27-2-2015 Gedruckt am 27-06-2017 aus www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/16282

Zweite Wiener "Cyberport" Filiale eröffnet

Shopping-Erlebnis von morgen

Hier der Online-Shop, dort das "reale" Geschäft, wo die Ware bei Bedarf auch "angefasst" werden kann. Eine solche Kombination soll dem Händler künftig Erfolg und dem Konsumenten ein unvergleichliches Shopping-Erlebnis garantieren. Wie man's umsetzen kann, zeigt der deutsche Technik-Händler Cyberport in seinem zweiten Österreich-Store im neuen Einkaufszentrum "Citygate" in Wien-Floridsdorf.

Präsentierten stolz den neuen Cyberport Store in Wien-Floridsdorf: Regionalmanager-Süd Gerhard Poppenberger (2.v.l.) und sein Chef Jeremy Glück (3.v.l.) Foto: APA/Thomas Preiss

Gestern Donnerstag wurde der "Cyberport"-Store im neuen Einkaufszentrum "Citygate" eröffnet. Es ist damit, nach dem seit 2011 bestehenden Geschäft am Wiener Westbahnhof, der zweite Österreich-Store des deutschen On-/Offline-Händlers aus Dresden. "Technik wird immer mehr zum Lifestyleobjekt, die Kunden wollen die Geräte vor dem Kauf auch anfassen und ausprobieren", betonte Cyberport-Chef Jeremy Glück, zuständig für Marketing, Stores, Webshop und Vertrieb. Ein großes Augenmerk liegt auf der Beratung vor: "Wir führen persönliche Beratung und Online-Preise zusammen", so Glück.

Der neue Cyberport-Store - insgesamt hat das deutsche Unternehmen jetzt 15 Geschäfte in Deutschland und Österreich - bietet vor allem Notebooks, Tablets, Smartphones, Fernseher aber auch Haushaltsgeräte und Elektronik-Zubehör. Von Apple wird beispielsweise die gesamte verfügbare Produktpalette angeboten. Aus dem insgesamt rund 40.000 Produkte umfassenden Sortiment sind rund 3.500 im Geschäft lagernd. Jedes gewünschte Produkt kann via Online-Shop freilich auch direkt in den gewünschten Store zur Abholung geliefert werden - und vor Ort nochmals in Ruhe begutachtet werden. Die Produkt-Verfügbarkeit in der Filiale ist über die Website ersichtlich. Wer ein Produkt online kauft, kann es auf Wunsch bereits eine halbe Stunde später im gewünschten Store abholen. "Die Option Online-Kauf und Filialabholung nutzt bereits fast jeder dritte Online-Käufer", weiß Glück.
 
45 Laptop-Modelle zur Wahl

Die Produktauswahl wird ständig angepasst: "Bei Laptops haben wir rund 45 Modelle von sechs Herstellern ausgewählt - online sind dagegen rund 1.200 Modelle verfügbar", berichtet Gerhard Poppenberger, Regionalmananger Süd. "Diese Auswahl wird in Absprache mit den Produktmanagern der Dresdner Zentrale monatlich aktualisiert." Nummer eins bei den verkauften Laptops sei übrigens Lenovo, Nummer zwei Acer. "Mit diesen 45 Laptops machen wir rund 80 Prozent des Laptop-Umsatzes", freut sich Poppenberger über das Vertrauen der Kunden. Wer im realen Geschäft noch online stöbern will, kann das mittels "virtueller Warentischverlängerung" via Tablet vor Ort erledigen. Elektronische Preisschilder geben Zusatzinformationen zum Produkt, etwa ein ausführliches Datenblatt, Zubehörprodukte, Testberichte oder Kundenbewertungen.

Um die Shopping-Wünsche der ÖsterreicherInnen zu erkunden, hat Cyberport kürzlich von Marketagent eine Studie durchführen lassen. Best-Preis (61,3 Prozent), Service (57,4 Prozent) sowie Beratung (48,4 Prozent) sind den Konsumenten am wichtigsten. Je größer und teurer die Produkte sind, desto mehr rückt die Beratung in den Vordergrund.
 
Cyberport ist in den vergangen Jahren stetig gewachsen. 2014 betrug der Umsatz 606 Mio. Euro, das entspricht einem Wachstum von zehn Prozent. Im Moment werden rund 600 Mitarbeiter beschäftigt. 4,4, Mio. Kunden haben bereits bei Cyberport eingekauft (cws).