26-2-2016 Gedruckt am 29-05-2017 aus www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/16706

Studie von Fujitsu

Gut "Digitalisierungs-Ding" braucht Weile

Ein Viertel der Einzelhändler hat keine klare Digitalisierungsstrategie, bescheinigt eine von Fujitsu in Auftrag gegebene Studie. Einzelhändler seien sich zwar einig über eine Notwendigkeit der "Digitalen Transformation", setzen jedoch unterschiedliche strategische Prioritäten. Fest steht jedoch: Die Kunden wollen im bei Omnichannel-Präsenz den gleichen Service - egal wo.

Die heutigen Kunden wollen alles, überall und jederzeit. Foto: Erwin Lorenzen / pixelio.de

Laut der aktuellen Studie „Der digitale Drahtseilakt" fehlt noch vielen Einzelhändlern eine klare Digitalisierungsstrategie. Zwar sind sich die Einzelhändler in den europäischen Ländern weitgehend einig, dass die digitale Transformation entscheidend für den zukünftigenheit skeptisch, dass sie ihre entsprechenden Investitionen wirklich zielführend einsetzt. Fast drei Viertel der Einzelhändler haben derzeit das Gefühl, der Entwicklung hinterherzuhinken.
 
„In Zeiten, in denen die analoge und die digitale Welt immer stärker zusammenwachsen, wird das vernetzte Ladengeschäft zu einem wichtigen Wettbewerbsvorteil für den Einzelhandel“, erläutert Richard Clarke, Global Retail Director for Strategy & Business Development bei Fujitsu. „Retailer stehen unter starkem Druck, ihr Angebot und ihre Prozesse jetzt zu digitalisieren. Unsere Umfrage zeigt aber, dass vier von fünf Einzelhändlern das selbst vorgegebene Tempo bei der digitalen Ausrichtung nicht halten können."

Alles Omnichannel in 2016

Das Jahr 2016 gilt unter Branchenexperten als Jahr der digitalen Transformation. Laut IDC werden bis zum Jahr 2018 rund 80 Prozent der europäischen B2C-Unternehmen ihren Kunden ein Omnichannel-Angebot machen können. Der Kunde will frei entscheiden, wann er welchen Vertriebskanal nutzt. Obwohl weitgehend Einigkeit darüber herrscht, dass die digitale Transformation Auswirkungen auf den Umsatz hat, da sie das Einkaufserlebnis des Kunden und die Effizienz beeinflusst, weisen die Ergebnisse der Fujitsu-Studie auf Diskrepanzen hinsichtlich der strategischen Prioritäten für digitale Projekte hin.

Ob online oder stationär: Kunde will den gleichen Service

„Kunden wollen im Laden den gleichen individuellen Service, den sie online gewohnt sind – egal ob über ein Smartphone oder ein Gerät im Ladengeschäft. Dem steht derzeit allerdings vor allem eine fehlende digitale Strategie über alle Kanäle hinweg im Weg – aber auch unterschiedliche Prioritäten, die sich teilweise gegenseitig ausschließen. Der Fokus von Fujitsus „Connected Retail”-Strategie liegt darauf, Einzelhändler bei der digitalen Omnichannel-Transformation zu unterstützen. Dazu gehört sowohl ein erfolgreicher Auftritt in der neuen digitalen Welt als auch eine reibungslose Digitalisierung der relevanten Geschäftsprozesse“, ergänzt Clarke.