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Generation 8 der ProLiant-Server soll sich selbstständig verwalten

HP kündigt vollautomatisierte Server an

Im Rahmen der Global Partner Conference in Las Vegas, hat HP die neue Generation der ProLiant-Server vorgestellt. Generation 8 soll die ersten Ergebnisse der langfristig angelegten Entwicklungsinitiative "Project Voyager" beinhalten. Ziel dieses Projekts ist es laut HP, jeden Aspekt im Lebenszyklus eines Servers zu automatisieren und dadurch die Effizienz zu erhöhen. Die Initiative wurde vor zwei Jahren gestartet und soll bis heute über 900 Patente hervorgebracht haben. In Generation 8 sollen 150 von Kunden und Partnern angeregte Ideen umgesetzt sein.

Mit Technologien wie Smart Socket und Smart Drive in den neuen Gen 8 Servern, will HP die Zahl der durch Menschen verursachten Ausfälle in Rechenzentren verringern.

Die neuen ProLiant-Server sollen laut Hersteller viele Administrationsaufgaben automatisieren können. So soll sich etwa der Aufwand für Updates pro Rack von bisher bis zu fünf Stunden auf 10 Minuten reduzieren lassen.

Überhaupt sollen die Server und deren Infrastruktur smarter gemacht worden sein. So soll ein Gen 8 Server genau über seine Position im Rack Bescheid wissen und dem System mitteilen können, wie viel Leistung und Kühlung er braucht. Eine "3-D Sea of Sensors" genannte Technologie identifiziert überlastete Server anhand ihrer Position im Rechenzentrum, dem Stromverbrauch, der Arbeitslast und Temperaturdaten und soll damit dafür sorgen, dass die Rechenkapazität pro Watt um bis zu 70% erhöht werden kann.

Mit den Technologien HP Active Health und HP Insight Online sollen die Gen8-Server mittels 1.600 Datenquellen ihren Gesundheitszustand selbst analysieren können. Aufgrund eines von der Norm abweichenden Verhaltensmusters z.B. bei Festplatten oder Speichermodulen, soll das System automatisch bevorstehende Ausfälle erkennen können und Alarm auslösen. Betreuende Partner könnten dann sogleich in Aktion treten, um dem drohenden Ausfall proaktiv zu begegnen.

Laut HP sind 25% der Ausfälle im Rechenzentrum auf menschliche Fehler zurückzuführen, die zudem aufgrund der rasant wachsenden Komplexität zunähmen. Die neuen Server beinhalten deshalb Technologien, die häufige Fehler ausschließen sollen. So hat man mit "Smart Socket" eine Technologie zum Einsetzen von CPUs entwickelt, die das Verbiegen von Pins ausschließen soll. Und "Smart Drive" sorgt mit so genannten "Do-not remove" LEDs dafür, dass nicht irrtümlich die falsche Festplatte aus dem Server entfernt wird.

Zu den weiteren Neuerungen der ProLiant Servergeneration 8 zählen:

Integrated Lifecycle Automation soll die Anwendungsbereitstellung beschleunigen und die Betriebszeit durch automatisierte Aufgaben verbessern. Dadurch sollen Kunden ihre Produktivität verbessern, Fehler vermeiden und Aufgaben vereinfachen können. Administratoren sollen damit in einem etwa 1.000 Quadratmeter großen Rechenzentrum bis zu 30 Arbeitstage pro Jahr einsparen können.

Dynamic Workload Acceleration Daten-intensive Speicherprozesse sollen durch den Einsatz eines konvergenten Speicher- und Server-Designs sowie Solid-State-Technologien um das siebenfache beschleunigt werden können. Smart Analytics und eine kontinuierliche Auswertung der Arbeitslasten sollen es den Gen8-Servern zudem ermöglichen, sich kontinuierlich an aktuelle Anforderungen anzupassen und System-Leistung und -Effizienz zu verbessern. HP Advanced Data Mirroring und smarte Algorithmen sollen die Sicherheit um das tausendfache steigern und die Initialisierung von RAID um 95 Prozent beschleunigen.

Automated Energy Optimization soll fast die doppelte Rechenkapazität pro Watt ermöglichen. Durch intelligente Racks mit integrierten Sensoren sollen Unternehmen bis zu sieben Millionen US-Dollar Energiekosten innerhalb von drei Jahren sparen können. HP 3-D Sea of Sensors soll die Inventarverwaltung automatisieren und exakte Daten über Stromverbrauch pro Rack und Server liefern.

Proactive Service and Support soll durch HP Insight Online 95 Prozent der Fehler beim ersten Versuch beheben. HP Insight Online ist ein Cloud-basiertes und personalisiertes IT-Management- und Support-Portal und ist in Gen8-Technologien, HP Insight Remote Support und HP-Services integriert. Die gesammelten Informationen über die Server, wie beispielsweise Gesundheit, Verträge, Garantien und Gewährleistungen sollen dadurch für den Kunden jederzeit verfügbar sein. Kunden können sich dabei entscheiden, ob sie diese Daten auch IT-Partnern über das Programm HP ServiceONE verfügbar machen.

Die Server HP ProLiant Gen8 sind für Erstanwender ab sofort erhältlich. Ab März 2012 sollen sie auch allgemein über HP-Partner und HP zur Verfügung stehen. Dies umfasst die Tower-Server der ML-Reihe, die Rack-Mount-Server der DL-Reihe, die Blade-Reihe BL und die Server der Reihe HP ProLiant SL.

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