24-6-2016 Gedruckt am 24-03-2017 aus www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/16878

Kapsch Security Day 2016

Industrialisierter Cybercrime?

Die Anzahl der gemeldeten Sicherheitszwischenfälle im ICT-Bereich steigt signifikant. Die Devise für den Umgang mit den vielfältigen Bedrohungen lautet: Prevent, Protect, Detect, Respond. Dies betrifft neben der technischen auch die organisatorische und physische Sicherheit.

Mehr als 300 Besucher durfte man am Security Day begrüßen. Foto: Kapsch

Mehr als 300 Besucher des diesjährigen Security Days von Kapsch BusinessCom informierten sich über neueste Lösungen im Bereich der Cybersecurity und diskutierten effiziente Strategien. „Also, fad wird uns damit sicher nicht“, meinte eine Besucherin beispielsweise am Ende des Vortrages von Matthias Schmidl, dem stellvertretenden Leiter der österreichischen Datenschutzbehörde, der über die neue EU-Datenschutzgrundverordnung gesprochen hatte.
 
Diese Aussage gilt auf vielen verschiedenen Ebenen, wie man auf der Veranstaltung im Tagungszentrum des Schlosses Schönbrunn feststellen konnten. Kapsch BusinessCom hatte ein umfassendes Programm zusammengestellt, in dem alle Aspekte von Cybersecurity Platz fanden. Das reichte von der neuen Datenschutzregelung, die ab 2018 in ganz Europa umzusetzen ist, über neueste Sicherheitsbedrohungen und technische Lösungen für den Umgang damit, bis hin zu organisatorischen Fragestellungen für ganzheitliche Security-Ansätze. Expertinnen und Experten von Kapsch sowie zahlreicher Technologiepartner boten Einblicke in das wohl wichtigste und komplexeste Thema der IT-Branche. Die Wichtigkeit steigt vor allem aufgrund der zunehmenden Professionalisierung von Kriminalität im Internet. Crime as a Service war ein großes Thema an diesem Tag. Die Komplexität steigt mit der zunehmenden Vernetzung: Das Internet of Everything, die Verschmelzung privater und beruflicher Nutzung von Geräten und der Trend, Berechtigungsverwaltung verstärkt in die Hände der Anwender zu geben, stellt Security-Verantwortliche vor große Herausforderungen.
 
Diesen kann man nur mit mehrschichtigen Ansätzen begegnen. „It takes a network to defeat a network” war der Titel des Vortrages von Philipp Amann, Head of Strategy and Development bei der Europol. Was er am Beispiel seiner vernetzt agierenden Polizeibehörde darstellte, gilt auch für Unternehmen.