26-3-2015 Gedruckt am 29-04-2017 aus www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/16318

Studie über IT-Sicherheit in KMU

Kleine, aber feine Vorlieben

Kleine und mittelständische Unternehmen haben eine klare Vorstellung davon, was ihre Sicherheitssysteme leisten sollen, setzen auf den Einsatz möglichst weniger unterschiedlicher Hersteller und schützen vor allem ihre Endpoint-Geräte. Ihre Unternehmensdaten behalten sie am liebsten im Hause. So lauten - zusammengefasst - die Ergebnisse einer Studie, die Sophos in Zusammenarbeit mit techconsult erstellt hat.

Foto: Sophos

Die Untersuchung beleuchtet, wie kleine und mittelständische Unternehmen IT-Sicherheitsprodukte einsetzen, welches die wichtigsten Parameter aus Sicht der Unternehmen dafür sind und wie die Angriffslage ist. 305 Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz und aus unterschiedlichsten Branchen wie Industrie, Dienstleistungen oder Telekommunikation haben Rede und Antwort gestanden. Einige Trends ließen sich dabei identifizieren. 

Je weniger unterschiedliche Hersteller, desto besser

Es zeigt sich, dass die Unternehmen offensichtlich zunehmend Wert darauf legen, nicht mehr ein Sammelsurium an Software unterschiedlichster Hersteller einzusetzen, sondern sich auf die Produkte von einem bis maximal zwei Herstellern zu beschränken. So gaben 40,7 Prozent der befragten Unternehmen an, Software von einem einzigen Hersteller im Einsatz zu haben, 50,5 Prozent nutzen die Lösungen von zwei Herstellern. Dass Hersteller-Fokussierung ein wichtiger Punkt ist, zeigte sich auch bei der Frage welche Aspekte die wichtigsten für ein umfassendes IT-Sicherheitssystem sind. Hier gaben die meisten Unternehmen an, die Sicherheitslösungen sollten von einem Hersteller sein.

Einfach soll's sein

Als wichtigste Parameter, die die Sicherheitssysteme im Unternehmen erfüllen sollen, gaben die Unternehmen neben dem meistgenannten Aspekt der Fokussierung auf einen Hersteller die folgenden an: Einfaches Ausrollen neuer Policies auf verschiedene Plattformen und Geräte, die Kommunikation einzelner Module untereinander, ein zentrales Management, keine Performance-Einbußen sowie umfassender und schneller Support. Alle genannten Aspekte lagen sehr eng beieinander und sprechen für das Bedürfnis der Unternehmen nach einfach handhabbaren und umfassenden Lösungen.

Vor allem Endpoint im Blick

Unternehmen schützen besonders Endpoint Geräte. Gut 80 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, hier Sicherheitssoftware einzusetzen. Mobile-Security-Produkte haben hingegen nur noch knapp 47 Prozent im Einsatz, Datenverschlüsselung gibt es in 45 Prozent der Unternehmen, Datei-oder Ordnerverschlüsselung ist ebenso wie ein Mobile-Device-Management System jeweils nur bei gut 36 Prozent der befragten Unternehmen im Einsatz. Hier besteht Luft nach oben.

Unternehmensdaten bleiben wo sie sind

Der Speicherung von Daten in der Cloud stehen die Unternehmen offenbar immer noch misstrauisch gegenüber. Gerade einmal 13,1 Prozent haben ihre Unternehmensdaten in einem derartigen Service (Google Drive, Dropbox etc.) abgelegt, knapp ein Viertel überlässt seine Daten dem von einem Dienstleister gehosteten Server. Die große Mehrzahl aber, nämlich 84,3 Prozent, speichert ihre Daten auf dem hausinternen Unternehmensserver.