23-6-2016 Gedruckt am 30-05-2017 aus www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/16875

DSAG-Umfrage zur digitalen Transformation

Digitalisierung? Ja bitte, aber ...

...nur mit den geeigneten Lösungen. So das Konklusio einer Umfrage der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe e.V. (DSAG). In dieser messen über 80 Prozent der befragten Personen der digitalen Trans-formation eine sehr hohe bzw. hohe Bedeutung für ihr Unternehmen bei.

Die größten Auswirkungen erwarten die Teilnehmer in den Bereichen Geschäftsprozesse, Arbeitsabläufe und Kundenzugang. Grafik: DSAG

Bei den Mitgliedsunternehmen der DSAG ist die digitale Transformation damit jedenfalls bereits angekommen. Dabei gibt es zahlreiche aktuelle Themen, mit denen sich die Unternehmen im Zusammenhang mit digitaler Transformation beschäftigen. Im Rahmen der DSAG-Umfrage wurden insbesondere die Kundenschnittstelle, Fertigung und Logistik, Personalwesen, Kollaboration sowie Big Data und Analytics erwähnt. Die größten Auswirkungen erwarten die Teilnehmer in den Bereichen Geschäftsprozesse, Arbeitsabläufe und Kundenzugang.

Klare Perspektiven

Bei der Vielzahl an Softwarelösungen ist es für Unternehmen oft schwierig einzuschätzen, welche relevant für die digitale Transformation sind. Wie können Anwender dahingehend unterstützt werden? „Zahlreiche Unternehmen befinden sich in der Evaluierung um die Bedeutung der Digitalisierung“, erläutert Otto Schell, Vorstand Branchen/Geschäftsprozesse bei der DSAG. „Daher sehe ich auch die Verantwortung bei Anbietern wie SAP, Unternehmen aufzuklären und sie beim Übergang in die digitale Zukunft zu begleiten. Des Weiteren sollte sichergestellt werden, dass bereits bestehende ERP-Systeme integriert werden und weiter einsetzbar sind.“

Zusammenarbeit neu definieren

Im Hinblick auf die Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen und den IT-Abteilungen in Unternehmen kam man zu dem Ergebnis, dass auch hier spürbare Veränderungen stattfinden. Die Zusammenarbeit intensiviert sich. „Innerhalb der Unternehmen werden Aufgaben und Verantwortungsbereiche neu verteilt“, erklärt Gerhard Göttert, Vorstand für den Bereich Anwendungsportfolio bei der DSAG und zuständig für die Fachbereichsprogramme. „Zunehmend erhalten Fachbereiche mehr Kompetenzen und entscheiden darüber, wie Unternehmensabläufe mithilfe technologischer Systeme abgebildet werden.“ Durch eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Fachbereichen und IT kann sich die Umsetzungsgeschwindigkeit neuer Business-Anforderungen oder gar neuer Geschäftsmodelle erheblich verbessern. Allein dies reicht aber nicht aus. Es müssen auch die erforderlichen „digitalen“ Kompetenzen in beiden Bereichen aufgebaut werden.
 
Insgesamt nahmen 346 DSAG-Mitglieder aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an der Umfrage im März 2016 teil. Die meisten Teilnehmer (51,7 Prozent) sind in Unternehmen mit 5.000 oder mehr Mitarbeitern tätig.