21-3-2016 Gedruckt am 29-05-2017 aus www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/16735

Digitale Transformation

Innovationen aus dem Data Center

Ein Großteil der österreichischen Unternehmen sieht die Digitalisierung als Chance – laut einer McKinsey Studie verfügt der Bereich Digitalisierung der Geschäftsabläufe und Produktion (Stichwort: Industrie 4.0) in Österreich nämlich über das höchste Wachstumspotenzial.

Dieter Ferner erläutert, wie Unternehmen ihr Rechenzentrum schon heute für die digitale Transformation fit machen. Foto: Redaktion

Welche IT-Trends heute relevant für Unternehmen sind und wie das Rechenzentrum für die digitale Transformation aufgestellt sein sollte, um Innovationen schnell und erfolgreich nutzbar zu machen, war Thema des SUSE Linux Expert Day, der unlängst in Wien stattfand. Viele der mit dem Schlagwort „Software Defined Data Center“ assoziierten Technologien wie etwa Linux, Container, Private Cloud oder softwarebasierter Storage werden längst in den Rechenzentren genutzt. Dieter Ferner, Country Manager von SUSE Österreich ist sich sicher: Bei der digitalen Transformation kommt die Innovation aus dem Data Center.
 
„Traditionelle Unternehmen schaffen digitalisierte Produkte, etwa der Verbund, der neben Strom und Gas mit Eco-Home seinen Kunden eine Plattform zur intelligenten Vernetzung der heimischen Infrastruktur bietet und BMW betreibt erfolgreich Car-Sharing mit Connected Cars. Traditionelle Unternehmen schaffen digitalisierte Produkte, wodurch ihr Bedarf nach Innovationsdynamik exponentiell steigt. Ein dynamisches Rechenzentrum bildet die Basis, um in der digitalen Wirtschaft erfolgreich zu sein: Mit einem Software Defined Data Center wird die IT zum Treiber der Innovation.“

Dynamischere Entwicklung

„Das klassische Rechenzentrum mit seinen mehr oder weniger statischen Systemen und Kernanwendungen wie SAP bleibt weiterhin unverzichtbar. Aber der Bedarf an mehr Dynamik durch die digitale Transformation schafft eine IT der zwei Geschwindigkeiten. Der beste Ansatz, um beide Umgebungen architekturell zu vereinen, ist das Software Defined Data Center (SDDC). Seine dynamische Infrastruktur ermöglicht es Entwicklern, schnell Anwendungen zu schaffen, zu testen und direkt zu betreiben. Dieses Zusammenwachsen von Entwicklung und Betrieb im sogenannten DevOps-Modell – der Verschmelzung von Anwendungsentwicklung und -Betrieb – ermöglicht die wandelbare Infrastruktur des SDDC.“
 
„Der gigantische Wachstumsmarkt Big Data ist ein bevorzugter Einsatzbereich von DevOps. Durch die digitalen Produkte fallen zunehmend unstrukturierte Daten an. So wird neben den klassischen CRM-Daten das Kundenverhalten am Markt innerhalb einzelner Apps ausgewertet und durch die Zusammenführung ergibt sich ein neues Gesamtbild. Schnittstellen zwischen klassischen, strukturierten SAP-HANA-Daten und unstrukturierten Daten aus Open-Source-Systemen wie Hadoop erfordern eine entsprechende Infrastruktur. OpenStack und CloudFoundry bieten diese dynamisch anpassbare Infrastruktur und eine standardisierte Plattform für innovative Apps. Anwendungen können so auf Daten aus verschiedenen Quellen zugreifen und müssen sich nicht um deren Herkunft kümmern.“
 
„Ein massiver Wechsel findet statt: Die Industrie der Dinge wird zur Industrie der Daten. Das SDDC ist eingebettet in den größeren Umbruch der Industrie 4.0 und ist daher kein kurzlebiger Trend, sondern ein fester Teil der Digitalisierung. Für Unternehmen ist es jetzt wichtig, den ersten Schritt zu tun und das eigene Rechenzentrum auf den dynamischen Stand der Technik zu bringen, um neue, zukunftsfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln.“