14-11-2015 Gedruckt am 27-06-2017 aus www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/16606

Start für Mobile Business Angebot und M2M

Tele2 schießt sich auf Business-Markt ein

Nach der Bekanntgabe seines Mobile Business Angebots Ende Oktober will der schwedische Tele2 Konzern jetzt auch den M2M (Machine-to-Machine) Markt angehen - vor allem über Partnerschaften - wie am 12. November bei dem Wiener Tele2 M2M-Talk zu hören war.

Rami Avidan und Ingrid Wistrand, M2M-Führungsduo bei Tele2 in Schweden, stellten beim Wiener M2M Talk ihre Ideen und Visionen zur vernetzten Welt vor und präsentierten Wien als neues M2M-CEE-Headquarter. Foto: Wahlmüller

Viel Andrang herrschte beim Tele2-M2M-Event am Donnerstag im Wiener EMS-Forum. Rund 200 Teilnehmer waren gekommen, um zu hören, was der schwedische TK-Konzern Tele2 zum Thema M2M zu sagen hat. Wien wird dabei jedenfalls künftig eine große Rolle spielen und als CEE-Headquarter fungieren. Dafür wurde mit Thomas Kanzler (kommt von T-Mobile) ein eigenes M2M Team gebildet.

"Unserer Konkurrenten bauen auf eine vertikale Vorgangsweise, wir wollen horizontal über Partner agieren", sagte Rami Avidan, Managing Director für M2M bei Tele2 aus Schweden, im Gespräch mit dem MONITOR. "Connctivitiy ist dabei ganz klar eng mit Lösungen verknüpft zu sehen", betonte Avidan. Tele2 sieht sich dabei in der Rolle als "Sub Supplier für die Partner", so Avidan weiter, der die Partnerlandschaft europaweit und auch in Österreich rasch stark ausbauen will. Auch Tele2 Österreich Chef freut sich über die Business-Expansion: "Mit dem Mobile Business-Angebot sind wir jetzt ein Full-Service Provider und M2M Partner für alle unsere Business-Kunden".

Vom Schweißgerät bis zum Solarpaneel

Wie können Unternehmen von der M2M-Technologie profitieren? Wie wird M2M die Lebensqualität verbessern und welche Entwicklungen sind in den kommenden Jahren zu erwarten? Dazu zeigt Avidan auf dem Wiener Event einige bereits realisierte Projekte: so wurde für den schwedischen Schweißmaschinen-Produzenten ESAB die Geräte komplett vernetzt und mit der Unternehmenszentrale verbunden. Damit wird einerseits die Überwachung des aktuellen Status der Schweißgeräte möglich, andererseits ermöglicht die Vernetzung auch ein neues Geschäftsmodell: Statt dem simplen Produktverkauf rückt jetzt der Dienstleistungs- und Service-Charakter mehr in den Vordergrund.
 
Gemeinsam mit Autohersteller Audi wurde mithilfe der M2M-Technologie ein neues Auto-Miet-Sharing-und-Buchungs-System gestartet. Damit wird eine völlig neue Zielgruppe angesprochen und Audi generiert damit neue Umsatz-Kanäle. Für Solvis wurden die erzeugten Solar-Paneele vernetzt. "Heute läuft es auf eine Vernetzung aller Dinge hinaus - eigentlich kann fast alles vernetzt werden", meinte Avidan. Von Tele2 kommt im wesentlichen dabei die Connectivity und der Zugang zu den Unternehmenskunden - die Partner sorgen dann für die Realisierung der Lösungen. Daher ist es klares Ziel von Tele2, in Zukunft weitere M2M-Partner zu gewinnen.

Neue Tele2 M2M Partner in Österreich

Einige neue Partner wurden in Wien jetzt auch vorgestellt, etwa Triotronik, Spezialist für die Entwicklung, Produktion und Distribution von Netzwerk-Infrastruktur, Microtronics, ein nö. M2M-Spezialist, der sich mit eigener HW und SW-Entwicklung zur Vernetzung von Dingen bzw. Produkten verschiedenster Art in Österreich bereits einen guten Namen gemacht hat (auch Partner von A1 und T-Mobile), Fink Zeitsysteme, ein Unternehmen das seit 40 Jahren individuelle Lösungen für die Zeiterfassung von Aufträgen und Personal sowie für Zutrittskontrollen und Fuhrparkverwaltung liefert sowie die Smart-Textiles Plattform Österreich, die laut Eigenangaben weltweit größte Organisation im Bereich intelligenter Textilien. Eine große Anzahl von Unternehmen und Forschungseinrichtungen entwickeln gemeinsam die intelligente Kleidung der Zukunft: Integrierte digitale Komponenten liefern einen Zusatznutzen für den Träger www.smart-textiles.com

M2M ist das am stärksten wachsende Geschäftsfeld des Telekommunikations-Komplettanbieters Tele2. Immerhin soll es laut Marktforschungsinstitut Gartner 2020 bereits 25 Milliarden Geräte weltweit geben, die automatisiert miteinander kommunizieren, laut Cisco sollen es 50 Mrd. Geräte sein. (cws)

m2mtalks.com