26-4-2016 Gedruckt am 22-02-2017 aus www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/16783

tarife.at startet Geschwindigkeitskontrolle

Highspeed oder lahme Ente?

Die von Internet Service Providern (ISP) beworbenen Bandbreiten entsprechen nicht immer den tatsächlichen Up- und Downloadgeschwindigkeiten. Das ist zwar Fachleuten bekannt, Kunden aber nicht bewusst. Mit SpeedMap von tarife.at kann man sich ab sofort ein eigenes Bild der verschiedenen Anbieter machen.

Bild: tarife.at

Dass die von den Internetanbietern beworbenen Übertragungsraten sich als theoretische Maximalwerte verstehen, ist vielen Konsumenten beim Vertragsabschluss nicht klar. Umso größer die Enttäuschung, wenn die beworbene Datenrate in der Realität nicht oder nur teilweise erreicht wird. Die Folgen sind nicht selten frustrierte Kunden und finanzieller Schaden - weil vielleicht auch ein günstigerer Tarif die gleiche Geschwindigkeit geboten hätte. Als Datenbasis dienen mehr als 400.000 Messungen durch tarife.at sowie durch den Netztest der Regulierungsbehörde RTR.

Welche Geschwindigkeit ist zu erwarten?

Durch das Inkrafttreten der EU-Verordnung „über Maßnahmen zum Zugang zum offenen Internet…“ (Telecom-Single-Market, Nummer 2015/2120) per 30. April 2016 verändert sich die Situation für Anbieter und Konsumenten: Anbieter von Internetzugangsdiensten im Festnetz müssen künftig bei Vertragsabschluss einen frei gewählten Wert angeben, wie hoch die normalerweise zur Verfügung stehende Geschwindigkeit ist. Kommt es in der Folge zu andauernden, massiven Abweichungen, könnte es potenziell zur Geltendmachung von Gewährleistungsansprüchen durch Kunden kommen. Die Pflicht zur Angabe einer konkreten Geschwindigkeit gilt übrigens nicht für Mobilfunknetze.
 
Hier hakt SpeedMap ein und verschafft Konsumenten schon vor Vertragsabschluss eine zusammenfassende Übersicht darüber, welche Geschwindigkeiten andere Kunden bei den verschiedenen Netzanbietern tatsächlich erreicht haben. SpeedMap bietet Bandbreitenübersichten sowohl für Mobilfunk- als auch Festnetzanbieter. „Unser Service ist auf die Bedürfnisse der Konsumenten ausgerichtet. Denn wer schon vor Vertragsabschluss aussagekräftige Informationen zur Geschwindigkeit bekommt, kann gezielter den optimalen Tarif auswählen“, erklärt Maximilian Schirmer, Gründer von tarife.at.

Statistische Analysen

SpeedMap nutzt ein eigens entwickeltes mathematisches Modell, das auf Basis von aktuell 400.000 Messungen unverbindliche Schätzungen darüber abgibt, welche Geschwindigkeit ein Anbieter regelmäßig erreichen kann. Dafür werden Messungen analysiert, die sich im direkten Umfeld des Wohnorts befinden und über SpeedTest oder den RTR Netztest der österreichischen Regulierungsbehörde durchgeführt wurden. Durch die grafische Aufbereitung der Ergebnisse erhalten User mit nur einem Klick eine Schätzung über die Down- und Upload-Geschwindigkeiten der an diesem Standort zur Verfügung stehenden Anbieter.
 
Interessierte können die Analyse kostenlos auf www.tarife.at/speedmap durchführen. Zudem wird die SpeedMap in die bestehenden Tarifvergleiche  integriert, wodurch die unverbindlich geschätzten Geschwindigkeiten direkt in den Ergebnissen angezeigt werden. Der Anschlusstyp des jeweiligen Tarifs (3G, 4G/LTE, DSL, Kabel) wird automatisch berücksichtigt. Schirmer: „Ich freue mich sehr, dass wir mit SpeedMap den Konsumenten erstmals die Möglichkeit bieten, sich im Vorhinein ein Bild über die Netzsituation machen zu können. Ein derartiger Service war dringend überfällig.“
 

Bild: tarife.at