23-11-2015 Gedruckt am 25-06-2017 aus www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/16611

Bessere Verständigung zwischen Fachabteilung und IT

Ideen & Projekten mehr Raum geben

Das Ziel klingt einfach, der Weg dorthin ist aber mitunter ein steiniger: Fach- und IT-Experten sollen sich besser verstehen. Schließlich ist zielgerichtete Kommunikation für viele IT-Projekte ein entscheidender Erfolgsfaktor, während mangelhaftes Verständnis schnell zu fehlerhaften Umsetzungen und - schlimmstenfalls - zum Verlust der gemeinsamen Projektvision führt. Mit seinem innovativem Tool "Interaction Room" beugt adesso Austria etwaigen Verständigungsproblemen daher gleich von Anfang an vor.

Interaktion im Interaction Room. An den Wänden eines speziellen Raumes werden Hauptelemente eines Projekts bzw. Prozesse aus verschiedenen Perspektiven abgebildet. Biold: adesso

Fach- und IT-Experten miteinander reden lassen und für mehr Verständnis sorgen. So einfach könnte man die ureigenste Aufgabe des Interaction Rooms zusammenfassen. Erreicht wird dies durch eine nicht IT-orientierte, visuelle Darstellung von Prozessen. Dies bewahrt Diskussionen davor, zu schnell zu technisch – und damit zu IT-lastig – zu werden. Oftmals sprechen Fachbereich und IT nämlich eine komplett andere Sprache und damit aneinander vorbei; nebensächliche Dinge werden als besonders wichtig dargestellt und das eigentlich Wesentliche bekommt nicht jene Wichtigkeit, die es verdient.
 
"Kommt es dann zu Missverständnissen, sind beide Seiten unzufrieden", weiß adesso Austria-Chef Erwin Greiml aus Erfahrung. "Oft führt das zu gegenseitigen Schuldzuweisungen und sogar Grabenkämpfen." Die Folge: das Projekt gerät in Schieflage, läuft aus dem Budget und scheitert im schlimmsten Fall sogar gänzlich.

Gemeinsame Sprache finden

Ziel des Interaction Room (IR) ist es daher, den Fokus auf die erfolgskritischen und wesentlichen Aspekte eines (IT-)Projekts zu legen und durch Transparenz und Abstraktion eine Basis für zielorientierte Abstimmungsprozesse zu schaffen. Mit Unterstützung von so genannten IR-Coaches entwickeln Fachbereich und IT durch pragmatisches Modellieren ein gemeinsames Big-Picture des Projekts. 
 
An den Wänden des Raumes werden die wesentlichen Elemente des Projekts aus verschiedenen Perspektiven modelliert. Mit fest definierten Annotationssymbolen wird dabei auf Aspekte hingewiesen, die besonderer Beachtung bedürfen, beispielsweise hinsichtlich Wertschöpfung, Aufwand oder Risiko. Die Modellierung wird so auf das Projekt zugeschnitten, dass sie allen Beteiligten intuitiv zugänglich ist. Somit können fachliche und technologische Experten ihr Wissen bündeln und fokussiert über das Projekt kommunizieren, ohne das große Projekt-Ziel aus den Augen zu verlieren.
 
Die Diskussion und Dokumentation der Annotationen ermöglicht eine strukturierte Informationssammlung. Die Erkenntnisse aus den Diskussionen über die IR-Annotationen können schließlich auch als Grundlage für die Priorisierung und Schätzung genutzt werden. Kurz gesagt: aus unterschiedlichen Vorstellungen wird ein Team geschneidert. Der Interaction Room ist praktisch die Antwort auf die Frage, wie Fach- und IT-Abteilungen bei der Entwicklung geschäftskritischer Lösungen besser zusammenarbeiten können.
 
"Der Erfolg von Interaction Room-Workshops steht und fällt mit den Fähigkeiten der Coaches. Aufgrund unserer bisherigen Tätigkeit, können wir hier bereits auf einen reichhaltigen Erfahrungsschatz zurückgreifen", erklärt Greiml. Sämtliche IR-Coaches bei adesso müssen vor ihrem ersten Einsatz eine umfangreiche Schulung samt Zertifizierung durchlaufen.
 
Übrigens: Weiterführende Perspektiven zu diesem Thema liefert auch das adesso-Whitepaper „Entwicklung einen Raum geben – Software-Projekte im Interaction Room“
Darin wird gezeigt, wie man mit dem Interaction Room Software-Projekte effizienter gestalten kann. Unter New-School-of-IT.de können dieses (und weitere Whitepaper) bestellt werden.