Tablet PCs sind „in“, der Markt boomt und die Hersteller überschlagen sich geradezu im Wettbewerb mit frisch auf den Markt gebrachten. Bis zum Jahr 2017 soll der weltweite Markt für Tablet PCs auf ein Volumen von 250 Mio. Systeme anwachsen, prophezeien die Analysten des Marktforschungshauses In-Stat. 90 Prozent des Marktes sollen sich iOS und Android aufteilen, Windows als Tablet-Betriebssystem dümpelt mit einem prognostizierten Marktanteil von zehn Prozent auf Platz drei dahin. Auch die Auguren von Gartner sehen den Boom im Tablet-Segment. So sollen die Verkäufe im Jahr 2011 auf insgesamt 63,6 Mio. Exemplare anwachsen. 2010 waren es gerade 17,6 Mio. Geräte, die über die Ladentische gingen. Laut Gartner werde die Nachfrage auch weiterhin steigen. Im Jahr 2015 soll der Absatz demnach auf 326,3 Mio. Einheiten angestiegen sein.


HTC Flyer: Der (heimliche) Test-Sieger. Als Sieben-Zoll-Gerät ideal für den Business-Alltag geeignet, mit dem Stift samt Notiz-Funktion sowie guten Leistungsdaten eine gute Alternative zum traditionellen Notizblock samt Smartphone.
Gartner-Konkurrent IDC sieht indes im zweiten Quartal 2011 weltweit 13,6 Mio. verkaufte Tablets. Laut den Marktforschern dürften heuer aber nicht 53,5 wie ursprünglich prognostiziert, sondern 62,5 Mio. Tablets verkauft werden. Egal, welchem Marktforscher Glauben geschenkt wird, eines zeigt sich deutlich: Der Tablet-Markt befindet sich in einer starken Wachstumsphase – was sich auch auf andere Segmente, etwa den Netbook-Verkauf, enorm auswirkt. Die Hersteller setzen offensichtlich verstärkt auf Tablet-PCs, etwa wie Asus mit dem EeePad Transformer, welcher durch ein Keyboard-Dock in ein Netbook verwandelt werden kann.
Entsprechend hoch ist das Interesse an Tablet-Geräten in Österreich. Laut einer Studie des Mobilfunkanbieters A1 planen 23 Prozent der Befragten die Anschaffung eines Tablets noch 2011. Besonders junge Menschen seien mit 36,1 Prozent hier die führende Gruppe. Doch auch die Generation-60-Plus sei mit 21,5 Prozent potenziellen Käufen eine bedeutende Größe.


•• Das iPad2 zeigt den gewohnten Apple-Charme, ist immer öfter im Business-Umfeld anzutreffen. Doch Apples strikte Kontrolle erschwert die Integration in Unternehmens-IT-Landschaften. Zudem fehlen Anschlussmöglichkeiten wie etwa USB.
Mehr als zwei Drittel der Befragten bevorzugen dabei Zehn-Zoll-Tablets. Im Rahmen der Studie wurde auch der Nutzung des Tablets nachgegangen. Demnach verwenden 44 Prozent der Nutzer die Geräte zum Konsumieren von Videos, 42,6 Prozent zum Lesen von Büchern, rund 66 Prozent um Fotos zu betrachten und zu verwalten und 88,2 Prozent surfen mit den Tablets im Internet.
Zukunft der mobilen Kommunikation


Samsung Galaxy Tab 10.1: Für das Arbeiten im Homeoffice durch das große Display geradezu prädestiniert, beim mobilen Arbeiten unterwegs erweist sich die Größe als unpraktisch. Durch Android und Office-Paket gut im Unternehmen integrierbar, im Meeting eine vernünftige Alternative zu Notebook und Co.
Auch der Business-IT-Konzern Oracle befasst sich mit Tablets. So ist das Unternehmen im Rahmen der Studie „The Future of Mobile Communications“ der Frage nachgegangen, wie die Zukunft der mobilen Kommunikation aussieht. Mit der Conclusio, dass mobile Datenkommunikation weiter steigen und der Apps-Hunger wachsen wird. 69 Prozent aller Mobilfunkbesitzer verwenden mittlerweile ein Smartphone. Dementsprechend sei das Datenaufkommen gestiegen. So gaben 47 Prozent der Befragten an, dass sie Datenverbindungen öfter nutzen als Sprachtelefonie oder SMS. Zudem soll die Nachfrage nach Apps für Smartphones und vor allem auch Tablets weiter steigen.
Doch bislang findet die Tablet-Euphorie vor allem im privaten Bereich statt, IT-Leitern und Administratoren sind die mobilen „Wollmilchsäue“ oft ein Dorn im Auge. Seitens der Manager und Vertriebsleiter vieler Unternehmen wiederum sind die Tablets äußerst begehrt und im Unternehmenseinsatz unbedingt gewollt.


Das Sony Tablet S ist die designgerechte Alternative zu Apples iPad. Hochwertig verarbeitet, mit zusätzlichem IR-Sensor ausgestattet macht das Tablet S im heimischen Wohnzimmer eine genau so gute Figur wie im Architektenbüro, beim Immobilienhändler oder in der Hand eines Consulters. Besonders das hochwertige Display und die ausgeklügelte Helligkeits-Steuerung überzeugen.
Dabei bieten die tastaturlosen Rechner gerade im Segment der Information- und Mobile- Worker viel Potenzial. Kleine Unternehmen mit bis zu fünf Mitarbeiter kommen heute vielfach gänzlich ohne eigene IT-Landschaft aus. Jeder Mitarbeiter bekommt ein Tablet, Software und Speicherplatz kommen aus der Wolke. In vielen kleinen Unternehmen – etwa in der Kreativ-Branche – ist dementsprechend ein regelrechter Tablet-Hype losgetreten. „Ich glaube nicht, dass sich Tablet-PCs in breiter Masse in den Unternehmen durchsetzen, da sie weder einen PC noch ein Notebook vollständig ersetzen können“, entgegnet hier die IDC-Analystin Eszter Morvay.


Huawei MediaPad: Hochwertig verarbeiter Tablet-Zwerg, gut transportierbar, hohe Auflösung, von Haus aus Android 3.2 als OS - das MediaPad ist ein idealer Business-Begleiter. Zwar kann das Tablet ein Notebook nicht vollständig ersetzen, als gut transportable Alternative zum iPad bietet sich das MediaPad aber geradezu an.
Dennoch sind die schlanken Rechner in Unternehmen auf dem Vormarsch. Rund ein Viertel der Unternehmen in der Informationswirtschaft stattet laut dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mitarbeiter mit solchen Geräten aus. Bis Ende 2012 soll dieser Anteil voraussichtlich auf 37 Prozent steigen. Die Informationswirtschaft umfasst laut ZEW IT-Industrie, Medienbranche, sowie „wissensintensive Dienstleister“ wie beispielsweise Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Architekturbüros. Spitzenreiter seien dabei Unternehmen der Medienbranche, 2012 soll die Nutzungsquote in diesem Segment bei 59 Prozent liegen. Damit nähert sich die Tablet-Nutzung der Verbreitung von Smartphones in Unternehmen. Über 60 Prozent der Firmen statten Mitarbeiter mit BlackBerry und Co aus, 48 Prozent mit UMTS-Karten.
Sieben Geräte im Business-Einsatz
Im Vergleichstest präsentieren sich Apple iPad 2, Asus EeePad Transformer, HTC Flyer, Huawei Media Pad, Samsung Galaxy Tab 10,1, Sony Tablet S und Toshiba AT-100 als durchaus business-geeignet. Alle sind gut zu transportieren, manche bequemer, andere weniger. Besonders drei Kandidaten stachen aber im Business-Kontext klar heraus: Asus EeePad Transformer, HTC Flyer und Huawei Media Pad. Ersteres, weil es aufgrund der andockbaren Tastatur als prädestiniert für Konferenzen, Messen, Geschäftsreisen und ähnliches erwiesen hat, letztere überzeugen schon alleine durch den Größenfaktor. Mit sieben Zoll-Bildschirm sind beide Geräte wunderbar geeignet, bequem eingesteckt zu werden, etwa in der Sakkotasche.


Durch das Tastatur-Dock wird das Asus EeePad Transformer zum vollwertigen Notebook-Ersatz, der dort integrierte zweite Akku verdoppelt die Nutzungszeit.
Ein Punkt, der mit den größeren Bildschirmen nicht mehr machbar ist. Zudem verfügt das HTC Flyer über einen Stift, mit dem Notizen direkt am Gerät geschrieben und gespeichert werden können.
Dafür hinkt es in Sachen Android-Version hinterher. Während alle anderen Modelle im Test mindestens auf Android 3.1 liefen, kommt beim Flyer noch Android Version 2.3 zum Einsatz. HTC hat aber via Facebook versprochen, noch vor Jahresende ein Update auf Honeycomb nachzureichen.