Die Kombination ermögliche die Konzeption leichter, flexibler und ressourcenschonender Tragwerke aus irregulären Strukturen. Stabtragwerke stützen architektonische Meisterleistungen. Wer in der Architekturwelt hoch hinaus will, konstruiert damit Dächer, Brücken oder Türme. Doch bisher musste die architektonische Kreativität dabei eingeschränkt werden. Denn es galt, je regelmäßiger das Tragwerk konstruiert wurde, desto stabiler wurde es. Damit sei nun Schluss, verspricht Projektleiter Prof. Klaus Bollinger vom Institut für Architektur an der Universität für Angewandte Kunst Wien. Mit GENTs (Generic Exploration and Navigation Tool for Structures) könnten irreguläre Tragwerke entworfen werden, die sich durch hohe Stabilität und Effizienz auszeichnen sollen.
Durch die „innovative Kombination“ ermögliche die Software völlig neue Lösungsansätze im Tragwerksentwurf. "Damit können wir nun auch irreguläre Tragwerke berechnen und entwerfen, ohne an Tragwerkstypen und -schemata gebunden zu sein. Denn GENTs kombiniert einzelne Strukturelemente in zahlreichen Varianten, die wiederum selektiert, mutiert und rekombiniert werden, bis die effektivste Lösung gefunden ist. Dabei wird nur so viel Material eingerechnet, wie für eine stabile Realisierung nötig ist, und so können besonders leichte Tragwerke entstehen", betont Bollinger. Wichtige Parameter, die das Programm bei seinen Berechnungen berücksichtige, seien Form, Position und Funktion jedes Elements der Tragwerk-Struktur.



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8/2011
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Alexander Hackl ist freier Journalist in Wien. Er ist Absolvent des Master- Programms „Qualitätsjournalismus“ an der Donau-Universität Krems und spezialisiert auf Technologiethemen. Seit drei Jahren ist er als Autor für den MONITOR und das Wirtschaftsmagazin FORMAT tätig. Das Hauptaugenmerk in seiner Arbeit liegt auf Informations- technologie im Kontext gesellschaftlich-wirtschaftlicher Zusammenhänge. 