4-3-2016 Gedruckt am 29-05-2017 aus www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/16718

Supercomputer verarbeitete riesen Datenmenge

Ein Bulle und die Gravitationswellen

Supercomputer sind die treibende Kraft bei wissenschaftlichen Untersuchungen von Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen. So auch beim jüngsten Durchbruch der Entdeckung der Gravitationswellen durch ein internationales Wissenschaftlerteam. Das technologische Rückgrat der Forschungen bildete ein Bull Supercomputer.

Für die Beweisführung von Einsteins Relativitätstheorie mussten die Forscher schwere Geschütze auffahren. Foto: wobigrafie / pixelio.de

Die Entdeckung gilt als einer der größten Durchbrüche der Physik in den vergangenen 100 Jahren. Damit soll Albert Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie bewiesen sein. Durch die gesicherte Existenz dieser kaum wahrnehmbaren Wellen lassen sich neue Ansätze entwickeln, um das Universum zu erforschen. Gravitationswellen interagieren sehr schwach mit Partikeln, es sind sehr empfindliche Geräte nötig, um sie zu erkennen. Erst technologische Innovationen der jüngeren Zeit konnten diese Aufgabe meistern.

Kollision mit schwarzen Löchern simuliert

Der Bull Supercomputer verarbeitete die umfangreiche Datenmenge, die von den über 1.000 beteiligten Wissenschaftern und Forschern gesammelt wurde. Das Team der Cardiff University nutzte den Hochleistungsrechner ebenfalls, um Kollisionen von schwarzen Löchern zu simulieren. Daraus leitete es theoretische Modelle ab, die die vom US-amerikanischen LIGO (Laser Interferometer Gravitationswellen-Observatorium)-Projekt entdeckten Signale tatsächlich als Gravitationswellen bestätigten.