Viele Unternehmen glauben, dass bei manuellen Änderungen der Sicherheitseinstellungen von Firewalls die Integrität des Netzwerks gefährdet ist. Zu diesem Schluss kommt die jährliche Firewall-Management-Umfrage des Security-Spezialisten Tufin Technologies. Ein wesentlicher Grund dafür seien die fehlenden formalen Prozesse und der damit verbundene hohe Zeitdruck, erläutert Armin Schaal, Vice President Sales EMEA bei Tufin Technologies.
Im Rahmen der Umfrage zum Thema Netzwerk-Sicherheit wurden hundert Administratoren und IT-Leiter befragt, die mit der Verwaltung von Netzwerken und der Risikoanalyse betraut sind. Dabei stellte sich Tufin zufolge heraus, dass die manuelle Administration der Sicherheitseinstellungen von Firewalls und der damit verbundene Zeitaufwand eine der größten Herausforderungen für Netzwerkspezialisten sei. Nur bei sieben Prozent der Befragten wurde beispielsweise die Risikoanalyse der Firewall-Konfiguration automatisiert. Fast ein Viertel der Unternehmen (23 Prozent) „nimmt erschreckenderweise keinerlei Risikoanalysen vor“ – und verschließe damit die Augen vor unerwünschten Nebenwirkungen bei Änderungen an den Sicherheitseinstellungen.
Die manuelle Änderung einer Firewall-Sicherheitseinstellung nehme bei fast einem Drittel der Befragten zwischen einigen Stunden und mehreren Tagen Arbeitszeit in Anspruch. Zudem sei durchschnittlich die Hälfte der Änderungen an Sicherheitseinstellungen fehlerhaft und müsse daher „mühevoll nachgebessert“ werden, meinen 85 Prozent der Befragten. Dementsprechend gaben 66 Prozent an, dass unstrukturierte und schlecht geplante Änderungen an den Sicherheitseinstellungen der Firewall die Datensicherheit in ihrem Unternehmen gefährden.
"Die Umfrage-Ergebnisse zeigen deutlich, dass Zeit ein sehr knappes Gut für Netzwerk-Administratoren ist, knapper noch als Budget", betont Schaal. "Wir waren sehr überrascht zu sehen, dass mehr als die Hälfte der Befragten grundlegende Konfigurationen, wie etwa Rechte verwalten oder Sicherheitsregeln bereinigen, manuell vornehmen. Es macht jedoch keinen Sinn, hochbezahlte Fachkräfte mit der Suche nach der Nadel im Heuhaufen verbringen zu lassen. Würden Unternehmen diese Aufgaben automatisieren, könnten sie sowohl jede Menge Zeit und Geld sparen, als auch ihren Datenschutz wesentlich effizienter gestalten."



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