30-10-2012 Gedruckt am 29-04-2017 aus www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/14835

Namhafte Unternehmen engagieren sich

Plattform für ein modernes Urheberrecht gegründet

Im Rahmen eines Pressegesprächs wurde Montag Abend die Gründung der „Plattform für ein modernes Urheberrecht“ bekannt gegeben. An der Plattform beteiligen sich zum Gründungszeitpunkt 18 namhafte Unternehmen. Die Plattform möchte bestehende Initiativen bündeln und ein Dialogforum sein. Als Sprecher der Initiative engagiert sich Damian Izdebski, seines Zeichens Gründer und Geschäftsführer des Computerhändlers DiTech.

„Die jetzt angedachte gesetzliche Regelung führt in der Praxis zu einer umständlichen Computer- und Handysteuer, sie ist keine Lösung und schafft neue Probleme. Unser Ziel ist eine richtige, haltbare und tragfähige Lösung für alle Beteiligten. Wir treten für den Dialog über unbürokratische, konsumentenverträgliche und standortschonende Lösungen ein, von denen auch die KünstlerInnen etwas haben. Ab dem kommenden Jahr drohen 50 Millionen Euro jährliche Mehrbelastung für die KonsumentInnen ohne Gesamtkonzept – so stellen wir uns das nicht vor.“, so Damian Izdebski über die Beweggründe der Initiative.

Rechtssicherheit und praktikable Lösung

Für die Plattform spielen nicht nur wirtschaftliche und Standort-Überlegungen eine Rolle. Man möchte speziell die Anliegen der Konsumenten in die Diskussion einbringen. Daher begrüßt man es besonders, dass sich Konsumentenschutzorganisationen stark im Dialog engagieren, denn die Argumente von einigen Vertretern der Künstler greifen nach Ansicht der Initiative zu kurz. 
 
Als zentral betrachtet man somit der Dialog über den konkreten Anknüpfungspunkt der Abgabe, über die Ebene (Europa? Nationalstaat?), auf der sie wirksam werden soll, die Art der Einhebung sowie nicht zuletzt der Start eines Prozesses, der alle Beteiligten einbindet und zu einer guten und praktikablen Lösung führt. Weil Europa auch kulturell immer stärker zusammenwächst, möchte die "Plattform für ein modernes Urheberrecht" möchte zu einer gesamthaften Lösung aufrufen. 
 
Was bei Finanztransaktionen in zahlreichen europäischen Ländern demnächst möglich wird, könnte laut der Initiative auch für Medieninhalte interessant sein. So könne Österreich auch zum Vorkämpfer für eine gemeinsame Lösung werden, meinen die Plattformgründer.

Wer ist dabei?

Folgende Unternehmen engagieren sich als Mitglieder der Plattform: Adolf Schuss, Actebis, Apple, ASUS, Brother, Canon, Dell, DiTech, HP, Ingram Micro, Konica Minolta, KYOCERA, Lenovo, Nokia, Quanmax, Samsung, Tech Data, Toshiba. (Stand 29. Oktober 2012).
 
Auf www.modernes-urheberrecht.at ist die Plattform auch im Internet vertreten, der Dialog soll zudem über Facebook und Twitter stattfinden.