3-3-2016 Gedruckt am 29-05-2017 aus www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/16715

SUSE Linux Expert Days

Flexible Strukturen & böse Kabel

Die Formel hat sich nicht geändert - und der Erfolg gibt SUSE recht: Rund 80 Kunden und Partner durfte man bei den diesjährigen SUSE Linux Expert Days in Wien begrüßen. Im Mittelpunkt standen Strategien zum Rechenzentrum der nächsten Generation - dem Software Defined Data Center.

Durften sich über eine gelungene Veranstaltung in Wien freuen: Gerald Pfeifer, Michael Jores und Dieter Ferner (v.l.). Foto: Redaktion

In sechzig Städten - quer über den Globus verteilt - macht die Tour Station. Österreich war, Mitte Februar, heuer einer der ersten Stopps. "Wir haben dieses Format aufgesetzt, um den Markt regelmäßig zu informieren", erklärt Michael Jores, Regional Director Central Europe, den Hintergrund des logistischen und finanziellen Aufwands. "Und ich denke auch, dass der Titel ,Expert Days' sehr gut gewählt wurde, weil sich hier wirklich Experten miteinander unterhalten und die Zusammenhänge darstellen", so Jores weiter.
 
Andererseits biete man dem Markt mit der Veranstaltung nicht nur etwas, sondern erhalte dafür auch wertvolles Feedback. "Wir geben uns Mühe dem Markt zuzuhören und daraus zu lernen. Schließlich wollen wir Lösungen bieten, die auch passen", meint Gerald Pfeifer, Senior Director Product Management and Operations.
 
Dass die Lösungen passen müssen, steht angesichts der sich rasant verändernden Businessmodelle außer Frage. "Infrastruktur muss schnell und flexibel bereitgestellt werden können. Sämtliche Anforderungen müssen erfüllt werden ohne, dass dabei die Kosten steigen", umreißt Pfeifer. Um reine Kostenreduzierung gehe es dabei aber nicht. "Die Kosten, die man hier einspart, kann man an anderer Stelle sinnvoll einsetzen", ergänzt Jores.

"Kabel sind böse"

Als Beispiel nennt Pfeifer Rechenzentren bzw. Cloud-Dienstleistungen. "Geht im Rechenzentrum etwas kaputt, muss die IT-Abteilung sofort aufspringen und sich darum kümmern - sonst steht alles. Immer, wenn wer kommen muss und ein Kabel in die Hand nimmt, dann habe ich ein Problem. Kabel sind böse. Geht in der Cloud etwas kaputt, dann muss ich nicht gleich losrennen. Die Cloud repariert sich praktisch von selbst. Die defekten Teile kann ich später tauschen", erklärt Pfeifer. Angenehmer Nebeneffekt für die einzelnen Unternehmensabteilungen: Es entsteht eine gerechtere Verteilung der Infrastrukturkosten. 
 
Eine solche dynamische Struktur verlange aber nach offenen Standards. "Und hier kommt Open Source ins Spiel", sagt Dieter Ferner, Country Manager SUSE Austria. "Wir sind neutral und sehr partnerschaftliche denkend. Dadurch ergänzen wir uns mit den unterschiedlichsten Herstellern perfekt." Für Jores ist Open Source übrigens "die zukunftssichere Autobahn", die sicherstellt, dass IT-Lösungen von Unternehmen "nicht in der Sackgasse landen". Gutes Beispiel: Open Stack, ein Thread, den Jores als unaufhaltsam bezeichnet. "Wir waren die erste Linux Distribution, die darauf gesetzt hat", so Jores nicht ohne Stolz.