Es gibt inzwischen eine Fülle überaus nützlicher und noch dazu kostenfreier Google-Dienste. Die meisten Anwender verwenden jeden Tag die Google Suche, schauen sich Videos auf YouTube an, laden Fotos bei Picasa hoch, nutzen den Google-Browser Chrome oder finden bei Google Earth die Orientierung wieder. Bei allen Diensten beobachtet Google das Surf-Verhalten der Besucher oder regt an, Benutzerprofile zu erstellen. Eine neue Datenschutzbestimmung sieht sogar vor, ab dem 1. März alle in den einzelnen Diensten gesammelten Informationen über einen Benutzer zentral zu bündeln.
Google passt aber auch außerhalb seiner Dienste auf. Viele Unternehmen im Netz nutzen Google Analytics, um Informationen zu den Besuchern ihrer Homepages zu sammeln. Auch hier werden so genannte Google Tracking Cookies auf dem Computer abgelegt.
"Google muss nicht alles wissen. Wer nicht möchte, dass persönliche Informationen etwa über die eigene PC-Ausstattung und den Standort weitergegeben werden, setzt auf Google Clean“, erläutert Sven Abels, Geschäftsführer bei Abelssoft. „Die Windows-Software anonymisiert die Benutzerkennzahlen und vernichtet alle Tracking-Cookies."
GoogleClean suche auf dem PC nach den verschiedenen Google-Anwendungen, zeige sie auf und erlaube es, gesondert für jedes einzelne Google-Programm die Übertragung unnötiger persönlicher Daten per Mausklick abzustellen. GoogleClean unterstütze die "Stilllegung" des Datenfeuers bei Google Web Anwendungen wie der Google Suche, Google Mail, Google Maps und anderen, bei YouTube, Chrome, bei Google Analytics, der Google Toolbar, der Google Desktop Search, Google Earth, dem Google Updater und bei Google Picasa. Dabei lösche das Tool alle unerwünschten Google Spuren und vernichte gespeicherte Formulardaten, Datenmüll und Surfspuren.
Ein residentes Modul von GoogleClean überwache zudem den eigenen Computer im Hintergrund. Das Google Radar werde dabei sofort aktiv, sobald neue Cookies angelegt und neue Google-Spuren entstehen würden. In diesem Fall könnten die Spuren sogar gleich gelöscht werden.



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8/2011
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Dr. Eric Scherer ist Geschäftsführer des anbieterunabhängigen Beratungs- und Marktforschungsunternehmens i2s. Er gilt als einer der führenden ERP-Experten und ist Initiator der ERP-Zufriedenheitsstudie. 