23-3-2017 Gedruckt am 28-03-2017 aus www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/16866

Start-Ups im IT-Bereich

Wachstumsmotor der Zukunft

Österreichs Wirtschaft setzt auf digitale Kommunikation. Waren vor Jahren noch wenige Firmen und Privathaushalte online, so hat sich das in den letzten Jahren grundlegend geändert. Die wachsende Start-Up-Szene sorgt nun für frischen Schwung.

Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Nahezu alle der rund 13.000 Unternehmen des produzierenden Gewerbes nutzen bereits das Internet: Rund 99 Prozent verfügen über einen Zugang, 90 Prozent leisten sich auch eine eigene Webseite, auf der sie sich und ihre Produkte präsentieren. Bei den etwa 26.000 Dienstleistungsunternehmen sieht die Situation ähnlich aus. Da ist es kaum verwunderlich, dass sich hierzulande rund 4.500 IT-Dienstleister etablieren konnten. Im Klartext: Die Informationstechnologie ist in Österreich auf besten Wege, völlig neue Möglichkeiten zu nutzen und damit Arbeitsplätze und Märkte zu revolutionieren. Apropos revolutionieren: Hier finden Sie übrigens die bei den Mitarbeitern beliebtesten Top 10-IT-Firmen Österreichs.

Mit Optimismus in die Zukunft

Die Start-Up-Szene in Österreich und speziell in Wien zeigt, dass sich mehr und mehr hochqualifizierte junge Leute aufmachen, Österreich für neue Investoren attraktiv zu machen. Das hat inzwischen auch die Politik registriert und will Start-Up-Unternehmen nach Kräften fördern.
 
Von allen Firmen-Neugründungen in Österreich sind rund 70 Prozent in Wien ansässig. Wiederum 70 Prozent davon sind Start-Ups, die sich mittelbar oder unmittelbar mit der Informationstechnologie befassen. Diese Start-Ups investieren viel in innovative Techniken und Systeme, weil sie nicht zuletzt auf Zahlen der UBIT vertrauen. Obmann Alfred Harl brachte es nämlich jüngst auf den Punkt: "Wissensbasierte Dienstleister sind die Wachstumsbranche der Zukunft". Und das untermauerte er mit Zahlen: Seit 2008 konnte der Branchengesamtumsatz um mehr als 50 Prozent gesteigert werden.

Start-Ups müssen gefördert werden

Eine neue Unternehmerkultur ist wichtig, will Österreich auch künftig wirtschaftlich in der Eliteliga mitspielen. Deshalb ist auch eine zielgerichtete Förderung von Start-Ups von entscheidender Bedeutung. Auch die Wirtschaftskammer sieht die neuen Unternehmensstrukturen als Chance, den eigenen Standort für Investoren interessant zu machen. Man ist bestrebt, den Start-Up-Unternehmen bei der Finanzierung ihrer Unternehmen zu unterstützen. Das könne zum Beispiel durch Unterstützung bei der Suche nach Crowdfunding-Möglichkeiten oder eines investitionswilligen Finanziers geschehen.

Die täglichen Leiden eines Start-Ups

Bis dahin müssen sich Start-Ups mit ganz alltäglichen Problemen rumschlagen, und sei es „nur“ die Auswahl des künftigen Arbeitsplatzes. Schließlich braucht Wachstum auch genügend Raum. Fühlen sich meine Mitarbeiter in einem Großraumbüro wohl, wo man jederzeit kommunizieren kann? Oder bevorzugt man separate Büros? Letzteres ist vor allem für lärmempfindliche Zeitgenossen passender. Auch eine persönlich bevorzugte Raumtemperatur lässt sich in einem separaten Büroraum natürlich leichter realisieren, womit man sich einen Wohlfühlraum schaffen kann. Nicht unterschätzen darf man in diesem Sinne auch die richtige Beleuchtung. Viel natürliches Sonnenlicht ist genauso wichtig wie eine richtige Beleuchtung des Arbeitsplatzes. Schließlich arbeiten Frauen wie Männer in einem Start-Up-Unternehmen oft mehr als 50 Stunden die Woche...