10-7-2015 Gedruckt am 25-06-2017 aus www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/16470

Österreichischer IT-Spezialist in der Krise

DanubeIT meldet Insolvenz an

Das Sanierungsverfahren betrifft ausschließlich die österreichische Tochter der DanubeIT-Gruppe und nicht die deutschen Gesellschaften. Der Antrag im Rahmen der österreichischen Insolvenzordnung erfolgte am 10. Juli 2015 am Handelsgericht Wien.

Der Sitz der DanubeIT im Floridotower (Foto: DanubeIT)

Johann Ehm, Geschäftsführer und Gründer von DanubeIT: "Wir haben den Schritt aktiv gesetzt, um das Unternehmen unabhängig zu erhalten und um uns vor einer feindlichen Übernahme zu schützen." Ziel sei die geordnete Sanierung und die Fortführung des Unternehmens, so Ehm.
 
DanubeIT ist in den letzten Jahren sehr rasch gewachsen. Dabei wurden auch mehrere Unternehmen übernommen. Finanziert wurden die Akquisitionen durch Eigenmittel, ergänzt durch Bankkredite. Nachdem im Vorjahr wichtige Kunden wegbrachen, wie z.B. die Nabucco Gaspipeline und dann auch noch die EU-Sanktionen gegen Russland große Projekte bei DanubeIT zu Fall brachten, entzog die Bank die Unterstützung und stellte schließlich die Kredite fällig.
 
Das Unternehmen beschäftigt heute insgesamt rund 100 Mitarbeiter, die in Österreich und im Ausland rund 170 Kunden betreuen. Das Portfolio umfasst die komplette Leistungspalette an maßgeschneiderten Data Center Services, Managed Services sowie Consulting- & Projekt-Services. Auf der Referenzliste in Österreich stehen renommierte Top-1000 Unternehmen und Institutionen wie die AK, ARBÖ, Austrian, Bundeskanzleramt, B.M.I., Econgas, ORF, OMV, Mondi, Nabucco Gaspipeline, Raiffeisen Centro Bank, Thalia oder Zgonc.