren. Ein Fernseher oder ein Rechner für die Live-Übertragung der Wettkämpfe wäre dafür die einfachste Lösung.
 
Darüber hinaus können Tools zur Netzwerküberwachung eingesetzt werden, um Strategien zur optimalen Verteilung der Bandbreitennutzung zu entwickeln. Um ausreichend Kontrolle über das Unternehmensnetzwerk zu erlangen, sollte in Erwägung gezogen werden, den Datenverkehr nach Portnummer, IP-Adresse oder Datenpaketen zu überwachen. Dies hilft dabei, die Bandbreitennutzung nachzuverfolgen, zu steuern und zu verteilen.
 
Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung einer schwarzen Liste, jedoch ist dies nicht immer die beste Lösung. Je nach Betrieb ist es nicht so einfach, zwischen trivialen und für die Arbeit der Beschäftigten notwendigen Inhalten zu unterscheiden.
 
Egal, welche Methode zur Überwachung des Netzwerks während der Sportereignisse eingesetzt wird: Die reibungslose Ausführung geschäftskritischer Anwendungen darf nicht dem Zufall überlassen werden. Die Vorbereitung auf große Medienereignisse ist heutzutage Teil des IT-Puzzles. Die Fähigkeit, Belastungsspitzen für die Bandbreite, die sich nachteilig auf geschäftskritische Netzwerkfunktionen auswirken können, vorherzusagen, ist für IT-Teams ein Muss.
 
Michael Hack ist Senior Vice President of EMEA Operations von Ipswitch.