4,8 Zettabyte würden 66,7 Bio. Stunden Musik, 15,4 Bio. Stunden Internet-Videokonferenzen via Webcam oder 4,8 Bio. Stunden High-Definition Video-Streaming entsprechen, wie Achim Kaspar, General Manager Cisco Austria, erklärt. Die am schnellsten wachsende Komponente sei Cloud Traffic. Dieser steige mit einer jährlichen Wachstumsrate von 66 Prozent auf das 12-Fache, von 130 Exabyte im Jahr 2010 auf 1,6 Zettabyte 2015.
Der größte Anteil des Datenverkehrs über Rechenzentren werde aber nicht von Nutzern verursacht, sondern von den Rechenzentren selbst. Bis 2015 würden 76 Prozent des Traffics innerhalb der Data Center ablaufen, da Workloads automatisch über verschiedene virtuelle Maschinen verteilt werden. Weitere sieben Prozent würden durch den Verkehr zwischen Rechenzentren erzeugt, durch Aktivitäten wie Datenreplikation und Updates. Dieser Teil der Netzwerkaktivitäten finde hinter den Kulissen statt und sei für den Anwender nicht zu sehen.
Aber auch die Anwender selbst würden zum steigenden Datenverkehr beitragen, vor allem mit der Nutzung von Video-Diensten. So werde dadurch zur Hauptnutzungszeit der Datenverkehr über Rechenzentren im Vergleich zum Durchschnittswert um bis zu 2,5-mal steigen. Laut der Cisco-Studie sollen vermehrte Virtualisierung und verbesserte Skalierbarkeit die wichtigsten Treiber des Cloud Computing-Trends sein. "Gründe für den Anstieg des Cloud-Verkehrs sind Apps, über die auf Cloud-Anwendungen zugegriffen wird – sowohl im Business als auch im privaten Bereich“, unterstreicht Kaspar. „Eine Voraussetzung für die Nutzung von Cloud-basierten Diensten und Inhalten ist die Breitband-Verfügbarkeit. Um den IP-Traffic in Zukunft bewältigen zu können, ist eine flächendeckende Breitband-Versorgung von Wirtschaft und Gesellschaft unumgänglich und entscheidend für den Wettbewerbsstandort eines Landes. Für Unternehmen bedeutet diese Entwicklung, in eine leistungsstarke Infrastruktur zu investieren, um unabhängig von Ort, Zeit und Endgerät verfügbar zu sein und Zugriff auf wichtige Informationen zu haben."



1/2012
8/2011
7/2011


Mag. Dominik Troger gehört seit 1992 zum MONITOR-Team. Er begann als News-Redakteur und betreute viele Jahre die MONITOR Weiterbildungsbeilage "Job Training". Seit dem Jahre 2000 war er als Chef vom Dienst tätig, mit Dezember 2009 übernahm er die Chefredaktion. 