Dem PandaLabs-Bericht zufolge habe die Malware-Entwicklung 2011 neue Rekorde aufgestellt: Mit 26 Millionen neuen Schädlingen, die in Umlauf gebraucht wurden, sei 2011 das höchste Malware-Aufkommen in einem Jahr gemessen worden. Damit wurde PandaLabs zufolge allein im vergangenen Jahr ein Drittel der gesamten Menge an Schadprogrammen, die in den vergangenen Jahrzehnten klassifiziert wurden, verbreitet.
Auch die Anzahl der täglich neu erscheinenden Schädlinge sei dementsprechend im Laufe des Jahres gestiegen. Seien es im Januar 2011 noch 63.000 neue Schadprogramme am Tag gewesen, wurden Ende des Jahres schon 73.000 Malware-Muster täglich gezählt.
Auch 2011 dominierten Trojaner die Bedrohungslandschaft - und zwar noch mehr als je zuvor. Während sie 2009 noch 60 Prozent aller Malware ausmachten, fiel der prozentuelle Anteil 2010 auf 56 Prozent. Im vergangenen Jahr gab es dann wieder einen drastischen Anstieg auf 73 Prozent, so dass drei von vier Schädlingen, die entwickelt wurden, zur Kategorie der Trojaner gehörten, gefolgt von Viren (14 Prozent) und Würmern (acht Prozent).
Thailand, China und Taiwan führen die Liste der Länder mit den meisten infizierten PC an. Über die Hälfte aller Computer waren in diesen Ländern mit mindestens einem Schädling verseucht. Der weltweite Durchschnitt lag bei 38 Prozent.



1/2012
8/2011
7/2011


Dr. Manfred Wöhrl ist Geschäftsführer der R.I.C.S. EDV-GmbH (Research Institute for Computer Science, www.rics.at), spezialisiert auf Securitychecks und Security-Consulting. 