Obwohl bereits vielen Unternehmen sensible Daten gestohlen wurden verwenden nach wie vor nur wenige Firmen Data Loss Prevention-Lösungen. Zu diesem Schluss kommt der Sicherheitsspezialist Websense in einer Studie, im Rahmen derer untersucht wurde, wie IT-Manager mit aktuellen Malware-Bedrohungen aus dem Web umgehen.
Für die Studie "Security Pros & Cons – IT Professionals on Confidence, Confidential Data, and Today´s Cyber-Cons“ wurden 1.000 IT-Manager vom Marktforschungsinstitut Dynamic Markets zur IT-Sicherheit befragt. Die Untersuchung habe demnach gezeigt, dass bei rund einem Drittel der Unternehmen schon einmal sensible Daten gestohlen wurden, auch in der Führungsetage. Dies erkläre den immensen Druck, dem IT-Verantwortliche heute ausgesetzt seien. So hätten rund 72 Prozent der IT-Manager erklärt, dass der Schutz von sensiblen Daten im Unternehmen mehr Stress als eine Scheidung, Schulden oder ein kleiner Autounfall produziert.
Auch die Sensibilität für die neuen Gefahren aus dem Web sei bei IT-Verantwortlichen nicht besonders ausgeprägt. Nur 30 Prozent würden etwa in Advanced Persistent Threats (APT) eine ernstzunehmende Gefahr sehen. Die weitverbreitete Meinung, dass Antivirus- und Firewall-Lösungen einen Basisschutz bieten sei zwar richtig, doch modernen Malware-Programmen und Cyber-Attacken seien derartige Lösungen ziemlich schutzlos ausgeliefert. Trotzdem würden nur 48 Prozent der befragten IT-Manager eine Software nutzen, die den Upload von vertraulichen Daten im Web verhindere. Nur zwei Prozent nutzten demnach eine Lösung zur Data Loss Prevention.
Weiteres interessantes Ergebnis der Studie: Datensicherheit werde zunehmend ein Thema im Top-Management des Unternehmens. So sei in 91 Prozent die Unternehmensführung in Diskussionen um die Datensicherheit beteiligt. "Der Sicherheits-Report zeigt, dass Unternehmen ihre Sicherheitsstrategie überdenken sollten", erläutert Michael Rudrich, Regional Director Central Europe bei Websense. "Moderne Schadprogramme nutzen Methoden, die von gängigen Virenscannern nicht erkannt werden. Hier ist es notwendig, eine umfassende Sicherheitslösung zu verwenden, die zuverlässig vor modernen Malware-Formen schützt und den Verlust sensibler Daten verhindert."
www.websense.com/content/websense-security-survey-security-pros-and-cons.aspx?cmpid=prnr


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Dr. Eric Scherer ist Geschäftsführer des anbieterunabhängigen Beratungs- und Marktforschungsunternehmens i2s. Er gilt als einer der führenden ERP-Experten und ist Initiator der ERP-Zufriedenheitsstudie. 