Das System wird in einem europäischen Fujitsu-Rechenzentrum betrieben. Im ersten Schritt stellt iTAC eine zentrale Lösung für kundenseitige Testsysteme bereit. Diese können ab sofort alle beteiligten Anlagenhersteller und Integratoren für die weltweiten Rollouts der iTAC.MES.Suite 7 nutzen. Ab Januar 2012 lassen sich auf der MES-Rechenzentrumsinfrastruktur auch Produktivsysteme betreiben. Dieses Angebot ist im ersten Schritt auf kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) ausgerichtet.
Die iTAC.MES.Suite ist ein Manufacturing Execution System, das die Brücke zwischen der Planungs- und Fertigungsebene eines Betriebes bildet. Während früher Anlagenhersteller ihre Schnittstellen zum MES aufwändig über lokale Testsysteme verproben mussten und hierzu komplexe Server durch die ganze Welt geschickt wurden, kann iTAC nun die Testsysteme seiner Kunden in ein zentrales Rechenzentrum verlagern.
Unter Berücksichtigung der Security-Richtlinien hat der Anbieter damit eine zentrale Infrastruktur geschaffen, mit der die anlagenseitigen Integrationsaufwände erheblich minimiert werden sollen. Ferner werden Inbetriebnahmekosten gespart, Projektrisiken minimiert und die termingerechte Umsetzung von weltumspannenden werkinternen MES-Implementierungen abgesichert.
Die Testsysteme werden bereits von drei iTAC-Kunden auf diese Weise genutzt. Dies ist die erste Stufe im Rahmen der neuen „Cloud-based MES“-Initiative von iTAC und Fujitsu. Ab Januar 2012 folgt die Bereitstellung der MES-Infrastruktur zum zentralen Betrieb von iTAC.MES.Suite 7-Produktivsystemen.
Dieter Meuser, CTO bei iTAC, erklärt die Motivation für die Entwicklung der Lösung: „Da sich mittlerweile auch KMUs durch die Supply Chain-übergreifenden Compliance-Anforderungen der OEMs mit der Einführung von MES-/Traceability-Systemen befassen, haben wir mit dem Rechenzentrumsbetreiber Fujitsu ein mittelstandsgerechtes MES-Lösungspaket entwickelt. Mit unserer Cloud-based MES-Lösung sehen wir ein sehr hohes Kundenpotenzial bei mittelständischen Unternehmen, die als Zulieferer die Automobil- und Medizingerätebranche mit Elektronik- und Mechatronikkomponenten beliefern. Diese Komponenten unterliegen allesamt einem verschärften Produkthaftungsgesetz, was die Einführung eines MES für dieses Kundenklientel unabdingbar macht. Unser System bildet die Brücke, um wettbewerbsfähig zu bleiben.“
Fujitsu übernimmt im Rahmen der Kooperation als IaaS-Provider den zentralen Betrieb der MES-Hardware-, Betriebs- und WAN-Systeme; iTAC gewährleistet den Applikations- und Datenbanksupport der zentralen MES-Infrastrukturkomponenten. Der KMU benötigt somit lediglich einen Internetzugang in seiner Fertigungsstätte, um die Infrastruktur zu nutzen.


1/2012
8/2011
7/2011


Alexandra Riegler arbeitet als freie Journalistin in den USA. Zu ihren Spezialgebieten zählen die Themen Technologie und Forschung. 