11-1-2016 Gedruckt am 25-05-2017 aus www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/16640

PC/Laptop und Smartphone-Geschäft werden in zwei Tochtergesellschaften ausgegliedert

Fujitsu wird wieder einmal umstrukturiert

Bereits ab ersten Februar lagert Fujitsu das PC- und Notebook-Geschäft einerseits und das Mobilfunk-Geschäft andererseits in zwei neue Tochtergesellschaften aus. Die neue PC- und Notebook-Tochterfirma heißt dann "Fujitsu Client Computing Limited". Die Smartphone-Sparte, die hierzulande wenig bekannt, da sie nicht auf dem Markt präsent ist, wird in die neue Tochter "Fujitsu Connected Technologies Limited" überführt.

Fujitsu lagert das schwierige PC/Tablet- und Smartphone-Geschäft aus. Server und Storage bleiben im Mutterkonzern, immer wichtiger wird Fujtsu seine Rolle als IT-Service-Anbieter. Foto: Wahlmüller

Mit der Ausgliederung will der japanische Konzern folgendes bewirken: Beide Sparten sollen künftig rascher, unabhängiger und effizienter agieren können, da schneller auf den Markt und die sich ändernden Anforderungen reagiert werden müsse. Hinter der Aktion sehen Experten allerdings den vornehmlichen Beweggrund, dass so in Zukunft eine mögliche Ausgliederung einzelner Sparten leichter fällt. Laut japanischen Medienberichten verhandelten Fujitsu und Toshiba bereits über die Fusion ihrer PC-Sparten

Die Ankündigung zu diesem Umstrukturierungs-Einschnitt kam überraschend genau am 24. Dezember. Während alle Welt Weihnachten feierte, beschloss Fujitsu seine Aufspaltung. Aus einem Unternehmen werden daher ab Februar drei, wie Fujitsu am 24. Dezember mitteilte.

Fusionen vorprogrammiert
 
Im Geschäft mit PCs und Smartphones sei es heutzutage schwierig, sich zu differenzieren und mit den globalen Anbietern zu konkurrieren, heißt es in der Mitteilung. Mit der Aufspaltung sollen unter anderem die Entscheidungswege verkürzt werden.
Fujitsus PC-Geschäft erzielte im letzten Geschäftsjahr einen Umsatz von 303 Milliarden Yen, das Smartphone-Geschäft macht weltweit mit 157 Milliarden Yen etwa die Hälfte davon aus.

Dem japanischen PC-Markt könnte somit eine Konsolidierung bevorstehen, sollten sich die ehemaligen PC-Divisionen von Toshiba und Sony mit Fujitsu Client Computing zusammenschliessen. Yoshimi Ota, CEO von Vaio (früher eine Geschäftseinheit von Sony), äußerte sich bereits Anfang Dezember zu einer möglichen Fusion. "Wenn uns der Deal Vorteile bringt, erwägen wir ihn", sagte er etwa gegenüber dem Wall Street Journal (cws).