20-4-2016 Gedruckt am 29-05-2017 aus www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/16772

Billigkartuschen-Hersteller schluckt Traditionsfirma

Chinesen kaufen Lexmark

Der kriselnde Druckerhersteller Lexmark hat einen Käufer gefunden. Die chinesische Technologiefirma Apex will das Unternehmen für 3,6 Mrd. Dollar kaufen. Erst im Februar hat Lexmark den Abbau von 550 Stellen angekündigt.

Der Traditionshersteller wird von Chinesen geschluckt. Bild: Lexmark

Apex ist ein chinesisches Technologie-Konsortium rund um die Investoren von PAG Asia Capital und Legend Capital Management. Ironisches Detail am Rande: Apex stellt Chips und Komponenten für Tintenstrahl- und Laserdruckerkartuschen her, um diese wieder zu befüllen und die Herstellersperren für Verbrauchsmaterialen zu umgehen.
 
Nichts ändern soll sich am Hauptsitz und in der obersten Managementebene. CEO Paul Rooke soll im Amt bleiben, der Hauptsitz bleibt im US-amerikanischen Lexington (Kentucky).  Auch die Geschäftsbereiche werden laut Mitteilung nicht von der Übernahme berührt und sollen sowohl strategisch als auch finanziell vom Eigentümerwechsel profitieren. "Mit dem Konsortium im Rücken werden wir in der Lage sein, weiter zu investieren und zu wachsen, damit wir im asiatisch-pazifischen Raum bei Hardware, Software und Managed-Print-Sevices zulegen können", kommentiert Rooke.
 
Stimmen die Wettbewerbshüter zu, dann soll das Geschäft noch heuer unter Dach und Fach gebracht werden. Der Kaufpreis wird übrigens in bar bezahlt.