18-3-2015 Gedruckt am 25-06-2017 aus www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/16301

Hinweise und Tipps rund ums Drucken im Büro

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... wird eine von drei Billionen Blatt A4-Papier sein, welche jährlich aus den weltweiten Druckern gejagt werden. Das entspricht einen Stapel in der stolzen Höhe von drei Millionen Kilometern. Bis zum papierlosen Büro ist's also noch ein langer Weg, bis dahin muss man sich mit der aktuellen Situation arrangieren.

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Ein Drucker gehört heutzutage in jedes Büro zur Grundausstattung. Bisher sind mehrheitlich Laserdrucker im Einsatz, doch dies könnte sich durch die technische Weiterentwicklung bei den Tintenstrahldruckern in den nächsten Jahren ändern. Letztere sind bezüglich der Leistungsfähigkeit mittlerweile auf Augenhöe mit den Lasermodellen, verbrauchen weniger Energie und sind einfacher zu warten bzw. zu reinigen. Auch gesundheitliche Aspekte spielen hier zunehmend eine Rolle.

Ohne bedrucktes Papier geht es noch nicht

Das papierlose Büro, eine Vorstellung aus den 1970er Jahren, hat sich bislang als Utopie erwiesen und so wird es in den nächsten Jahren vermutlich auch bleiben: „Es wird in vielen Bereichen möglich sein, den Ausstoß von Papier deutlich zu reduzieren, aber das völlig papierlose Büro wird noch lang eine Fantasie bleiben“, erläutert Sandra Kolleth in einem Interview. Laut der General Managerin von Xerox Austria, ein Technologie- und Dienstleistungsunternehmen für Digitaldruck- und Dokumentenmanagement-Lösungen mit Hauptsitz in den USA, geht die Zahl der Ausdrucke um etwa drei Prozent pro Jahr zurück. Weltweit werden trotzdem nach wie vor jährlich etwa drei Billionen Blatt A4-Papier ausgedruckt.

Erster Ansatzpunkt: Änderung beim Nutzerverhalten

Papier wird in der Regel aus Cellulosefasern (Zellstoff von Pflanzen) oder aus Holz hergestellt. Die Papierproduktion zieht eine große Umweltbelastung nach sich. Durch einen bewussteren Umgang mit der Ressource Papier wird diese begrenzt. Ein konkreter Schritt ist die Verwendung von mehr Recyclingpapier, mittlerweile die wichtigste Rohstoffquelle in Europa.
 
Die Verwendung von mehr recycelbarem Papier bedeutet, dass weniger Rohstoffe für den Produktionsprozess eingesetzt werden muss. Ein weiterer konkreter Schritt ist der Einsatz von effizienten Druckern. In diesem Bereich ist es in den letzten Jahren aufgrund von technologischen Entwicklungen zu einem großen Zuwachs an Effizienz gekommen. Vor allem Tintenstrahldrucker haben sich hinsichtlich Umweltschutz und Energiekosten weiterentwickelt. Dies macht sie zunehmend attraktiv für den Einsatz in Unternehmen aller Art – von kleinen und mittlerenUnternehmen (KMU) bis zum Großkonzern, ebenso bei Behörden und anderen Einrichtungen der öffentlichen Hand.
 
Bei Tintenstrahldruckern hat sich in den letzten Jahren in technischer Hinsicht einiges getan. Zum einen sind die Druckköpfe verbessert worden, so dass Qualität und Geschwindigkeit des Druckens erhöht wurden. Neuere Druckköpfe, die die gesamte Breite einer Seite bedrucken, sind hierfür verantwortlich. Im Gegensatz zu einem beweglichen Druckkopf bedrucken moderne Druckköpfe das Papier in einem Durchlauf. Das Ergebnis: Höhere Geschwindigkeit bei gleichbleibend hoher Qualität.
 
Moderne Tintenstrahlgeräte begegnen den Laserdruckern hinsichtlich der Reichweite mindestens auf Augenhöhe, und dies bei geringeren Druckkosten. Mit modernen Druckerpatronen schaffen Benutzer bis zu 10.000 Seiten schwarz-weiß-Ausdrucke, mit einer Farbpatrone bis zu etwa 6600 Seiten. Da Tintenpatronen günstiger als die Tonerkartuschen sind, die in Laserdruckern zum Einsatz kommen, fallen bei Tintenstrahldruckern zudem weniger Kosten an. Gebrauchte Patronen werden zudem von nahezu allen Herstellern zurückgenommen. Refill Druckerpatronen sind Original Druckerpatronen, die nach Angaben des Spezialisten TonerPartner bei der Rücknahme gesäubert sowie mit neuer Druckertinte befüllt werden und anschließend nahezu die exakte Druckqualität wie die Original-Patronen vorweisen. Vor der Wiederwertung werden die wiedergefüllten Patronen in einem strengen Kontrollverfahren auf Qualität und Funktion hin überprüft.

Mögliche Gesundheitsgefährdungen durch Laserdrucker und Kopiergeräte

Seit einigen Jahren wird verstärkt davor gewarnt, dass Stoffe wie Tonerstaub oder Ozon bei der Benutzung und bei der Wartung von Laserdruckern und Kopiergeräten freigesetzt werden können. Ein Ursache von Feinstaub sind diesem Artikel zufolge eingeschaltete Computer, Kopierer und (Laser)Drucker.
 
Die Emissionen von Laserdruckern und Kopiergeräten liegen in der Regel deutlich unter den gültigen Grenzwerten, eine Gesundheitsschädigung soll demnach nicht akut sein. Trotzdem sollten vor allem Menschen, bei denen häufiger Beschwerden der unteren Atemwege auftreten sowie Personen mit empfindlichen Schleimhäuten darauf achten, die Feinstaubbelastung am Arbeitsplatz zu reduzieren.
 
Die folgenden Maßnahmen helfen bei der Verringerung der Feinstaubbelastung in Innenräumen:
  • Regelmäßig lüften: Vor allem in der kalten Jahreszeit mehrmals täglich kurz und intensiv lüften.
  • Geräte ausschalten: Heizgeräte und andere technische Geräte regelmäßig warten lassen. Computer, Drucker und andere elektronische Geräte immer ausschalten, wenn diese nicht benutzt werden.
  • Bodenpflege: Den Boden etwa alle zwei Tage feucht wischen.
  • Teppichreinigung: Für eine gründliche Reinigung ist das alleinige Staubsaugen nicht ausreichend. Mit einem Schwamm und lauwarmen Wasser wird zusätzlicher Staub entfernt.

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Hinweise bei der Reinigung und Wartung von Druckern:
  • Druck- und Kopiergeräte in einem gut belüfteten und ausreichend großem Raum aufstellen.
  • Geräte mit hoher Leistung in einen separaten Raum stellen. In diesem Raum sollte eine Absauganlage installiert sein, zudem sollte die Möglichkeit zum ausreichenden Lüften bestehen.
  • Die Abluftöffnungen der Geräte sollten nicht in Richtung der Benutzer zeigen.
  • Nicht unnötig Staub aufwirbeln, zum Beispiel beim Wechseln des Druckerpapiers.
  • Die Bedienungsanleitung der Hersteller ist genauesten zu befolgen.
  • Geräte regelmäßig und vom Fachmann warten lassen.
  • Bei Austauschen der Druckerpatronen und/oder Tonerkartuschen die Anweisungen des Her-stellers befolgen. Beim Nachfüllen des Tonerpulvers Einweghandschuhe verwenden.
  • Die Behälter nicht gewaltsam öffnen, damit Restbestände nicht entweichen. Ist dies doch geschehen, die Tonerpartikel mit einem feuchten Tuch aufnehmen. Falls Hautkontakt besteht, sollten die betroffenen Stellen mit Wasser und Seife gesäubert werden.
  • Falls Tonerpulver in die Augen gelangt, diese ausgiebig (etwa 15 Minuten) mit klarem Wasser spülen. Gleiches gilt, wenn das Pulver in den Mund gelangt. Warmes oder heißes Wasser nicht verwenden, da dadurch das Tonerpulver klebrig wird.
  • Hinweise zum Reinigen: Die Geräte sind mit einem Staubsauger zu reinigen. Wichtig: Nicht ausblasen.
  • Wenn bei der Reinigung eine erhöhte Menge an Staub zu erwarten ist – beispielsweise wenn das Geräte über einen längeren Zeitraum hinweg nicht gesäubert worden ist – ist das Tragen einer Atemschutzmaske sowie von Einweghandschuhen zu empfehlen. Zum Schutz der Augen ist das Tragen einer Schutzbrille empfehlenswert.
  • Nach Beendigung der Reinigung bzw. Wartung die Umgebung der Geräte mit einem feuchten Tuch säubern.
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