7-6-2016 Gedruckt am 29-05-2017 aus www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/16852

Erste Safe Harbor-Strafen sind fällig

Schuss vor den Bug

In Deutschland wurden nun erstmals Unternehmen zu Bußgeldern verdonnert, weil sie die Übermittlung von personenbezogenen Daten nicht auf eine rechtssichere Safe Harbor-Alternative umgestellt haben. Die drei Unternehmen kamen aber noch recht glimpflich davon.

Die ersten Safe Harbor-Strafen fielen noch recht milde aus. Bild: Petra Bork / pixelio.de

Vor acht Monaten hat der Europäische Gerichtshof das Safe Harbor-Abkommen gekippt, jetzt gibt’s die ersten rechtskräftigen Bußgelder. Die betroffenen Unternehmen hatten ihre Datentransfers (Mitarbeiter- und Kundendaten) in die USA nicht schnell genug auf eine rechtssichere Grundlage gestellt. Laut der Datenschützer handelt es sich um die Unternehmen Adobe, Punica und Unilever.
 
Inzwischen haben alle drei Unternehmen nachgebessert, heißt es weiter. Die Buße bleibt ihnen aber dennoch nicht erspart – wenngleich diese ohnehin sehr „freundlich“ ausgefallen ist. Bei Beträgen von 8.000 (Adobe), 9.000 (Punica) und 11.000 Euro (Unilever) reicht eigentlich ein Griff in die Portokasse. Zukünftig soll’s aber nicht mehr so billig sein: Unternehmen, die ihren Datentransfer jetzt immer noch nicht umgestellt hätten, müssten mit deutlich höheren Strafen rechnen, so die Datenschützer.